++ Solvalla: Stall Habos Kate Baldwin (erstmals mit Örjan Kihlström) im Breeders Course Bonuslopp (257.000 SEK) hinter den Favoriten Dritte in 1:14,2/2140 Meter ++ ++ Roland Hülskath, der am Sonntag in Mönchengladbach während des 9. Rennens eine Herzattacke erlitt und aus dem Sulky stürzte, wurde erfolgreich operiert und ist stabilisiert ++ ++ Nach Verlängerung der Starterangabe finden am Samstag in Mönchengladbach neun Rennen (ab 15:00 Uhr) statt, darunter vier Prüfungen der abgebrochenen Veranstaltung am Sonntag ++ ++ Mittwoch: Vier PMU-Rennen plus zwei Rahmenprüfungen ab 11:40 Uhr in Straubing mit Gästen aus Berlin und Österreich ++ ++ Für die Besitzergemeinschaft Johann Holzapfel/Stall Gesvea gewinnt der Odessa-Santana-Sohn Heck M Eck mit Josef Sparber den Großen Badener Zucht-Preis der Dreijährigen (15.000 Euro) in 1:16,9/2100 Meter - Stallgefährte Jack is Back (Christoph Schwarz) kommt nicht störungsfrei um den Kurs und springt - Vorjahressieger Catch me if you can (v. Alv Peacepipe) sichert sich mit Franz Konlechner in 1:16,8/2100 Meter das Traber St. Leger (10.000 Euro), in dem Avatar Venus (Alexander Kelm) und Dellaria Venus (Christoph Schwarz) keine Rolle spielen - Weiterer Treffer für das Gramüller/Sparber-Quartier durch die dreijährige Olympia Hazelaar ++ ++ Samstag: Pocahontas Diamant für M.S. Diamanten/van Dijk mit Federico Esposito im Gran Premio Citta di Montecatini gegen Zacon Gio, Arazi Boko & Co. ++ ++ Sonntag: Buddenbrock-Rennen als Adbell-Toddington-Revanche mit Keytothehill (Heinz Wewering), Wild West Diamant (Robin Bakker) und Jonny Hill (Michael Nimczyk) - Stutenlauf mit Namanga Bo in der Hand von Pietro Gubellini - Weitere Läufe zur Gold-, Silber- und Newcomer-Serie ++
Spätberufener Goldie
09. November 2019

Den größten Anteil schnappte sich keiner der in diesem Metier erprobten Recken, von denen der einzige Ausländer Traders erstmals wieder seit den Ehrenplätzen in den Prix du Calvados und de Cornulier (6. und 20. Januar) gesattelt wurde. Yoann Lebourgeois verpasste dem Italiener in Diensten Philippe Allaires einen streng defensiven Lauf. Traders blieb bis zum Ende gut dabei, ohne je in die engere Entscheidung eingreifen zu können.

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Vertige de Chenu auf dem Weg zum überlegenen Sieg (Foto: letrot.com)

Das wiederum tat Vertige de Chenu umso spektakulärer. Für den erst seit einem halben Jahr intensiver im Reiten eingesetzten Lynx-de-Bellouet-Nachkömmling könnte sich auf seine alten Tage die Fristverlängerung als kleine Goldgrube entpuppen. Bekanntlich dürfen die jetzt Zehnjährigen bis zum 31. März starten, und bis dahin stehen ihm selbst als Wallach ab dem 1. Januar einige lukrative Aufgaben ins Haus. Seinem Trainer und Besitzer Jean-Michel Baudouin war die diebische Freude im Gesicht abzulesen, dass und vor allem wie sein Crack die beiden sehr viel höheren eingeschätzten Clegs des Champs und Boss de Meleuc ganz locker links liegen ließ - und das beim 141. Start, der ihm den 21. Sieg, einen Kontostand von 619.930 Euro sowie einen Allzeit-Rekord von 1:11,3 bescherte: „Außergewöhnlich und super toll, wie er sich nach so vielen Schlachten noch immer einsetzt, und das über eine Distanz, die zweifellos nicht zu seinen liebsten zählt. Er hat bewiesen, dass der Monté-Sieg im Prix Georges Drux am 22. September keineswegs Zufall war.“ Eric Raffin pflichtete dem Übungsleiter bei: „Er war heute richtig spitz, und als ich 500 Meter vorm Pfosten noch Tonnen in der Hand hatte, wusste ich, wir würden am Ende ganz vorn landen.“

Bereits am Start, den der mit drei brandaktuellen Vincenner Monté-Siegen erstmals auf Gruppe-Niveau antretende Emir de Rebomard äußerst rumpelig begann und ruckzuck 20 Meter Rückstand aufs Feld hatte, zeigte Vertige de Chenu der Konkurrenz die Krallen. Schneller als er kam lediglich Boss de Meleuc in die Hufe, der auf seiner Lieblingsstrecke mit 19:10 das größte Zutrauen der Wetter fand. Der Boss flog ins Kommando, führte im ersten Bogen mit fünf, sechs Längen vor Vertige de Chenu und Traders, während sich außen bald Clegs des Champs mit Dragon du Fresne, Carla du Châtelet und Volcan de Bellande als Anhängsel produzierte. Am Gipfel war der Tempomacher gestellt, kurz vor Einbiegen in die Zielgerade zog Clegs des Champs vorbei, doch einen gehörigen Tick besser konnte es der zwischen beiden Rivalen durchschießende Vertige de Chenu. Im Handumdrehen war der Opa auf der sicheren Seite, während sich drei Längen dahinter ein zäher Kampf um Platz zwei entspann, den Clegs des Champs hauchdünn für sich entschied. Gut dran blieb Carla du Châtelet, während Traders als Fünfter weitere drei Längen später im Ziel war.

Prix Reynolds - Monté - (Gruppe II int., Fünf- bis Zehnj.)

2175m Autostart, 100.000 Euro

1.      Vertige de Chenu           11,3    Eric Raffin                          119                        

         10j.br. Wallach von Lynx de Bellouet a.d. Neige de Chenu von Blue Eyes America

         Be / Tr: Jean-Michel Baudouin; Zü: Franck Pellerot

2.      Clegs des Champs     

3.      Boss du Meleuc          

4.      Carla du Châtelet      

5.      Traders                         

6.      Volcan de Bellande  

7.      Emir de Rebomard    

8.      Dragon du Fresne      

9.      Dynasty Pierji           

         Vivier de l‘Oison          

11,5     David Thomain                   

11,5     Alexandre Abrivard            

11,7     Adrien Lamy                      

12,0     Yoann Lebourgeois            

12,7     Noëmie Hardy                

13,1g   Julien Raffestin                 

14,0     Léo Abrivard                      

14,0     Damien Bonne                 

dis.r     Paul Philippe Ploquin

49

19

100

59

1200

200

710

830

260

Sieg: 119; Richter: leicht 3 - Kopf - 1½ - 3½ Längen; 10 liefen

Zw-Zeiten: 09,3/675m - 11,1/1175m - 11,7/1675m

Wert: 45.000 - 25.000 - 14.000 - 8.000 - 5.000 - 2.000 - 1.000 Euro

 

Drei weitere Prüfungen und somit die Hälfte der acht Rennen gingen auf Raffins Kappe, der bei einem Spielstand von 244 Siegen zu jenen 170 des Yoann Lebourgeois auf dem Weg zu seinem ersten Fahrer-Championat nicht mehr aufzuhalten ist und im Etrier d’Or der Jockeys hinter Alexandre Abrivard (64 Siege) zudem Zweiter ist (44). Zum Auftakt wischte der neue Meister mit Fashion Queen den alten (JMB), der Fairplay d’Urzy zur Hand hatte, locker mit drei Längen vom Favoritentisch. Den zweiten Fahrpunkt buchte er mit Eliot d’Ambri und schmeckte seinen Sahne-Tag mit einem weiteren Monté-Treffer dank Folie du Choquel ab.