++ Heute: Stall Gesveas Gigolo la Marc mit Kim Eriksson über die Meile in Örebro (14:10 Uhr) ++ ++ Bergsåker: Romanze für Murat Eryut und Sina Isik mit Oskar Kylin Blom Zweite in 1:15,9/2140 Meter ++ ++ Samstag: PMU-Soiree in Wolvega - Willem H Geersen Prijs um 11.000 Euro mit Winnetou DIamant (Micha Brouwer) und City Guide (Michel Rothengatter) - Nächster Sieg des Gustav-Diamant-Sohnes Panta Rhei (Robin Bakker)? - Am Start auch Velten Bellagio (Simon Woudstra), Velten von Steven (Jouni Nummi) und Robustus Ferro (Danny Brouwer) - Beginn 19:15 Uhr ++ ++ Sonntag: Zehn Prüfungen bei GelsenTrab ab 13:10 Uhr ++ ++ Sonntag: Serafino (Thomas Pribil), River Flow (Christoph Schwarz) und Jamai Raja BR (Robert Pletschacher) bei den PMU-Rennen in Wien (Beginn 15:50 Uhr) ++ ++ Sonntag: Prix de l'Ile de France (200.000 Euro/2175 Meter/Gruppe-I-Monté) in Vincennes ohne Flamme du Goutier, aber mit allen Platzierten aus dem Cornulier (Startzeit 15:15 Uhr) ++
Nummer neun für Hokkaido
22. Januar 2023

Vincennes, Samstag, 21. Januar 2023. Nichts zu gewinnen gab es diesmal im unter Handicap-Bedingungen ausgetragenen Prix de Brest für ältere Semester, die maximal 1.199.999 Euro verdient haben durften, für Jean-Michel Bazire, der mit Cleangame, Dorgos de Guez, Abydos du Vivier und Bel Avis dieser Prüfung seinen Stempel aufgedrückt hatte.

Sonderlich überwältigend waren die Formen seines Firello nicht, der dann auch bei 97:10 nur zum erweiterten Favoritenkreis des vom Totalisator außerordentlich offen angepriesenen Matches zählte. Zumindest dieser Rolle wurde der zwölffache Sieger gerecht, der nach einem Kilometer mit einem kraftvollen Zwischenspurt glänzte, der ihn hinter Tempomacher Charly de l’Aunay und Eddy du Vivier an die dritte Innenposition bugsierte. Damit hatte der Goetmals-Wood-Sohn, einer von lediglich vier Hengsten im 16er-Pulk, sein Siegpulver allerdings auch schon verschossen, wie sich auf dem Rest des Weges zeigen sollte.

Weit mehr Mumm entwickelten der bergauf die äußere Truppe geleitende Falco d’Havaroche, dem Hokkaido Jiel und Héliade du Goutier dicht auf den Fersen waren. Unter Falco d’Havaroches Druck strich Charly de l’Aunay eingangs der Zielgeraden die Segel im Galopp, und sofort war der Rappe aus dem Quartier Jean-Michel Baudouins drei Längen voraus. Das sollte jedoch nicht reichen gegen einen Hokkaido Jiel, der die letzten mauen Vorstellungen - jeweils  beschlagen - barfuß glatt in den Schatten stellte und an Platz fünf im Critérium des 5 Ans anknüpfte, das er in identischer Aufmachung bestritten hatte.

„Wie einst im Mai“ packte der seit Sommer 2022 mit David Thomain liierte Brillantissime-Sprössling, dessen großes Manko der betuliche Beginn ist und dem die langen Strecken daher besser munden, seinen enormen Endspurt aus, kanzelte „Falco“ locker ab und war auch von Go On Boy nicht mehr zu erwischen, der aus seinem Mittelfeld-Versteck ebenfalls prächtig spurtete und auf eine Länge herankam.

Hinter Héliade du Goutier langte es für Firello zum letzten Quinté-Rang, womit bis auf den kurz vor der weiten Schlusskurve gesprungenen Goéland Haufor die Gemeinten in Frankreichs Königswette liefen. Erst dann kamen mit Cash du Rib, Eclat de Gloire und Ce Bello Romain, der nach Aussage seines Trainers und Besitzers Sylvain Dupont letztmals auf dem Plateau de Gravelle zu sehen war, Aspiranten des zweiten Bandes zum Zuge.

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Mit 1:13,4, in denen er seinen neunten Treffer „lifetime“ in den Kasten brachte, blieb Hokkaido Jiel erheblich über dem Rennrekord, den seit 2020 der damals trotz eines 50-Meter-Handicaps siegreiche Cleangame mit 1:11,2 hält. Weitere namhafte Cracks, die sich in die Siegerliste eingetragen haben und die Hokkaido Jiel als Vorbild dienen, sind Dorgos de Guez (2021), Your Highness (2016), Princess Grif (2015) und Général du Lupin (2003).

„Er hat ein sehr wechselhaftes Schicksal“, resümierte Trainer Jean-Luc Dersoir über sein Aushängeschild, „oft genug stand er mit den Besten des starken ‚H‘-Jahrgangs im Ring, und wenn die manchmal nicht am Platz waren und es etwas leichter aussah, ging‘s ihm körperlich etwas weniger gut oder hatte er kein Glück mit den Rennverläufen. Heute passte alles zusammen, David hat ihn perfekt vorgetragen. Ich genieße diesen Moment und werde in aller Ruhe nach passenden Aufgaben schauen.“

Prix de Brest (Gruppe III int., Sechs- bis Elfjähr.)

2850m Bänderstart; 25 Meter Zulage ab 405.000, 50 Meter ab 1.200.000 Euro (unbesetzt); 90.000 Euro

1.      Hokkaido Jiel             2850   13,4    David Thomain                       40

         6j.br. Hengst von Brillantissime a.d. Victory Jiel von Love You

         Be / Zü: Jean Luck; Tr: Jean-Luc Dersoir

2.      Go On Boy                  2850   13,4    Romain Derieux                   130

3.      Falco d’Havaroche    2850   13,5    Eric Raffin                                63

4.      Héliade du Goutier    2850   13,7    Gabriele Gelormini                69

5.      Firello                           2850   13,9    Jean-Michel Bazire                97

6.      Cash du Rib                2875   13,3    Jean-Loïc Claude Dersoir  360

7.      Eclat de Gloire           2875   13,4    Loris Garcia                           250

8.      Ce Bello Romain       2875   13,4    Anthony Barrier                    140

9.      Duel du Gers              2875   13,5    Matthieu Abrivard                 390

10.    Déesse Noire             2850   14,3    Pierre-Yves Verva                450

11.    Eddy du Vivier            2850   14,4    Cédric Terry                          660

12.    Victor Ferm                 2875   14,0    Franck Nivard                       710

13.    Chalimar de Guez     2875   14,6    Nicolas Bazire                    1120

         Fire Cracker                2875   dis.r.    Sébastien Ernault                820

         Charly de l’Aunay      2850   dis.r.    Junior Guelpa                       780

         Goéland d‘Haufor     2850   dis.r.    Charles Julien Bigeon           47

Sieg: 40; Richter: leicht 1 - 1 - 2 - 3 - 1 - 1 - ½ - 1 Länge; 16 liefen

Zw-Zeiten: 16,2/1350m - 14,0/1850m - 13,6/2350m

Wert: 40.500 - 22.500 - 12.600 - 7.200 - 4.500 - 1.800 - 700 Euro

Video: https://www.letrot.com/fr/replay-courses/2023-01-21/7500/4

Auch im Sprint die Nummer eins

Mehr Freude hatte „JMB“ am unmittelbar folgenden Prix de Pardieu um 120.000 Euro für die 2019 geborenen französischen Monté-Spezialisten, in dem der ihm für die Vincenner Großereignisse von Züchter, Besitzer und Trainer Sylvain Desmarres überstellte Jubilé Prior seinem „Nachnamen“ vollauf gerecht wurde und nach je einem zweiten (Prix de Vincennes) und ersten Platz (Prix Léon Tacquet) über jeweils 2.700 Meter bewies, dass er auch im 2.175-Meter-Sprint zu reüssieren weiß.

Besitzersohn Aurélien Desmarres, der ständige Partner des Fuchses, wenn’s ins präferierte Monté geht, ließ sich durch die bei 2,2-fachen Odds recht exponierte Favoritenstellung kein Stück locken und hielt an fünfter Stelle auf dem ersten Kilometer sein Pulver trocken, zumal sich die Rivalen selbst eliminierten. Im ersten, dem Joinviller Bogen erwischte es Jasmina Gédé und June, und am Gipfel dann doch Jamaïca Turbo, die beim ersten Versuch unterm Sattel bis dahin alle aus dem „Attelé“ sattsam bekannten Sperenzchen hatte sein lassen.

Benjamin Rochard brachte die so laufgewaltige wie wankelmütige Braune fliegend ab, riss ratzfatz das Kommando an sich und sorgte bis zum kapitalen Aussetzer einsam und allein vor Junon und J’Adore für die kernige Fahrt. Dann war von einem Schritt auf den anderen Schluss mit ihrer guten Trab-Laune. Wenig später machte sich Jubilé Prior auf den Weg nach vorn. An der letzten Ecke hatte er Junon gestellt, sie wenig später mit Haut und Haaren verspeist und strebte einem bombensicheren vierten Volltreffer entgegen, an dem die sich innen zum Ehrenplatz durchbeißende J’Adore und der über Platz vier nicht hinauskommende Jaguar du Goutier nichts zu ändern vermochten.

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Foto: letrot.com

Dritter Versuch unter Bazires Regie, zweiter Gruppe-II-Erfolg, 150.000 der insgesamt 287.590 Euro in dieser kurzen Spanne eingesackt - die Desmarres‘ haben im Herbst eine geld- wie goldrichtige Entscheidung getroffen. „Ein komplettes, sehr sympathisches Pfed, das ich fürs Meeting von der Familie Desmarres in Training bekommen habe. In Grosbois ist er richtig aufgeblüht und wirft sein Herz in jede Schlacht - mehr kann man nicht verlangen“, kommentierte der neue Ausbilder hocherfreut.

Aurélien Desmarres gestand, mehr Bammel vor der Strecke denn vor den Mitstreitern zu haben: „Die haben wir zuletzt jedes Mal sicher im Griff gehabt, aber über 2.175 Meter war‘s in Vincennes tatsächlich die Premiere. Da kommt’s darauf an, am Start hellwach zu sein. Den hat er prima hinbekommen, und der Rest war eher simpel. Er entwickelt sich mit jeder Aufgabe weiter.“

Prix de Pardieu - Monté - (Gruppe II nat., vierj. Hengste & Stuten)

2175 Meter Bänderstart o.Z., 120.000 Euro

1.      Jubilé Prior                    12,7     Aurélien Desmarres         22

         4j. Fuchshengst von Prince de Montfort a.d. Dotation Prior von Osiris de Corbery

         Be / Zü: Sylvain Desmarres; Tr: Jean-Michel Bazire

2.      J’Adore                           12,9     Alexis Collette                 260

3.      Junon                              12,9     Guillaume Martin            180

4.      Jaguar du Goutier        13,1     Damien Bonne                  51

5.      Jodanne Dieschoot      13,5     Anthony Barrier               310

6.      Judy Blue Eyes             14,7     Paul-Philippe Ploquin    600

7.      Joyful Diva                     15,3     Jonathan Carré               160

         Jamaïca Turbo              dis.r.    Benjamin Rochard            59

         June                                dis.r.    Mathieu Mottier                  77

         Jasmina Gédé              dis.r.    Victor Saussaye              280

Sieg: 22; Richter: leicht 2 - 1 - 2 - 5 - 13 Längen; 10 liefen

Zw-Zeiten: 10,6/675m - 11,1/1175m - 12,0/1675m

Wert: 54.000 - 30.000 - 16.800 - 9.600 - 6.000 - 2.400 - 1.200 Euro

Video: https://www.letrot.com/fr/replay-courses/2023-01-21/7500/5