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Aufwind an der Niersbrücke

Presseinformation 

Deutschlands älteste Trabrennbahn bekommt ein neues Geläuf

Im vergangenen Jahr konnte die Mönchengladbacher Trabrennbahn das 125-jährige Jubiläum feiern. Ganz so alt ist das Renngeläuf an der Niersbrücke zwar noch nicht, mit 35 Jahren hat es seinen Zenit allerdings schon längst überschritten.

1984 wurde das Mönchengladbacher Geläuf zuletzt komplett erneuert. Dabei spielten vor allem fahrdynamische Gesichtspunkte eine Rolle: Überhöhte Kurven und eine spezielle Linienführung ermöglichen den Fahrern seitdem, ihre Pferde auf der Strecke optimal auszufahren. Mittlerweile weist die Bahn allerdings altersbedingte Mängel auf. Bodenwellen beeinträchtigen die Gespanne, der Sandbelag ist abgenutzt und benötigt, besonders bei trockener Witterung, intensive Bearbeitung. Steine, die sich aus der Unterschicht aus Mineralbeton gelöst haben, müssen immer wieder aufwändig entfernt werden.

Der Zustand war nicht nur den Verantwortlichen des Mönchengladbacher Rennvereins ein Dorn im Auge, auch aus Kreisen der Aktiven häuften sich die Beschwerden.

Um an der Niersbrücke auch weiterhin einen optimalen Rahmen für den Trabrennsport bieten zu können, wurden vom Vorstand daher intensive Bemühungen unternommen, trotz der angespannten finanziellen Situation im Trabrennsport eine Sanierung des Geläufs durchzuführen, deren Kosten sich im sechsstelligen Bereich (rund 150.000 Euro - ausführende Firma BBA GmbH) bewegen. Dies konnte nicht zuletzt durch die Unterstützung aus dem Kreis der Aktiven und Besitzer realisiert werden, denen die Bedeutung der Mönchengladbacher Bahn für den Traberwesten bewusst ist. Neben der Beratung durch versierte Baufachleute wurden dabei auch namhafte Trainer und Fahrer aus dem Trabrennsport mit in die Beratungen und Planungen einbezogen um eine Bahn zu schaffen, die den modernen Ansprüchen eines Renngeläufs voll gerecht wird.

Neben der Wiederherstellung eines nivellierten Untergrundes wird am Ende der neue, anthrazitfarbene Belag die markanteste Änderung darstellen. Ähnlich wie im Pariser Hippodrom, auf dem alljährlich mit dem Grand Prix d’Amerique quasi die Weltmeisterschaft der Trabrennfahrer ausgetragen wird, erhält das neue 1000-Meter-Geläuf am Ende der ca. dreiwöchigen Bauphase statt des bisherigen Sandbelags eine Deckschicht aus gebrochenem Basalt.

Die neue Bahn wird beim Renntag am 16. Juni erstmals im Rennbetrieb getestet, um dann beim mit 20.000 Euro dotierten Großen Preis der Stadt Mönchengladbach am 14. Juli offiziell wiedereröffnet zu werden.

Elmar Eßer (1. Vorsitzender)

Bild von links nach rechts:

Heinz Berger (Vorstand), Dirk Bergerfurth (BBA GmbH), Elmar Eßer (Vorsitzender)