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Derby-Impressionen

Die Derbywoche hatte es es in sich! Die Zuschauer bekamen spannende Rennen mit den besten Trabern Deutschlands geboten und hielten sich mit ihrem Applaus nicht zurück!

(02.08.18) Derbymeister = Staatsmeister

Thomas Royer, der österreichische Staatsmeister - so nennt man in der Alpenrepublik den Champion der Amateurfahrer - gewann am Donnerstagabend bei der Fortsetzung der Derbywoche zum zweiten Mal die Derby-Meisterschaft der Amateure. Wie 2014 (Faust Hanover) steuerte der 39-jährige Hoterlier aus der Steiermark einen Schützling von Trainer Josef Franzl. Mit dem vierjährigen Cantab-Hall-Sohn Desert King aus dem Stall Germania von Hermann und Martha Lehner (auch Züchter) dominierte Royer den Vorlauf und das 25.000-Euro-Finale nach Belieben. Wildcat Hanseatic (Hans-Jürgen von Holdt), die im Vorlauf Kelso (Dennis Kristiansen) unterlag, belegte auch im zweiten Durchgang den Ehrenplatz vor dem gesteigerten Mephisto PS (Erik van den Bergh), der als Vorlauf-Fünfter so gerade das Finale erreicht hatte.

 

(03.08.18) "The Iceman" im Bruno-Cassirer-Finale eiskalt

Jaap van Rijn ist erst 23 Jahre alt, dennoch nennt man ihn in Holland aufgrund seiner Nervenstärke und Abgeklärtheit "The Iceman". Dort hat der von Hugo Langeweg ausgebildete Rotschopf bereits das Derby und die Breeders Crown gewonnen. Jetzt gelang Jaap van Rijn auch in Deutschland ein Big Point. Am Freitagabend sicherte er sich mit der von seinem Landsmann Marcel Hauber trainierten Gian Luca Pasel das 20.000-Euro-Finale des renommierten Bruno-Cassirer-Rennens. Lange hing der Sieg am seidenen Faden. Bis Mitte der Zielgeraden war Gian Luca Pasel eingekesselt von den Vorlaufsiegerinnen Sotchi Santana (Rudi Haller) und Arendelle (Michael Nimczyk). Als Letzterer nun die Beine schwer wurden, öffnete sich die entscheidende Passage für Jaap van Rijn, der sich nicht zwei Mal bitten ließ, sondern eiskalt zuschlug. Sotchi Santana verteidigte den Ehrenplatz gegen die von Franz-Josef Stamer hart innen geschickt vorgetragene Nelly Pepper.

Goldy Stardust, die das Bruno Cassirer 2017 gewonnen hatte, bot die Gala-Vorstellung des Rahmenprogramms. Mit finalen 800 Metern unter 1:11 lief die Brocker-Stute im Derby-Marathon-Pokal über 3200 Meter der Konkurrenz auf und davon und zeigte sich für weitere Frankreich-Engagements bestens gerüstet. O'Sunday (Dennis Spangenberg) und HP Smek (Gregor Krenmayr) waren gegen die Fünfjährige zwar chancenlos, enttäuschten aber nicht.

 

Shootingstar in Münchner Farben

Kurz vor dem Shootingstar-Cup 2018 wechselte der italienisch gezogene Varenne-Sohn Viveur Bi von Jeroen Engwerda in den Besitz von Johann Holzapfel und Renate

Gramüller. Das Investment wurde sofort mit dem Gewinn des Berliner Standardrennens belohnt und auch schon zu einem Teil amortisiert. Verantwortlich dafür war eine äußert abgezockte Fahrt von Michael Nimczyk. Der Goldhelm, hinter den Langeweg-Schützlingen Bachelet und Happy Hollandia scheinbar rettungslos festsitzend, fand in der Schlussphase gleich zwei Mal freie Fahrt und vollstreckte rigoros. Damit wiederholte Nimczyk seinen Vorjahressieg (Bright Light BR) und ließ wie 2017 (damals Ula Mil) einen Langeweg-Vertreter hinter sich. Die bis dato bei sechs Starts ungeschlagene Happy Hollandia (Finn Verkaik) war gegen die Schlussattacke von Viveur Bi machtlos. Viveur Bi, der dreijährig zwei Rennen in Wolvega gewonnen hatte, steigerte sich beim ersten Triumph in neuen Farben um mehr als drei Sekunden auf 1:14,2 / 1900 Meter.

Marc Elias auch im Super-Trot-Cup-Finale

Conrad Lugauers Sohn Marc Elias sicherte sich mit der in seinen Farben laufenden Bijou Bourbon H.M. im Derby-Rahmen auch das 70.000-Euro-Finale des Super Trot Cup 2018. Das entsprach nicht unbedingt den Erwartungen, denn trotz des überzeugenden Vorlaufsieges vor drei Wochen in Berlin gab es am Wettmarkt fast zehnfaches Geld. Marc Elias installierte die Sam-Bourbon-Tochter jedoch sofort an der Spitze, fuhr lange nicht schneller als unbedingt nötig und nahm der Konkurrenz mit einer 12er Schlussrunde allen Wind aus den Segeln. Auf dem Ehrenplatz überraschte der der Siegerin stets wie ein Schatten gefolgte Tyrolean Dream (Rudi Haller), der erst nach dem Verzicht von Rainbow Diamant und Apache Jeloca in den Endlauf gerutscht war. Dritte wurde im Topspeed Touch of Wind Bi (Rick Ebbinge) vor Muscle Boy AS (Gerhard Mayr) und Arsenal (Peter Untersteiner). (Fotos: www.traberpixx.de)


Deutsche Legenden

30.781 Siege auf einem Foto. Am Derby-Sonntag waren natürlich auch die drei erfolgreichsten deutschen Fahrer aller Zeiten in Berlin. Willi Rode (6.953 Siege - Privatier und Teilzeit-Trainer), Heinz Wewering (16.874 Siege - noch aktiv) und Heli Biendl (6.954 Siege - Rennleiter).





Fotogalerie:

"DANKE BTV für diese tolle Derby-Woche 2018! DANKE an die Aktiven und unsere vierbeinigen Stars!

DANKE Berlin!"

(Fotos: Redaktion mein-trabrennsport.de)