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GoTrabGo: Kick Off-Meeting in Recklinghausen

Die Initiative GoTrabGo hatte zu einem Diskussionsabend und Vorbereitungstreffen auf die Jahreshauptversammlung eingeladen – heraus kam ein Kick Off-Meeting für die anstehende Analyse- und Konzeptionsphase der Projektarbeit.

Initiator Bernhard Rosengarten freute sich über die Resonanz. 30 angemeldete Teilnehmerinnen und Teilnehmer füllten den Besprechungsraum im Recklinghäuser Tagungshotel bis auf den letzten Platz. Der Marler Züchter ist gemeinsam mit Dirk Frahm und Maren Hoever aktiver Treiber der privaten Initiative.  Entstanden ist die Initiative aus den HVT-Regionalkonferenzen im Jahr 2015. Mehr zu GoTrabGo finden sie hier: GoTrabGo

Am Mittwoch, den 18. Januar 2017, trafen sich nun engagierte und interessierte Traberfreunde, um die weitere Entwicklung der Initiative abzustimmen. Dabei fand sich ein Kreis aus Züchtern, Besitzern, Amateurfahrern und Profitrainern zusammen. Auch die Interessengruppe der Wetter war vertreten. Und es blieb nicht auf den Traberwesten beschränkt, auch aus dem Norden reisten mehrere Teilnehmer an. Neben Mitinitiator Dirk Frahm unter anderem auch Günther Lühring und Immo Müller aus Hooksiel.

Um 18 Uhr begrüßte Bernhard Rosengarten die Anwesenden und erläuterte kurz die Anfänge und den Hintergrund von GoTrabGo. Auch auf erste Erfolge konnte verwiesen werden, wie die Gleichberechtigung der Stuten und die Züchterprämienerhöhung in Zirkelrennen sowie die Modifikation des Auktionsrennens. Der neue Marktplatz sowie der Deckhengstkatalog sind weitere realisierte GoTrabGo-Ideen. Bernhard Rosengarten brachte aber auch zum Ausdruck, dass die Initiative dringend weitere Unterstützung braucht.

Bei der folgenden Vorstellungsrunde bekamen die Teilnehmer einen Eindruck von der bunten Mischung, die sich hier zusammengefunden hatte – sie alle eint die Hoffnung und der Wunsch, den deutschen Trabrennsport in die Erfolgsspur zurückzuführen.

Der Abend war als Workshop konzipiert und entsprechend viel Aktivität verlangte Bernhard Rosengarten seiner Gruppe ab. Bei der Abfrage der persönlichen Sicht der Anwesenden auf die Situation des deutschen Trabrennsports mithilfe von Klebepunkten zeigte sich ein optimistisches Bild: Die deutliche Mehrheit bezeichnete sich als „noch hoffnungsvoll“, nur wenige sahen sich „auf dem Nullpunkt“. Ein „bin zufrieden“ gab es – der „Kleber“ dieses Punktes sagte dazu: „Es ist ein Wunder, dass es überhaupt noch Rennen gibt. Also bin ich zufrieden, denn eigentlich ist der deutsche Trabrennsport beim Blick auf die Zahlen schon tot.“

Dass das Stimmungsbild nicht repräsentativ war, war allen Teilnehmern bewusst. Schließlich fand sich hier eine Gruppe zusammen, die etwas bewegen will und nicht den aktuellen Zustand bejammern. Ein Teilnehmer brachte es auf den Punkt: „Ich höre immer, dass alles abwärts geht. Aber ich habe seit zehn Jahren Spaß in diesem Sport. Und Erfolg. Ich finde, der Trabrennsport ist absolut vermarktungsfähig!“

In den folgenden Stunden wurde intensiv diskutiert, die dringendsten Handlungsfelder identifiziert und erste Arbeitsgruppen gebildet:

  • Besitzergemeinschaft TrabCompany
  • Wetten
  • Produktverbesserung Trabrennsport
  • Demokratisierung HVT
  • Optimierung Trabrennordnung

Kontrovers ging es bei dem Thema „Erhöhung der Züchterprämie“ sowie der möglichen Finanzierung zu. Zu diesem wie auch anderen Themenfeldern besteht sicher noch Gesprächsbedarf. Der Tenor der Veranstaltung blieb aber und wurde mehrfach von verschiedenen Teilnehmern wiederholt: „Wir müssen wieder zusammenfinden, uns mehr austauschen und den Zusammenhalt fördern!“

Nächstes kurzfristiges Ziel von GoTrabGo sind die  Verabschiedung des Leitbildes und die Aufnahme der ethischen Grundsätze und Grundregeln in die HVT-Satzung, wie bereits berichtet. Hierzu bedarf es eines Antrags bei der HVT-Mitgliederversammlung im Mai 2017, für den Bernhard Rosengarten um Unterstützung warb. Die an diesem Abend in Recklinghausen angeschobenen Konzepte und Ideen werden nun weiter ausgearbeitet mit dem Ziel, notwendige Anträge für die HVT-Mitgliederversammlung zu stellen. Initiativen, die unabhängig von der HVT-Satzung sind, werden schon vorher erste Ergebnisse präsentieren können.

Nach viereinhalb Stunden endete der offizielle Teil der Veranstaltung – doch die wenigsten Teilnehmer zog es schnell nach Hause, es wurde weiter diskutiert, gefachsimpelt und neue Netzwerke geknüpft. Die Arbeitsgruppen legten die nächsten Schritte fest und für einige Teilnehmer, die ob der weiten Anreise im Tagungshotel übernachteten, dauerte der informelle zweite Teil der Veranstaltung so lang wie der erste!

Wenn auch Sie sich einbringen möchten, nehmen Sie Kontakt zu Bernhard Rosengarten auf: Kontakt GoTrabGo. An dieser Stelle wird weiterhin regelmäßig über die Fortschritte der Initiative berichtet.

 

(24.01.2017)