++ Heute: Acht Rennen in Mönchengladbach ab 14:00 Uhr ++ ++ Heute: Björn Spangenberg mit Ready for Capri, Lola Vici und Edoardo Jet, Ronja Walter mit Störtebeker in Ålborg (Beginn 11:00 Uhr) ++ ++ Florenz: Siegreiches Debüt des dreijährigen Fulmine Degli Dei der Besitzergemeinschaft Stall Online/Stall Gesvea/Holzapfel Erben - Der Cantab-Hall-Sohn aus der italienischen Gramüller-Abteilung trabt mit Roberto Vecchione auf Anhieb 1:13,1/1600 Meter ++ ++ Odense: Christiansen-Schützlinge Larsson und Happy Love AV mit Birger Jörgensen siegreich in 1:11,3/1640 Meter bzw. Dritte in 1:16,5/2140 Meter ++ ++ Pfingstsonntag: Schwarzer-Steward-Finale, Deutsche Amateurmeisterschaft und Dreijährigen-Kriterien in Hamburg - 13 Prüfungen ab 13:30 Uhr ++ ++ Pfingstmontag: Auftakt zum Pfingstmeeting in Pfarrkirchen - Großer Preis vom Spielcasino Bad Füssing (21. Euro Cup) um 10.000 Euro - Zwölf Rennen ab 14:00 Uhr ++ ++ Pfingstdienstag: Bayerisches Zuchtrennen um 20.000 Euro - Michael Nimczyk, Marciano Hauber und Gerhard Mayr zu Gast - Elf Prüfungen ab 14:00 Uhr ++

Renntagsablauf

Der Ablauf eines Renntages

Wenn Sie das erste Mal eine Trabrennbahn betreten, werden Sie sich vielleicht wundern, wie viel schon vor den Rennen und auch dazwischen auf dem Renngeläuf zu sehen ist – hier geben wir Ihnen einen Überblick, was am Renntag passiert:

 

Vor den Rennen: Qualifikationen

Bevor die offiziellen Rennen beginnen, finden gewöhnlich Qualifikationsläufe statt. Jedes Trabrennpferd muss sich vor seinem ersten Start in einem Rennen qualifizieren, also eine Norm erfüllen. Diese liegt bei einer Kilometerdurchschnittszeit von 1:25,0 – das Pferd hat also beispielsweise 2 Minuten und 50 Sekunden Zeit, eine Strecke von 2000 Metern im Trab zu absolvieren. Hat das Pferd sechs Monate keine Rennen bestritten, muss es sich „wiederqualifizieren“. Diese Läufe finden unter den gleichen Bedingungen statt wie echte Rennen, können aber natürlich nicht bewettet werden. Die „Qualis“ haben für den Wetter aber oft eine Aussagekraft und werden daher genau beobachtet.

 

Zwischen den Rennen: Heats

Auch zwischen den Rennen befinden sich Pferde auf dem Renngeläuf – die Gespanne sind beim „Heat fahren“. So nennt man das Aufwärmen der Pferde, auch Aufcantern  genannt. Rund eineinhalb Stunden vor dem eigentlichen Rennen werden die Pferde auf dem Geläuf aufgewärmt und schon hier können sich die Besucher einen Eindruck vom Fitnesszustand und der Tagesform der Pferde machen. Meist absolvieren die Traber eine Gerade im schnellen Renntrab, dabei kann der Fahrer überprüfen, ob Beschlag und Anspannung des Pferdes passen. Um die Pferde auch im „Heat“ erkennen und einem bestimmten Rennen zuordnen zu können, hat jedes Rennen eine eigene Farbe – die Farbkombination der Startnummer am Geschirr des Pferdes macht somit jedes Pferd im Rennprogramm eindeutig erkennbar.

 

„Set Up“

Die Feinjustierung der Anspannung und des Beschlages im Trabrennsport erinnert an die Formel 1 – und so wie dort in Training und Qualifying am „Set Up“ des Autos gearbeitet wird, findet dies in Training, Qualifikation und Heat auch beim Traber statt. Je nach Geläuf erhalten die Pferde Schoner, Bandagen und Gamaschen um die Beine zu schützen. Hufglocken, auch Gummischuhe oder Boots genannt, schützen zum einen die Hufe und sorgen zum anderen für Balance. Auch Hufeisen gibt es in allen erdenklichen Formen und Materialien. Ein paar Gramm Gewicht oder der Winkel des Hufes können über Sieg oder Niederlage entscheiden – das richtige „Set Up“ ist eine kleine Wissenschaft für sich!

Die Anpassung der Ausrüstungsgegenstände findet manchmal erst kurz vor dem Rennen statt, nicht selten wird auch noch etwas am Beschlag des Pferdes geändert – der Schmied ist auf der Rennbahn ein gefragter Mann!

 

Vor jedem Rennen: Parade

Vor jedem Rennen fahren die Teilnehmer die Parade, sortiert nach den Startnummern der Pferde. Dabei werden die Starter dem Publikum vorgefahren. Bei großen Rennen findet eine Einzelparade statt, bei der jedes Pferd kurz vorgestellt wird. Nach der Parade haben die Teilnehmer noch rund fünf Minuten Zeit, sich für das Rennen aufzuwärmen und sich an der Startstelle einzufinden. Nach der Parade dürfen die Gespanne das Renngeläuf nur noch mit Genehmigung der Rennleitung verlassen.

 

Das Rennen: Start

Beim Autostart steht das Startauto rund 300 Meter vor der Startmarke. Beim Kommando „Eine Minute bis zum Start“ versammeln sich die Gespanne in einem Bereich von maximal 200 Metern hinter dem Startauto. Beim Kommando „Start frei“ setzt sich das Startauto langsam in Bewegung. Alle Teilnehmer müssen sich dann gemäß ihrer Startnummer einordnen. Bis zur Startmarke beschleunigt das Auto auf Renntempo, also etwa 50 Stundenkilometer. Das Rennen beginnt, wenn die Pferde die Startmarke passieren.

Beim sogenannten Bänderstart fahren die Pferde gewöhnlich über die Innenbahn zur Startstelle: Beim Kommando „Eine Minute bis zum Start“ versammeln sich die Gespanne im Bereich der Einfahrtstelle zum Innengeläuf. Beim Kommando „30 Sekunden bis zum Start“ versammeln sich die Gespanne in einem Bereich von ca. 30m der Einfahrtstelle zum Innengeläuf. Beim Kommando „Fertig machen“ fahren die Gespanne in das Innengeläuf ein und formieren sich - in einer Reihe - absteigend nach Bändergruppen. Die Gespanne fahren auf Anordnung des Starters vom Innengeläuf möglichst rechtwinklig - unter Ausnutzung der gesamten Breite des Renngeläufes - durch die Einfahrtstelle in das Renngeläuf ein. Das Kommando „Eindrehen“ (oder „An die Plätze“) wird gegeben, wenn das letzte Gespann das Renngeläuf erreicht hat. Beim Kommando „Eins“ fahren die Gespanne nebeneinander in Richtung Startband bzw. Lichtschranke oder gedachte Startlinie. Beim Kommando „Zwei“ werden die Startbänder - sofern vorhanden - gelöst und die Gespanne beschleunigen. Beim Kommando „Ab“ wird das Rennen aufgenommen.

 

Nach jedem Rennen: Siegerehrung

Nach jedem Rennen dreht das siegreiche Gespann um und kommt vor die Tribüne zur Siegerehrung. In alltäglichen Rennen erhält das Pferd eine Siegerschleife und der Fahrer einen Blumenstrauß – bei Rennen mit Sponsoren gibt es auch Ehrenpreise. Bei großen Rennen gibt es Pokale und Andenken für alle Beteiligten, also auch Besitzer, Trainer, Züchter und Pfleger des Pferdes. Das Pferd erhält dabei meist eine Siegerdecke und bei Zuchtrennen einen Lorbeerkranz.

Während der Siegerehrung befinden sich schon wieder die Teilnehmer nachfolgender Rennen auf dem Geläuf und fahren ihre Heats – somit wird es für das Publikum nie langweilig. Auf einer Trabrennbahn gibt es immer etwas zu sehen!