++ Donnerstag: Goop, Orkan von Haithabu und Cassiel Font in Åby - Brady im Nachwuchsfahren mit Tyler Mifsud - Beginn 18:20 Uhr ++ ++ Freitag: Robbin Bot (mit Everest Vedaquais im Willem H. Geersen Memoriaal, Heavy Enemy, Colonel, Konan Greenwood und in der Quali Icebear Newport) , Jochen Holzschuh (Grietje, Fifi du Gassel) und Maximilian Schulz (Filou de Bez) beim PMU-Abend in Wolvega (ab 17:20 Uhr) ++ ++ Samstag: Sybille Tinters Neuzugang Halva von Haithabu mit Claes Sjöström in der Gulddivision von Fjärestad von Startplatz 3 (17:05 Uhr) ++ ++ Sonntag: Saisonauftakt in Dinslaken mit zahlreichen Gästen aus dem Norden und Bayern - 1. Lauf der Rheinfels-Serie um 3.500 Euro - Beginn 13:45 Uhr - Zehn Rennen auf der Derbybahn - Rudi Haller und Jos Verbeeck zu Gast - Beginn 14:00 Uhr ++ ++ Sonntag: Andreas Geineder mit Olivia Venus, Cocktail CG und Escada, Peter Platzer mit Samir bei den PMU-Rennen in Wien (ab 15:20 Uhr) ++ ++ Sonntag: Prix de Cornulier (700.000 Euro/2700 Meter) mit Vorjahressiegerin Bahia Quesnot (Matthieu Abrivard) ++ ++ Montag: PMU-Lunch in Straubing mit acht Prüfungen ab 11.35 Uhr ++
Traurige Tage für Robert Bergh
15. Januar 2022

Cagnes-sur-Mer & Heby / Schweden, Donnerstag, 13. Januar 2022. Unmittelbar nach dem Prix de la Côte d’Azur, dem ersten herausragenden Ereignis des Winter-Meetings in Cagnes-sur-Mer, war am Donnerstag Robert Berghs Vikens High Yield beim Verlassen des Geläufs tot zusammengebrochen. Nachdem er mit Gabriele Gelormini der 120.000-Euro-Prüfung viel Farbe verliehen hatte, wurde er ab etwa 700 Meter vorm Ziel immer schwächer und passierte weit hinter den Anderen das Ziel.

Für den von Love You gezeugten, 2014 geborenen braunen Wallach war dieser 63. der letzte Start seiner Karriere, die ihn zu 18 Siegen und Gewinnen von 2.428.746 Kronen geführt hat. Erst im November hatte ihn Bergh in seine französische Zweigstelle beordert, von wo er binnen Kurzem in Vincennes zwei Rennen gewonnen, eines mit dem Ehrenplatz beendet und 60.400 Euro gewonnen hat.

Bergh, der nicht selbst vor Ort war, kommentierte die Nachricht erschüttert: „Es ist der Alptraum eines jeden Fahrers, wenn dir ein Pferd unter den Händen stirbt. Ich hatte Vikens High Yield seit etwas mehr als zwei Jahren in Training. Er war eine echte Persönlichkeit, hatte einen tollen Laufstil und enormes Potential. Natürlich stellst du dir nach solchen Fällen die Frage, ob es nicht vorher irgendeinen Hinweis hätte geben können - aber den gibt es eben leider nie.“ Vermutet wird der Riss eines Aneurysmas in einer der großen Schlagadern oder ein Abriss der Aorta in der Nähe der Herzbasis.

Ebenfalls am Donnerstag teilte Västerbo Stuteri auf der Internet-Seite mit, dass „in Absprache mit ihrem Züchter und Besitzer Tomas Wiklund am Sonntag Hilda Zonett im Alter von 25 Jahren eingeschläfert worden ist. Sie wurde am 16. Juni 1997 eine Woche vor Midsommar bei uns geboren, ist nach ihrer glanzvollen Rennlaufbahn als Mutterstute zu uns zurückgekehrt und hat uns zehn wunderbare Fohlen geschenkt. Begraben wird sie auf unserem Gestüt in Heby rund 115 Kilometer nördlich von Solvalla neben ihrer Mutter, der Französin Via de Vrie.“

hilda zonett

(Foto: maaseuduntulevaisuus.fi)

Hilda Zonett war die Fuchsstute mit der breiten Blesse, die von Beginn an den Kampf gegen die Jungs aufnahm und mit Robert Bergh, der sie zeitlebens unter seinen Fittichen hatte, gegen diese das Travkriterium 2000 und 2001 - trotz eines Startfehlers - das Svensk Trav-Derby gewann und damit Bergh in ganz Schweden populär machte. 2003 und 2004 holte sie die schwedische Sto-SM, wurde 2003 Dritte, 2004 Zweite im Olympiatravet.

Auch in Europa, speziell in Frankreich machte sich der heute 53-jährige Bergh mit der großrahmigen, zähen, ungemein kampfstarken Stute einen Namen, die keine Auseinandersetzung scheute. 2003 gewann sie den Prix de France, nahm dreimal - von 2003 bis 2005 - am Prix d’Amérique teil und erzielte ihr bestes Ergebnis in der legendären Prüfung als Vierte am 30. Januar 2005.

Ihr letztes Rennen bestritt sie am 18. Juni 2005 in Boden und ging mit 49 Siegen aus 113 Starts, einer Bestzeit von 1:10,5, die aus Platz sechs im Elitloppet-Vorlauf 2003 stammt, sowie mit 15.434.377 Kronen an Einkommen hinter Ina Scot und Queen L. als drittgewinnreichste Lady der schwedischen Traber-Historie nach einem gescheiterten Comeback-Versuch 2007 in die Zucht. Herausragendes ihrer Fohlen, von denen das letzte, eine Stute nach Mister J.P., 2021 geboren wurde, ist der 2013 zur Welt gekommene, 14 Siege und 1.698.000 Kronen schwere Algot Zonett.