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Berlin: Charlotte Newport bezwingt Portland

Bis zum Ende der Mariendorfer Sonntagsveranstaltung mussten die Zuschauer warten, bevor der Stargast die Bühne betrat. Portland kehrte an den Ort zurück, an dem er im Derby-Finale 2017 so unglücklich scheiterte und im Endkampf alle Chancen versprang. In neuer Hand des diesjährigen Prix-d'Amérique-Siegfahrers Björn Goop gewann der Jauß-Hengst in der laufenden Saison drei von vier Engagements, zwei davon in Paris-Vincennes. Entsprechend klar war seine Favoritenstellung im 4. Lauf der Berliner Vierjährigen-Serie.

Den Bänderstart bekamen Portland und Björn Goop nicht besonders gut hin. Aus den 20 Metern Zulage wurden eher 40, die der mittlerweile 100.000 Euro schwere Ganymede-Sohn allerdings schnell wettmachte und schon nach halber Distanz an der Seite des führenden Kentucky Bo aufzog. Diese Aufholaktion war an Portland nicht spurlos vorübergegangen, hinzu kam die siebenwöchige Pause, die der Fuchs zu überbrücken hatte. Jedenfalls vermochte Portland im Einlauf, wo Kentucky Bo geschlagen war, die aus seinem Rücken mit Verve angreifende Charlotte Newport überraschend nicht zu kontern, sondern musste sich in die Niederlage ergeben.
Charlotte Newport hingegen zeigte sich nach zwei unbefriedigenden Auftritten in diesem Jahr erstmals wieder von ihrer besten Seite, mit der die Mommert-Stute in der Derbysaison u.a. Platz zwei im Arthur-Knauer-Finale belegt hatte. Für Michael Nimczyk, der im Sulky der von Thomas Holtermann trainierten Abano-As-Tochter Platz genommen hatte, fand der Renntag damit noch ein versöhnliches Ende, nachdem der Goldhelm zuvor mit Chapter One und Prince of Persia zwei Gemeinte in den Sand gesetzt hatte. Ersterer geriet im Trial 2 der Buddenbrock-Serie ausgangs des Rosenhof-Bogens beinahe ansatzlos von den Beinen und war nicht mehr auszuparieren. Damit war der Weg frei für Very Impressive S, der mit Cees Kamminga bereits im Adbell-

Toddington-Rennen als Zweiter zu Chapter One zu gefallen wusste. Nach dessen Ausfall war der SJ's-Caviar-Sohn konkurrenzlos und lief in 1:14,4/ 1900 Meter überlegen Hause.
Prince of Persia, der mit der zweiten Startreihe offenbar wenig anzufangen wusste, sprang dagegen im 2. Lauf des Super Cup Trot schon vor dem Erreichen der Startmarke. Damit sprach alles für Seriensieger Rainbow Diamant, der jedoch einiges tun musste, um nach rund 800 Metern Tyrolean Dream aus dem Kommando zu verdrängen. Und prompt fehlte dem Wewering-Schützling im Finish die gewohnte Durchschlagskraft. Dass jedoch ausgerechnet der 530:10-Außenseiter Khalid, der heuer bislang nur kleine Brötchen buk, am Ende Rainbow Diamant in die Knie zwingen würde, damit war nun wirklich nicht zu rechnen. Thorsten Tietz, nach längerer Zeit

erstmals wieder Catchdriver des von Gerhard Steinhaus vorbereiteten Wallachs, versteckte Khalid bis ausgangs des letzten Bogens am Ende des Feldes, von wo aus er dem Lets-Go-Sohn erstaunliche Reserven entlockte. Rainbow Diamant qualifizierte sich als Zweiter ebenfalls für das Super-Cup-Trot-Finale am Derbysonntag, das Apache Jeloca und der viel zu spät freikommende Tyrolean Dream (noch) verpassten.
Weit weniger überraschend war der Triumph von Thorsten Tietz im 6. und zugleich letzten Lauf

der UllrichEquine International 4- und 5-Jährigen-Serie. Wie zuvor Whirlwind BR und Desert King punktete Stall Granits Gri Maximus zum zweiten Mal innerhalb der Serie. Nach langer Führung schien der Ken-Warkentin-Sohn von Lille Alfred bereits überlaufen, kam auf den letzten Metern aber mit viel Kampfgeist zuruck und drehte die schon verloren geglaubte Partie.

 

(01.07.2018 Fotos: traberpixx.de)