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Rüstiger alter Herr auf weiten Wegen
08. April 2021

Angers, Mittwoch, 7. April 2021. Im Vorjahr war der Grand Prix Angers Loire Métropole über 3100 Meter (und für die Mehrzahl ein paar Takte mehr) dem Lockdown während der anrollenden ersten Corona-Welle zum Opfer gefallen. Inzwischen hat man allüberall realisiert, dass der „Draußensport“ ohne Zuschauer kaum Infektionsrisiken birgt, so dass man auch in Frankreich trotz sehr viel höherer Neuinfektionszahlen als vor einem Jahr Traber und viele Andere gewähren lässt. So durfte auch die 150.000-Einwohner-Stadt Angers auf halbem Weg zwischen Le Mans und Nantes ihren ersten bedeutenden Renntag im Jahr durchziehen.

Mit Bugsy Malone und Beau de Grimoult, dem damaligen Zweiten bzw. Dritten, waren zwei Kandidaten der 2019er Auflage mit von einer Partie, die Jean-Michel Bazire gleich mit einem Quartett bestückte. Den Meister selbst sah man allerdings nicht im Sulky. Dabei waren die Erwartungen für die mit Höchstzulage bedachten Valokaja Hindö, Dorgos de Guez und Davidson du Pont, allesamt häufig auf sehr viel anspruchsvollerem Niveau unterwegs, recht bescheiden. Komplett beschlagen und mit „Probefahrern“ an Bord, sollten sie wohl nur mal eine schärfere Trainingseinheit unter Rennbedingungen verschrieben bekommen.

Anders lag die Sache bei Dreambreaker: Nur 25 Meter Aufschlag, rundum barfüßig und mit Alexandre Abrivard sollte der „Oberkracher“ die Arbeit mit dem nötigen Ernst angehen. Das sahen auch die „turfistes“ so, die den Wallach letztlich zur besten Kraft aus dem Entraînement Bazire und dritten des Wettmarkts kürten - und damit so falsch nicht lagen.

Dass er letzten Endes „nur“ Vierter wurde, lag an dem etwas verfummelten Match, das ihm sein Steuermann servierte. Als Schnellster aus Band zwei abgesprungen, fiel Dreambreaker bald der Part des äußeren Anführers zu, bevor er nach 700 Metern hinter Echo de Chanlecy, Cristal du Lupin, Duc du Lupin und Favorite Fligny als Fünfter einparken konnte und damit zu lange in der Falle saß. Kaum kam außen Beau de Grimoult anmarschiert, setzten sich Favorite Fligny und Belle Louise Mabon vor jenen.

Noch mehr Pep hatte der sich rechtsherum pudelwohl fühlende Bugsy Malone. Dem Gangster aus dem gleichnamigen Mafia-Film machte Franck Nivard mächtig Beine. Der Ready-Cash-Sohn überrannte das Feld, setzte sich für die Schlussrunde an die Spitze, rochierte durch die vorletzte Kurve kurz mit Favorite Fligny und war einen Kilometer weiter auf der Zielgeraden überlegene Ware. Nivard brauchte den für Allaires eigene Kasse laufenden Zehnjährigen nicht einmal ernsthaft anzufassen, um den Wallach souverän zum 33. Volltreffer nach Hause zu schaukeln und aus 1.030.930 Euro im schlanken Gang 1.057.930 zu machen.

Zwei Längen dahinter kam Echo de Chanlecy so prächtig auf Touren, dass er mit ähnlichem Abstand Favorite Fligny auf Platz drei verfrachtete. Für Dreambreaker, der erst Mitte der letzten Gegengeraden aus seiner misslichen Innenlage als Dritter in Spur zwei wechseln konnte und den Schlussbogen in dritter Spur durchmaß, ging’s nur noch um Schadensbegrenzung, denn die ersten Drei waren viel zu weit weg. Die bekam er prima hin, denn Platz vier sowie der entsprechende Scheck in Höhe von 4.800 Euro 2½ Längen vor einem Trio waren völlig ungefährdet.

Hatte Aubrion du Gers bei der letzten Auflage 2019 in der Rekordzeit von 1:12,8 brilliert, so genügten Bugsy, der diese Prüfung vor drei Jahren mit lediglich einer Zulage in 1:14,0 auf seine Kappe gebracht hatte, diesmal 1:13,5. „Das hat viel Spaß gemacht“, schwärmte Nivard, der ihn erst zum zweiten Mal in Händen hatte, „trotz der vielen harten Schlachten, die er bereits intus hat, ist Bugsy weiter voller Tatendrang und sehr flexibel einsetzbar. Einmal vorne, lässt er so leicht keinen vorbei.“

Grand Prix Angers Loire Métropole (Gruppe III int., Sechs- bis Zehnjährige)

3100m Bänderstart; 20m Zulage ab 280.00, 50m ab 612.000 Euro; 60.000 Euro

1.      Bugsy Malone                 3150   13,5     Franck Nivard                      29

         10j.br. Wallach von Ready Cash a.d. Night Captain von Goetmals Wood

         Be / Tr: Philippe Allaire; Zü: Christian Simon

2.      Echo de Chanlecy         3100   14,8     Tony Le Beller                     41

3.      Favorite Fligny                3100   15,0     Pierre-Yves Verva             110

4.      Dreambreaker                3125   14,6     Alexandre Abrivard             44

5.      Duc du Lupin                  3100   15,3     Denis Couvreux              1060

6.      Beau de Grimoult           3125   14,8     Franck Anne                      450

7.      Belle Louise Mabon      3125   14,8     Yves Dreux                         230

8.      Cristal du Lupin              3100   15,5     Antoine Wiels                    160

9.      Diamant de Tréabat      3125   14,9     Pascal Monthulé               770

10.    Colt des Essarts             3125   15,2     François Lagadeuc        1240

11.    Valokaja Hindö               3150   14,7     Jean-Philippe Monclin  1170

12.    Davidson du Pont          3150   14,8     Nicolas Bazire                   220

13.    Bleu Ciel                          3125   15,4     Sébastien Baude            1150

14.    Dorgos de Guez             3150   14,8     Romain Congard              360

         Delta Fac                         3100   dis.r.    Pierre Éric Collard            360

         Blues des Landiers        3150   dis.r.    Alexis Marie                     1710

Sieg: 29; Richter: leicht 2 - 1½ - 3½ - 2½ - Kopf - Kopf; 16 liefen

Wert: 27.000 - 15.000 - 8.400 - 4.800 - 3.000 - 1.200 - 600 Euro

Video: https://www.letrot.com/fr/replay-courses/2021-04-07/4901/1