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Avena Jet auch bei Versuch zwei grandios

(mw) Romme & Wolvega, Freitag, 8. März 2019. Getrennt marschieren, vereint kassieren: Einige tausend Kilometer voneinander entfernt versuchten Thorsten Tietz und Michael Nimczyk am Freitagabend, ans Geld fremder Länder zu kommen.

Der Auftakt konnte besser nicht sein, denn der Berliner aus Recklinghausen begann im mittelschwedischen Romme, punktete in einem mit lediglich sechs Kandidaten bestückten Dreijährigen-Vergleich, bei dem sich die in Italien geborene Avena Jet weder von 20 Meter Zulage noch dichtem Schneetreiben aufhalten ließ. 700 Meter vorm Ziel übernahm Tietz mit der großrahmigen Maharajah-Tochter das Kommando und führte die Schwarzbraune, die nach ihrem siegreichen Debüt am 5. Oktober in den Krankenstand entschwunden war, beim Comeback mit Augenmaß zum zweiten Erfolg, der 1½ Längen voraus nach 1:17,4/2160m perfekt war. In die Kasse der Besitzergemeinschaft um Florian Marcussen wanderten 60.000 Kronen, die Sieg-Odds beliefen sich auf stolze 93:10.

Michael Nimczyk ließ sich nicht lumpen und schaffte mit Chance Classique zehn Minuten später in Wolvegas Championnat d’Hiver für Trotteurs Français einen nach vorn wie hinten „unberührbaren“ Ehrenplatz, für den er dem haushohen und entsprechend überlegenen Aparté, mit dem Rick Ebbinge vom Fleck weg den Takt vorgab, nur hinterher fahren musste. Für ihren zweiten Platz nahm die Prince-d’Espace-Tochter des Stalles Online 2.500 der ausgelobten 10.000 Euro mit.

Danach trennten sich die Wege der beiden zweibeinigen Protagonisten, weil Tietz den Franzosen Fandjo wegen eines Huf-Abszesses im Stall lassen musste. Auch im zweiten Rennen des Victoriapark gab es für den Stall Nimczyk Rang zwei nach fast identischem Muster. Candyman Hornline schmetterte mit Robbin Bot von der „7“ in Front, überließ 500 Meter weiter

dem 15:10-Favoriten-Gespann in Form von Inspector Bros und dessen „Nachgesetztem“ Robin Bakker die Aufarbeitung des Prix Ready Cash, den der ins deutsche Gestütbuch eingetragene Inspektor, der unterwegs von niemandem ernsthaft Druck bekam, sicher um eine Länge in 1:14,9/2140m vor dem „Bonbon-Verkäufer“ (15,0) löste. Drei Längen zurück wurde Deutschlands Goldhelm Dritter mit Fast and Furious (15,2), der die Schlussrunde in der Todesspur durchmaß, vor seiner Verfolgerin Jolie Coer (Jaap van Rijn; 15,5. Die Prämien: 3.000, 1.250, 750 und 400 Euro.

Es folgte der Tipp des Tages: Nach zwei souveränen Vincennes-Siegen trat der von Jean-Pierre Dubois gezüchtete City Guide (Foto: Archiv) nur deswegen nicht zum Geldwechsel-Kurs von 10:10 an, weil die PMU bekanntlich 10 Prozent Plus

garantiert. Die Boko Champions Challenge wurde zur Demonstartion der beiden Stallgefährten, denn Ruud Pools übernahm mit dem ebenfalls von Erwin Bot für die Gerrits Recycling Group vorbereiteten Vaduz Wise As ruckzuck das Zepter und trat es selbstverständlich ab, als Robin Bakker nach 600 Metern darum bat. Der Rest war Formsache: Fahne hoch, Ohren gespitzt beließ es City Guide beim vierten Sieg in Folge – beendet hatte er seien Dopingsperre am 14. Januar mit einem nicht minder lockeren Parademarsch hier in Wolvega – bei einer Länge Vorsprung gegenüber Vaduz Wise As, der sich vom ihn bedrängenden Hurricane leicht um sechs Längen freimachte. Die durchweg im Hintertreffen des schmalen Siebener-Feldes liegende Twinkle Face sprang ohne Chance auf eine Medaille gemeinsam mit Gibson Boko im Schlussbogen zur roten Karte. City Guide bekam für seinen achten Treffer 4.000 Euro angeschrieben, sein Runner-Up die Hälfte.

Keinen Geschmack fand in Romme Maine trotz des perfekten Runs als innere Dritte an der 2640-Meter-Distanz. Tietz musste sie bereits 800 Meter vorm Ziel ernstlich anfassen, was wenig nützte; noch an fünfter Stelle liegend, warf die Love-You-Stute in der letzten Kurve deutlich auf dem Rückzug das Handtuch im Galopp. Auch der mit Västerbo Morning im vierten Paar außen untergekommene Dennis Spangenberg wurde mit seinem Partner nicht froh geworden sein, der noch zeitiger zum Rückzug blies und als Letzter eintrudelte. Besser machte es Gerhard Sporrers stets direkt dahinter liegender U.R. Amazing, den Kaj