++ Gelsenkirchen: Tyron Hill (Josef Franzl) und Charmy Charly AS (Michael Nimczyk) teilen sich in 1:13,3/2000 Meter den Sieg im BILD-Pokal ++ ++ Karlshorst: Drei Fahrer- und vier Trainererfolge für Victor Gentz ++ ++ Tingsryd: Karin Walter-Mommerts Ready for Party nach Fehler 4. in 1:14,8/1609 Meter, Ivar von Haithabu (Alice Johansson) 1. in 1:16,1/1609 Meter, Star Cash 1. in 1:12,2/1609 Meter, John Carpenter (Max Säker Lysell) 6. in 1:15,2/1609 Meter, First Wise L. (Bernardo Grasso) dis.rot ++ ++ Lindesberg: Karin Walter-Mommerts dreijähriger Debütant Nex Level Mearas (v. Bar Hopping) mit Anders Eriksson 4. in 1:18,9/2160 Meter Bänderstart ++ ++ Dannero: Karin Walter-Mommerts Kaltblüter Haws Oddvar mit Mats Djuse nach Fehler 6. in 1:33,1/2140 Meter Bänderstart ++ ++ Rättvik: Fulmine Degli Dei mit Fredrik Plassen für Florian Marcussen/Stall Gesvea 10. in 1:14,8/2140 Meter ++ ++ Sonntag: Neun Linkskurs-Rennen in Gelsenkirchen ab 13:40 Uhr ++ ++ Mittwoch: PMU-Matinee in Mariendorf - Sechs Rennen ab 11:00 Uhr ++
Der Goldrush des Goldhelms
01. Juni 2022

Jägersro, Dienstag, 31. Mai 2022. Zu Ultimo legte Michael Nimczyk bei seiner sechs Einsätze umfassenden mittäglichen Stippvisite auf Schwedens Derby-Bahn einen gewaltigen Kassensturz hin.

Was ganz harmlos mit zwei vierten Plätzen der beiden Saisondebütanten Midsommer records - der Breeders-Crown-Fünfte orientierte sich aus dem dritten Paar außen für die Schlussrunde in Spur drei - und Venture Capital begann, der von der „12“ die ersten 800 Meter ebenfalls in dritter Linie herunterkurbelte, bevor er 800 Meter vor Schluss sogar in Front kam, wuchs sich zu einer veritablen Triplette aus. Die wurde lediglich durch Platz drei mit einer „Fremdfahrt“ für Larson Mifsud unterbrochen, dem der 36-jährige mit Borninthewild in einem Rennen für dreijährige schwedische Stuten 17.500 Kronen einfuhr.

Den ersten Treffer setzte Deutschlands Dauer-Goldhelm mit Brady, den er von der „12“ im vierten Paar außen unterbrachte und nach einer Runde in Marsch setzte. In der dritten Biege kreuzte der Love-You-Sohn an der Seite von Taktgeber Remus Eck auf, ließ ihn an der letzten Ecke trotz des anspruchsvollen Pensums locker links liegen und widerstand dem Schlussangriff Cubas in 1:12,5 zu 1:12,6/2140m sicher mit einer Länge. 30.000 Kronen klimperten anschließend in Karin Walter-Mommerts Kasse, 5,5-facher Einsatz bei all jenen, die dem nunmehr zwölffachen „Winner“ ihr Erspartes für eine Siegwette anvertraut hatten.

Für die gleichen Farben legte der ebenfalls von Jean-Pierre Dubois im deutschen Gestütbuch registrierte Beachcomber nach, der für den sechsten Treffer aus lediglich acht Aufgaben mit der „4“ die wesentlich bessere Ausgangslage vorfand. Der wie Brady 2017 geborene Love-You-Nachkomme flitzte wieselflink in Front, wurde dort nie ernsthaft getestet, teilte sich alles nach Belieben ein und setzte sich mit 1:11,9 für die letzten 500 Meter auf fünf Längen von der überforderten Konkurrenz ab. Auch die 1:14,1/2140m-Vorstellung war 30.000 SEK wert. Am Sieg-Totalisator war bei 16:10 hingegen Schmalhans Küchenmeister.

Auch für den Schlusspunkt war Nimczyk zuständig. Der in Dänemark geborene Goop ist derzeit deutlich besser drauf als sein zweibeiniger Namensvetter Björn. Zwar gelang es ihm nicht, von der „5“ nach vorn zu kommen - das konnte Evoque (7) deutlich schwungvoller. Im Vertrauen auf das Können des in diesem Jahr bereits zweimal siegreichen Fuchses beorderte Nimczyk ihn nach 800 Metern auf den Todessitz und schickte ihn unangefasst nach 1:14,4/2140m 3½ Längen voraus als Ersten am Zielrichter vorbei.

Fünf Starter aus der Feder seines Vaters Wolfgang, drei Siege, zwei vierte Plätze und ein „Input“ von 103.600 Kronen - für die schwedische Dependance der Deutschen läuft’s bei Siegprozenten von jeweils 38 für Vater und Sohn weiter wie geschmiert.

Machen die Nimczyks in diesem Stil weiter, reden sie sogar ein Wörtchen um die Jägersroer Bahnchampionate mit: In der Fahrerliga liegt Michael mit 17 Erfolgen aus 40 Einsätzen hinter Joakim Lövgren (25 aus 109) und Adrian Kolgjini (22 aus 104) auf Platz drei.

Einen Rang besser ist Deutschlands Trainerchampion, der bei den Übungsleitern dank der Triplette mit 17 Zählern an Conrad Lugauer, Johan Untersteiner und Adrian Kolgjini (alle 14 Siege) vorbeirauschte und nur Joakim Lövgren vor sich hat, der auf seiner Heimatbahn 27 Sieger stellte.