++ Donnerstag: Goop, Orkan von Haithabu und Cassiel Font in Åby - Brady im Nachwuchsfahren mit Tyler Mifsud - Beginn 18:20 Uhr ++ ++ Freitag: Robbin Bot (mit Everest Vedaquais im Willem H. Geersen Memoriaal, Heavy Enemy, Colonel, Konan Greenwood und in der Quali Icebear Newport) , Jochen Holzschuh (Grietje, Fifi du Gassel) und Maximilian Schulz (Filou de Bez) beim PMU-Abend in Wolvega (ab 17:20 Uhr) ++ ++ Samstag: Sybille Tinters Neuzugang Halva von Haithabu mit Claes Sjöström in der Gulddivision von Fjärestad von Startplatz 3 (17:05 Uhr) ++ ++ Sonntag: Saisonauftakt in Dinslaken mit zahlreichen Gästen aus dem Norden und Bayern - 1. Lauf der Rheinfels-Serie um 3.500 Euro - Beginn 13:45 Uhr - Zehn Rennen auf der Derbybahn - Rudi Haller und Jos Verbeeck zu Gast - Beginn 14:00 Uhr ++ ++ Sonntag: Andreas Geineder mit Olivia Venus, Cocktail CG und Escada, Peter Platzer mit Samir bei den PMU-Rennen in Wien (ab 15:20 Uhr) ++ ++ Sonntag: Prix de Cornulier (700.000 Euro/2700 Meter) mit Vorjahressiegerin Bahia Quesnot (Matthieu Abrivard) ++ ++ Montag: PMU-Lunch in Straubing mit acht Prüfungen ab 11.35 Uhr ++
Zum Abschied ein höchst vernehmliches „Servus“
28. November 2021

Solvalla, Samstag, 27. November 2021. Am V75-Finaltag sagte wie tags zuvor Hans-Owe Sundberg bei seinem letzten Auftritt als verantwortlicher Trainer eine Stute nicht leise, sondern laut und vernehmlich auf die schönste Art und Weise Servus: mit ihrem 20. Volltreffer zog die siebenjährige Mellby Free als neunte schwedische Stute in den Club der zehnfachen Kronen-Millionäre ein, wie aussagekräftig solche Statistiken auch sein mögen; die in den 1950er Jahren europaweit aktive Frances Bulwark steht beispielsweise nicht in dieser Liste.

Sie wird mit diesem krönenden Abschluss demnächst von Schwedens neuem Hoffnungsträger Calgary Games gedeckt. „Sie hat uns unendlich viel gegeben. Ich hoffe, dass sie viele schöne und erfolgreiche Fohlen bringt“, gab ihr Björn Goop, der sie zeitlebens unter seinen Fittichen hatte und bis auf eine Ausnahme in all ihren 42 Rennen gefahren hat, mit auf den Weg in die Mutterschaft. „Es war seit langem ausgemachte Sache, dass dies ihr letzter Auftritt sein würde. Unser großes Ziel war es, über zehn Millionen zu kommen. Dafür musste sie heute gewinnen.“

Genau das tat die Muscle-Hill-Tochter dank ihres bekannten Turbo-Antritts, mit dem sie von der „5“ wie der Blitz an Miracle Tile (2) und Digital Class (1) vorbei in Front schmetterte und dort bald Besuch von Hevin Boko bekam, der Kali Smart, Dixie Brick und Racing Brodda auf dem Fuße folgten. 400 Meter vorm Ziel beorderte Adrian Kolgjini seine kleine Fuchsstute mit den weißbestrumpften Hinterbeinen in Spur drei, doch hatte die Aufsteigerin des Jahres diesmal keinen Zugriff auf bessere Prämien und musste sich mit Rang sechs bescheiden.

Weil Hevin Boko noch früher am Limit war, stand die Tür für Miracle Tile sperrangelweit offen; wirklich zu packen bekam die Norwegerin die von Goop nur mäßig unterstützte Mellby Free jedoch keinen Moment. Eine Länge voraus war das letzte große Ziel im Kasten: Mit 10.097.330 SEK wird sie, die vierjährig als Siegerin des StoChampionatet und der Breeders‘ Crown sowie Zweite in Derby-Stoet und UET-Derby allein 6,1 Millionen gescheffelt und später so manchen Gang gegen die „Kerle“ nicht gescheut hat, in die Zucht entlassen.

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„Sie war großartig. Ich hatte schon befürchtet, die rasante Anfangsphase könne etwas zu anspruchsvoll gewesen sein, aber sie lief über den gesamten Weg wie aus einem Guss und war bestens drauf. Wenn sie so gut in Schwung ist, wünschte ich mir, sie noch ein Weilchen im Rennstall zu behalten“, sah Goop das Ergebnis mit einem lachenden und weinenden Auge, „aber entschieden ist entschieden.“

24. Baroness Karsks Lopp - Sto-Eliten - (int., Stuten)
2140m Autostart, 636.000 SEK
1.    Mellby Free    11,7    Björn Goop    23
    7j.dklbr. Stute von Muscle Hill a.d. Mellby Ticket von Windsong’s Legacy
    Be / Zü: Mellby Gård AB; Tr: Björn Goop
2.    Miracle Tile    11,8    Örjan Kihlström    108
3.    Racing Brodda    11,9    Rikard Skoglund    282
4.    Digital Class    12,0    Ulf Ohlsson    310
5.    Dear Friend    12,0    Johan Untersteiner    162
6.    Kali Smart    12,1    Adrian Kolgjini    35
7.    Dixie Brick    12,3    Jorma Kontio    408
8.    Hevin Boko    12,3    Mika Forss    56
9.    Barbro Kronos    14,6g    Erik Adielsson    199
Sieg: 23; Richter: sicher 1 - 1 - k.Kopf - 1 - 1 - 2 Längen; 9 liefen
Zw-Zeiten: 11,8/500m - 11,7/1000m - 12,0/1000m - 10,8/letzte 500m
Wert: 300.000 - 150.000 - 80.000 - 45.000 - 27.000 - 18.000 - 10.000 - 6.000 SEK

„Bruder William“ mit dem nächsten Fischzug

Im Konung Carl XVI Gustafs Silverhäst setzte Brother Bill seinen Marsch an die Spitze der schwedischen Elitetraber mit dem dritten Treffer en suite fort und löst heuer das ein, was er als Kriterium-Zweiter und Breeders‘-Crown-Sieger 2019 versprochen hatte.

Dabei hatte der mit einem prächtigen Ehrenplatz aus Vincennes zurückgekommene Milliondollarrhyme alle Vorteile auf seiner Seite und keine Probleme, an der nicht von allen geliebten „1“ die Pole Position vor Floris Baldwin (2), Global Adventure sowie dem am Start sofort nach hinten innen beorderten Lucifer Lane (8) zu behaupten. War zunächst Click Bait sein äußerer Begleiter, so wurde der vom auf der ersten Überseite wie ein Pfeil vorschießenden Milligan’s School abgelöst.

Hinter Melanders Doppelspitze warteten Brother Bill, Diamanten, Gareth Boko und Esprit Sisu auf ihre Chancen. 600 Meter vorm Pfosten wurde Brother Bill als erster in Spur drei bugsiert; sofort hängten sich Diamanten und Gareth Boko an. Der Umweg machte dem großgewachsenen From-Above-Sohn nicht das Mindeste aus. Jorma Kontio brauchte den fünfjährigen Hünen nur bei Laune zu halten, der locker um 1½ Längen am Tempomacher vorbeistiefelte und mit seinem zehnten Volltreffer auf 6.001.000 SEK kletterte.

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Wie immer aus geschonter Lage gut dazu lief Floris Baldwin, der sich die viel reicheren Gareth Boko und Global Adventure knapp vom Leib hielt. Erledigt haben dürften sich nach einer mauen Vorstellung die vagen Vincennes-Pläne für Milligan’s School; vorwerfen kann man dies dem US-Boy nicht, der „drüben“ zwei- und dreijährig seine Haut auf höchstem Niveau sehr teuer verkauft und auch in Europa immer wieder für Ahs und Ohs gesorgt, aber auch schon 120 Auftritte auf dem Buckel hat.

Konung Carl XVI Gustafs Silverhäst - Gulddivisionen / Finale - (Gruppe II int.)
2140m Autostart, 636.000 SEK
1.    Brother Bill    12,0    Jorma Kontio    34
    5j.br. Wallach von From Above a.d. Clear as a Bell von Super Arnie
    Be: Stallskriket Gävle - Easy; Zü: Menhammar Stuteri; Tr: Timo Nurmos
2.    Milliondollarrhyme    12,1    Ulf Ohlsson    44
3.    Floris Baldwin    12,2    Kristian Malmin    548
4.    Gareth Boko    12,3    Magnus Djuse    61
5.    Global Adventure    12,3    Erik Adielsson    230
6.    Lucifer Lane    12,4    Johan Nilsson    373
7.    Milligan’s School    12,5    Örjan Kihlström    105
8.    Click Bait    12,9    Per Lennartsson    640
9.    Diamanten    13,0    Björn Goop    73
    Esprit Sisu    dis.r.    Daniel Wäjersten    59
Sieg: 34; Richter: leicht 1½ - 1 - Kopf - Hals - 1½ - ½ Länge; 10 liefen
Zw-Zeiten: 11,1/500m - 13,4/1000m - 12,9/1500m - 10,1/letzte 500m
Wert: 300.000 - 150.000 - 80.000 - 45.000 - 27.000 - 18.000 - 10.000 - 6.000 SEK

Beim letzten Silverdivisionen-Auftritt unterstrich Admiral As, dass er in dieser Saison all das nachholt, was er im Vorjahr aufgrund zahlreicher Galoppaden versäumt hat. Vom idealen Startplatz „3“  „gelang“ es Örjan Kihlström, in dritter Spur hängen zu bleiben, während Flemming Jensen mit Emoji (4) sofort aufs Ganze ging und sich ratzfatz die Spitze krallte. Angst vor großen Tieren kannte „Flying Flemming“ nicht, als der Admiral nach 700 anspruchsvollen Metern an seiner Flanke auftauchte.

Dieses Duo macht weit vor dem Rest die 250.000 Kronen um den Sieg unter sich aus, wobei der „Iceman“, der in seinem Wohnzimmer jeden Zentimeter kennt, Reijo Liljendahls Aushängeschild um einen „Hals“ eher an die Linie zwang. Mit 18 Siegen aus 29 Starts (bzw. Nummer acht aus elf Versuchen 2021) wird der Ready-Cash-Sprössling fortan mit 2.121.500 Kronen in Gulddivisionen-Gewässern schippern.

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Weil’s so gut geklappt hatte, legte Kihlström in der abschließenden Klass I in ähnlich knapper Manier ein zweites Hölzchen an und schloss erneut als „Mann des Tages“ sein Fahrtenbuch: Trotz der „1“ kam er mit Bugatti Miles nur im Mittelfeld unter und sackte nach Maßarbeit, diesmal für Daniel Redén, die sich um den Sieg beharkenden Gaylord Am und G.K. Justus um eine halbe Länge ein.

Noch eine weitere Stute verließ die Rennpisten Europas durch die große Tür: Im Finale der Diamant-Stoet bewies Unique Juni ein vermutlich letztes Mal ihre ganze Klasse und Härte. Mit 40 Meter Zulage ins Rennen gegangen, legte die häufig in Frankreich auf Achse gewesene Achtjährige einen 400 Meter langen Endspurt durch Spur vier hin und griff mit Mats Djuse für den 14. Sieg noch mal 220.000 Kronen ab; damit stehen 5.991.334 Kronen auf dem Konto der Uptown-Yankee-Tochter.

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Dank eines 18-Millionen-Kronen-Jackpots kletterte der V75-Umsatz auf 111.598.763 SEK. Wie bei der vorherigen Ausspielung wurde der kleinste Rang nicht bedient, so dass erneut ein Jackpot auf die Wetter wartet, der diesmal 29 Millionen Kronen beträgt.

V75-1 (Elit-Sto):    Mellby Free / Björn Goop    23
V75-2 (Klass II):    Prosecco / Adrian Kolgjini    23
V75-3 (Guld):    Brother Bill / Jorma Kontio    34
V75-4 (Diam-Sto):    Unique Juni / Mats Djuse    101
V75-5 (Silver):    Admiral As / Örjan Kihlström    14
V75-6 (Brons):    Hands Down / Morten Almeland Pedersen    151
V75-7 (Klass I):    Bugatti Miles / Örjan Kihlström    41

Umsatz V75: 111.598.763 SEK

1. Rang: 2.939 Systeme à 16.108 SEK
2. Rang: 91 SEK
3. Rang: Jackpot 29.015.678 SEK

Umsatz Top-7 (Silver): 1.878.342 SEK