++ Herzliche Glückwünsche gehen heute ins brandenburgische Münchehofe, wo Annett Linnecke runden Geburtstag feiert ++ ++ Padua: Zweiter Italien-Erfolg für Christoph Hofmanns Nacea mit Leonardo Raffa in 1:14,9/2040 Meter - Zuvor belegt Karin Walter-Mommerts Florida Spav mit Paolo Scamardella in 1:15,8/1640 Meter den Ehrenplatz ++ ++ Skive: Björn Spangenberg mit den Stolle-Schützlingen It's Me dis.rot, Lola Vici Siebter in 1:16,7/2550 Meter, Karel G Greenwood siegreich in 1:14,6/2020 Meter Bänderstart ++ ++ Samstag: PMU-Matinée in Wolvega - TCT-Satellitenrennen für Vierjährige mit Zoom Diamant (Robin Bakker) für Stall M.S. Diamanten/Stall Holzapfel und Stall Habos Quick Bo (Michael Nimczyk) gegen Novato (Jeffrey Mieras) - Der Goldhelm auch mit Christian Holters Gigolo - Nadine Adams Val de Loire mit Micha Brouwer - Rosemarie Haus' Huggy Moko mit Robin Bakker, Stall Habos Kira Bo Face mit Thomas Reber - Beginn 10:45 Uhr ++ ++ Sonntag: 3. Lauf zur Gold-Serie in Berlin - Zwölf Pferde über die Meile um 20.000 Euro - 4. Lauf zur Newcomer-Serie - Beginn 13:00 Uhr ++ ++ Dienstag: Zwölf Rennen inkl. vier PMU in Gelsenkirchen ab 11:35 Uhr ++ ++ Dienstag: Die Pfarrkirchener Siegerinnen Ultrablue und Noosa Heads Boko mit Ferdinando Pisacane in Triest - Beginn 15:20 Uhr ++ ++ Donnerstag (Fronleichnam): Top-Renntag in München - Großer Preis von Bayern (15.000 Euro), TCT-Gold-Cup der Hengste/Wallache und Stuten um je 14.000 Euro - Dion Tesselaar, Jos Verbeeck, Roberto Vecchione und MIcha Brouwer zu Gast - Zwölf Rennen ab 14:00 Uhr ++
Harter Ritt zum Paralympia-Ticket
07. April 2024

Åby, Samstag, 6. April 2024. Viel Mut bewiesen die Wetter, die Önas Prince beim zweiten Auftritt nach acht Monaten Pause wegen eines operativ entfernten Knochenstücks in der an Åbys oftmaligen Champion Algot Scott erinnernden Gulddivisionen, zugleich erste Qualifikation zum Paralympiatravet, mit 1,4-fachen Sieg-Odds zum Tipp des V75-Tages kürten.

An der Klasse des elffachen Millionärs, dessen erklärtes frühes Saisonziel die dritte Teilnahme am Elitloppet ist, bestanden keinerlei Zweifel gegen eine nur aus sieben Teilnehmern bestehende, sportlich überschaubare Konkurrenz, aus der sich Mr Mah Can nach 200 Metern im Galopp ausklinkte. Eher an der Mittelstrecke sowie an Startplatz „8“, der denn auch fast zum Genickbrecher für den mit einem Turbo-Antrieb ausgestatteten Siebenjährigen sowie seine riesige Anhängerschar wurde.

Während sich Beartime (6) rasch in die innere Spur verzog, dachte Robert Bergh mit Kagan (1) nicht eine Millisekunde daran, klein beizugeben. Trotz erster 500 Meter von 1:06,7 gelang es Per Nordström nicht, sein Juwel vorbei zu wuchten. Der schöne Matchplan erwies sich als Makulatur, der Prinz musste nach 600 Metern den Todessitz akzeptieren und bot bei sofort deutlich abflauendem Tempo Vorjahrssieger Rackham, Digital Dominance und Ferrari Sisu Windschutz.

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Die innere rote Laterne bekam Crack Atout angehängt. Als Conrad Lugauer eingangs der Schlusskurve die dritte Spur eröffnete, kam wieder Schwung in den bis dahin verhaltenen Laden. Der anfangs so aufmüpfige Kagan war rasch von Önas Prince  gestellt, der gegen den sich über den Open Stretch versuchenden Beartime und den ganz außen nicht locker lassenden Ferrari Sisu gehörig unter Druck geriet.

Es spricht für den stichelhaarigen Dunkelbraunen, dass er sich trotz des schwierigen Parts zum 29. Sieg aus 48 Versuchen einen „Kopf“ vor Beartime und einen weiteren „Hals“ gegen Lugauers Ferrari durchbiss und nun bei 11.416.332 SEK angelangt ist.

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Paralympiatravet-Ticket für Önas Prince (Foto: jagersro.se)

„Er kann besser beginnen, aber heute trat er in der Beschleunigungsphase zweimal an den Sulky, so dass ich etwas vorsichtiger sein musste. Das hat uns die Todeslage beschert, in der es immer schwierig ist. Aber auch aus der hat er gezeigt, was er drauf hat, wie zum Beispiel vor drei Jahren im SprinterMästaren. Wenn eines meiner Pferde aus dieser Lage gewinnen kann, dann ist’s Önas Prince."

"Er fühlte sich fantastisch an, war weich, entspannt, gut zu kontrollieren - für meinen Geschmack besser als zur gleichen Zeit im Vorjahr. Nun haben wir einen Monat Zeit, ihn in aller Ruhe auf den Paralympiatravet vorzubereiten. Nach diesem harten Run soll er sich erst mal eine Woche erholen. Genau so hab ich mir das vorgestellt“, bekannte der in Jägersro lizensierte Nordström.

Zufrieden war auch Carl Johan Jepson: „Kagan hat für uns die Drecksarbeit gemacht und Önas Prince außen gehalten. Schade, dass er nicht ein wenig länger durchgehalten hat. Dann hätte Beartime wohl die Nase vorn gehabt, denn es war ziemlich knapp.“

Algot Scotts Minne -Gulddivisionen - (int., 1. Vorlauf zum Paralympiatravet)

2140m Autostart, 329.000 SEK

1.    Önas Prince              11,8    Per Nordström               14

       7j. stichelhaar. dklbr. Hengst von Chocolatier a.d. Sobra von Pine Chip

       Be: Per Nordström AB, Hansson & Nilsson; Zü: Tomas Jonsson; Tr: Per Nordström

       Pflegerin: Emma Nordström

2.    Beartime                   11,8    Carl Johan Jepson         92

3.    Ferrari Sisu               11,9    Conrad Lugauer           155

4.    Crack Atout               12,0    Björn Goop                  542

5.    Kagan                      12,0    Robert Bergh                 45

6.    Rackham                  12,1    Christoffer Eriksson       182

7.    Digital Dominance      12,1    Ken Ecce                    645

       Mr Mah Can              dis.r.   Stefan Persson            689

Sieg: 14; Richter: Kampf Kopf - Hals - 1¼ - Kopf - 1 - Hals; 8 liefen

Zw-Zeiten: 06,7/500m - 11,9/1000m - 12,6/1500m - 09,4/letzte 500m

Wert: 150.000 - 75.000 - 40.000 - 25.000 - 15.000 - 11.500 - 7.500 - 5.000 SEK

Weitere Qualifikationsläufe für den in Åby am 4. Mai zum 44. Mal entschiedenen Paralympiatravet um 2.845.000 SEK, davon 1.500.000 SEK dem Sieger: Bergsåker 13. April, Jägersro 20. April, Örebro 27. April; es qualifizieren sich nur die jeweiligen Sieger; automatisch startberechtigt ist Titelverteidiger San Moteur.

In der 2.640 Meter langen  Bronsdivisionen scheiterte Karin Walter-Mommerts Beachcomber an einem weiteren spektakulären Speedsieg an Startplatz „8“, dem innersten der zweiten Reihe beim Bänderstart, bzw. seinem schlappen Vordermann All in Face. Der konnte nicht mehr folgen, als Carl Johan Jepson im Schlussbogen seinem Favoriten Bold Request freien Lauf ließ.

Im Nu hatte der Bold-Eagle-Sohn drei Längen Vorsprung, die ein über den Open Stretch erneut voll und ganz überzeugender Beachcomber nicht mehr ganz wettmachen konnte und mit dem 55.000 SEK wertvollen Ehrenplatz abgespeist wurde.

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Beachcomber kommt im Open Stretch einen Tick zu spät

Aus identischer Position im dritten Paar innen langte es in der Klass I für ihren Shejk zu Rang drei und 32.000 Kronen. Sieg und 110.000 SEK gingen aufs Konto von Wishful Order, der aus dem Windschatten von Taktgeber The Way I Talk Ås kurz und knackig zuschlug. Im Sulky des von Thor Borg in Norwegen trainierten fünfjährigen Muscle-Hill-Sohnes saß Champion Magnus Djuse.

Bereits mit dem „Ab“ zerstob die Hoffnung für die Anhänger der deutschen Stutenderby-Siegerin Mose Eagle, sie könne in einem Lauf der Diamant-Stoet eine Rolle spielen: Die Bold-Eagle-Tochter sprang Carl Johan Jepson ausgiebig aus der Hand und wurde chancenlos angehalten.

V75-1 (Brons):       Bold Request / Carl Johan Jepson        31

V75-2 (Klass II):     Earnest / Carl Johan Jepson                78

V75-3 (Diam-Sto):  Jurista / Erik Adielsson                       55

V75-4 (Klass I):      Wishful Order / Magnus Djuse              21

V75-5 (Silver):       Global Dancer / Mats Djuse                 59

V75-6 (Guld):         Önas Prince / Per Nordström               14

V75-7 (Sto-Lärl.):   Honey Dun Girl / Malte Handfast         102

Umsatz V75: 120.314.426 SEK

1. Rang: 1.637 Systeme à 42.035 SEK

2. Rang: 218 SEK

3. Rang: 25 SEK

Umsatz Top-7 (Silver): 1.577.714 SEK

Elitloppet 2024: A Fair Day Nummer 5

Während der V75-Übertragung zog Anders Malmrot einen weiteren Elitloppet-Kandidaten aus dem Hut: Nach den Euro-Multimillionären Idao de Tillard, Francesco Zet, Joviality und Hohneck ist Skandinaviens Saisonrekordler A Fair Day, ein gerade mal 3.030.000 Kronen armer Schlucker, die Nummer fünf im edlen Kreis.

Screenshot 2024-04-07 at 10-17-14 A Fair Day inviteret til Elitloppet - Travet.dk

Damit erfüllt sich sowohl für die 69-jährige Besitzertrainerin Elisabeth Almheden aus Kalmar wie für den 46-jährigen Oscar Ginman ein lebenslanger sportlicher Traum. „Dieses Märchenpferd hat unsere Herzen im Sturm erobert. Er hat immer ganz leicht gewonnen, selbst bei der 1:09,4-Gala vor acht Tagen in Färjestads Prins Carl Philips Jubileumspokal. Niemand weiß, wie gut ‚Affe’ wirklich ist. Die Anderen werden gehörig aufpassen müssen“, begründete Solvallas Sportchef die allseits erwartete Einladung.

Der Maharajah-Sohn wird bis zum Elitloppet aller Voraussicht nach Engagements im Kjell P Dahlströms Minne am 15. April in Mantorp und im Lyon Grand Prix am 4. Mai in Åby, beides Prüfungen für Fünfjährige, wahrnehmen.