(dk) Auf Ex, also in einem Zug, verleibte sich Exmes As am Dienstagnachmittag den sechsjährigen Stuten mit bislang nicht mehr als 80.000 Euro Gewinnsumme vorbehaltenen Prix de Pontarlier (46.000 Euro - 2.850 Meter) in Paris-Vincennes ein, als sie nahezu Start-Ziel und damit in einer Manier, die auf dem Plateau de Gravelle per se ungewöhnlich und für die Langstrecke noch um einiges seltener ist, keine Opposition duldete.
Benjamin Rochard musste dabei hinter der enorm zuverlässigen Crazes-Tochter, die beim 23. Lebensstart zum achten Mal gewann, lediglich an der letzten Ecke die Zugkappe ziehen, aber nicht einmal ernsthaft die Peitsche nach vorne nehmen, um der rundum barfuß antretenden Braunen in 1:13,6 zu einem überlegenen Sieg zu verhelfen, der 20.700 Euro wert war und damit den bisher wertvollsten Treffer in der Karriere der bei 51:10 als drittstärkste Kraft des Wettmarktes antretenden Braunen bedeutete.
Zugleich hat die rein amerikanisch gezogene Stute, deren Namenszusatz "AS" hierzulande einen Zusammenhang mit Alwin Schockemöhle vermuten lässt, stattdessen aber auf die Allevamento Della Serenissima im italienischen Brescia zurückgeht, damit nach nur drei Starts im Lande der Trikolore, von denen sie den ersten auch noch mit einer Disqualifikation versemmelte, bereits knapp 31.000 Euro und damit rund 35 % ihrer nunmehr zusammengetrabten rund 87.000 Euro Lebensgewinnsumme eingestrichen.
Für Traber-Tycoonin Karin Walter-Mommert, deren mittlerweile kaum mehr überschaubares Lot am Dienstag allein in Europa zwölf Starter in drei unterschiedlichen Ländern stellte, markierte Exmes As im 12. Anlauf den ersten Erfolg eines allein ihr gehörenden Trabers in Frankreich (der bei den Franzosen nur ihr zugerechnete Django Hill steht im Mitbesitz von Ute Brocker).
Und mit ein bisschen Glück wäre für sie und das Team Nimczyk, für das der deutsche Goldhelm höchstselbst seine beiden Starter in die französische Hauptstadt begleitet und die ersten Heats seiner Schützlinge gefahren hatte, die Idealnote möglich gewesen.
Doch entwickelte sich das Rennen für Naikey, die zweite Starterin aus Willich, zu unglücklich, als die Mathieu Mottier an die Hand gegebene 2024er Breeders-Crown-Siegerin, die ohnehin keinen Gefallen an Linksbögen findet und dort auch heute sehr auf einer Leine geht, im Schlussbogen durch eine nach einer Galoppade nach außen driftende Konkurrentin auch noch den entscheidenden "Dash" verlor, so dass statt des ansonsten möglichen Ehrenplatzes nur Rang vier einen Hals hinter der Dritt- und eine dreiviertel Länge hinter der Zweitplatzierten heraussprang.
Ergebnis und Video: https://www.letrot.com/courses/2026-01-20/7500/2
(MT) - Begonnen hatte die Europa-Ralley der KWM-Schützlinge bereits am Nachmittag im dänischen Århus, dem bevorzugten Tätigkeitsfeld des Rechtskursspezialisten Donovan Face.
Mangels schwedischer Startmöglichkeiten auf einer Bahn im Uhrzeigersinn schickt Trainer Adrian Kolgjini den Ready-Cash-Sohn in schöner Regelmäßigkeit über die Grenze und überlässt ihn dort Jeppe Juel. Der landete mit dem Fünfjährigen in 1:16,5/1800 Meter den mittlerweile vierten Sieg in Folge, wofür 8.500 DKK (ca. 1.130 Euro) gutgeschrieben worden.
Nach dem Doppelschlag mit Exmes As und Donovan Face ging es in die Abendveranstaltung in Jägersro, wo nach der Streichung von Sheik immer noch neun Pferde in den blauen KWM-Farben antraten.
Lange lief für die Armada der Nr. 2 der schwedischen Besitzerstatistik 2025 (nach Siegen) gar nichts zusammen, reihte sich ein Ausfall an den nächsten.
Erst in den letzten beiden Prüfungen holte Adrian Kolgjni die Kohlen aus dem Feuer, gewann erst mit dem 243:10-Außenseiter Sunrise in 1:15,6 die Januaristayern über 3140 Meter und schließlich mit Don Quijote Face in 1:13,8/2140 Meter.
Beide verdienten jeweils 40.000 Kronen, rund 3.700 Euro.








