++ Herzliche Glückwünsche gehen heute nach Klingmoos, wo Trotto-Macher Andi Gruber seinen 50. Geburtstag feiert - Der ehemaligen Karlshorster Erfolgstrainerin Karin Tomzik gratulieren wir zum 70. ++ ++ Straubing: Beim LOTTO Bayern-Renntag landen Gerd Biendl, Rudi Haller und Christoph Schwarz Doppelerfolge ++ ++ Mönchengladbach- Fünf der acht Prüfungen gehen in das Nimczyk-Quartier - Michael Nimczyk gewinnt vier, Robbin Bot drei Rennen ++ ++ Groningen: Ronja Walter mit Miles United in einem 2300-Meter-Monte Dritte - Bologna: Dritter Italien-Triumph für Berenice Gar für die Besitzergemeinschaft Baumer/Stuber/Tietz/Urbaniak - Die Stute verbessert sich auf 1:14,2/1660 Meter - Mit Khalid kommt Thorsten Tietz nicht fehlerfrei um den Kurs ++ ++ Billund: Bernie Johnstons Velten Valerie (Birger Jørgensen / I. 1:15,1/1900 Meter) - Anja Metzingers Phil Taylor (Jeppe Rask / I. 1:15,6/1900 Meter) - Quandor (Lesley Renner / dis.rot/1900 Meter) - Stall Hamburger Jungs Ramazotti DIamant (Anette Uglebjerg / IX. 1:18,1/2040 Meter) - Expensive Dust (Mathias Jensen / VII. 1:19,9/2520 Meter) - Jägersro: Susanne Auers Benedict Lux (Marc Elias / II. 1:16,6/2140 Meter) - Jürgen Ulms Toddler (Marc Elias / IV. 1:11,8/1640 Meter) - Im Reiten Stall Tirols Restless Heart (Alicia J. Larsson / I. 1:13,5/1640 Meter) ++ ++ Sonntag: Dreijährigen-Warm-up, Silber-Serie und Probelauf von Cindy Truppo in Berlin-Mariendorf (ab 13:20 Uhr) ++ ++ Sonntag: Copenhagen Cup in Charlottenlund - Im Top-Rahmenprogramm zahlreiche Deutsche: Ids Boko, Usain Lobell (Robin Bakker), Panoramic, Eagle in the Sky, Namanga Bo, Venture Capital, Orkan von Haithabu (Michael Nimczyk), Halva von Haithabu, Natorp Bo (Jaap van Rijn), Ol Dono Lengai, Rock my Dreams (Josef Franzl), Gold Cap BR (Cees Kaminga), Body n Soul (Mike Lenders), Julnick Shark (Dion Tesselaar) - Beginn 13:30 Uhr ++ ++ Sonntag: Preis der Stadt Wien (5.000 Euro/1600 Meter) in der Krieau mit Samir (Peter Platzer) und Victory Knick (Emil Csordas) - Christoph Schwarz als Catchdriver im Rahmen ++
Starkes Debütanten-Quartett
09. April 2021

Örebro, Donnerstag, 8. April 2021. Früh übt sich, wer vielleicht am 7. November in Eskilstuna ein Breeders-Crown-Meister werden will. Bis dahin gehen noch etliche Monate ins Land bzw. fließt viel Wasser durch den Mälarsee und müsste auch noch das Semifinale (24. Oktober in Solvalla) der etwas anders als in den USA und in Deutschland gestrickten schwedischen Breeders Crown überstanden worden sein.

Breeders Crown Schweden

Für jenes Treffen der besten jeweils 36 Damen und Herren der Generationen 2017 und 2018 qualifizieren sich all jene, die bei den sechs sich über Frühjahr, Sommer und Herbst hinziehenden Qualifikationsläufen einen der ersten sechs Plätze belegt haben. Die erste dieser Runden, durchweg über die Mitteldistanz führend und mit 238.500 Kronen dotiert - 110.000 davon stehen auf dem lukrativsten Scheck -, fand auf der Bahn zwischen Marie- und Adolfsberg statt.

Der erste Ruf ging an die dreijährigen Damen. Ihrer bei 18:10 enormen Wertschätzung wurde Islay Mist Sisu vollauf gerecht. Vom günstigen Startplatz „4“ klärten sich eventuelle Nebel für die Beer-Summit-Tochter, die mit dem Svensk Uppfödningslöpning Schwedens renommiertestes und seit einigen Jahren auch wieder wertvollstes Match für Zweijährige auf ihre Kappe gebracht hat, bereits mit dem Startschuss.

Wie ein Pfeil schoss sie in Front, parierte A Perfect Face‘ gefährlich anmutende Attacke im Schlussbogen mit einem Lächeln und war auch von Global Countess nicht zu erschüttern. 1:16,1 zum Saisoneinstand, zwei Längen voraus der vierte Sieg aus sechs Vergleichen, das Konto auf 1.654.800 SEK gestreckt - besser konnte die für finnische Interessen von Per Nordström exzellent vorbereitete und gesteuerte Hellbraune kaum unterstreichen, dass sie über Winter keinen Rost angesetzt hat.

Dezenter, aber nicht minder souverän versah es mit Mellby Jinx ihr Runner-up aus dem Großen Züchterpreis. Auch für den Wallach war’s der erste Auftritt nach der Winterruhe, auch ihn kürten die Wetter bei 21:10 zum (nicht ganz so heißen) Favoriten, mit dem es Erik Adielsson eingedenk einiger 2020 gezeigter Unsicherheiten  von der „3“ sehr viel zurückhaltender angehen ließ und lediglich im dritten Paar außen unterkam. Den zügigen Takt gab Idomenio Sisu vor Mellby Joker vor und wurde erst von Indigo Sisu, für die letzte Runde von Larry Wood begleitet.

800 Meter vorm Ziel dirigierte Adielsson den Ready-Cash-Sohn in Spur drei, aus der er nicht mehr wegkommen sollte. Befürchtungen, dem Schwarzbraunen könne dieser Transport zu viel werden, schob er einen dicken Riegel vor. Gucken, ein bisserl mit der Hand zupfen, gucken - Adielssson hatte die Kopf an Kopf kämpfenden Idomenio Sisu und Larry Wood sehr viel sicherer im Schwitzkasten, als es der Vorteil von lediglich einer halben Länge vermuten ließe. Für den von Svante Båth trainierten Mellby Jinx (1:15,9) war’s erst der zweite Treffer „lifetime“, mit dem er 1.424.500 Kronen reich ist.

Der nächste rundum überzeugende Debütant stellte sich mit Mister Hercules bei den vierjährigen Hengsten und Wallachen vor. Der Redén-Schützling hatte es von der „7“ schon schwerer, doch Örjan Kihlström wusste offensichtlich, was er mit dem Titelverteidiger, dessen Breeders-Crown-Triumph 2020 das bedeutendste seiner sieben Pfunde war, für ein Geschoss in der Hand hatte. Nichts da von vorsichtigem Taktieren, ließ der „Iceman“ seinen Partner unermüdlich treten, bis er nach 700 Metern endlich Fade to Black Ås von der Kommandobrücke vertrieben hatte.

Trotz dieses anfänglichen Kraftaktes ließ Herkules bis zum Schluss die Muskeln spielen. Kihlström gab dem Trixton-Sohn genau so weit den Kopf frei, dass Fade to Black Ås genügend Platz gehabt hätte, um den Ehrenplatz festzuhalten, der dann aber doch an den in der Todesspur prächtig kämpfenden Rome Pays Off ging. Der hatte noch bis 2020 seine mit Dollar belegten Brötchen in Nordamerika unter der Regie von Marcus Melander verdient und ist nun im Quartier von Robert Bergh untergekommen. 1:14,3 sind des Herkules erste Duftmarke; der Totalisator notierte den Fall bei 17:10.

Wie sich die Bilder glichen! Auch Eagle Eye Sherry, Björn Goops Trav-Oaks- und Breeders-Crown-Siegerin 2020, war bei den vierjährigen Ladys mit Startplatz „7“ nur mäßig gut bedient und ließ sich zum fünften Mal in Folge und siebten Mal „lifetime“ die Butter dennoch nicht vom mit 5.143.000 Kronen üppig belegten Brot kratzen. Das Feld war noch nicht aus der ersten Biege heraus, da hatte die Bold-Eagle-Tochter der flinken Joy Alissa die Führung abgeluchst, während Erik Adielsson mit 23:10-Favoritin Barbro Kronos nach vorsichtigem Beginn erst an sechster Position herumturnte.

Damit war die halbe Miete für Eagle Eye Sherry schon drin, die nach einem völlig verbummelten zweiten Viertel um die 1:20 alle Reserven der Welt hatte, auf dem fetzigen Schlussteil die Nase vorn zu behalten. Ein kurzes Rütteln Goops hier, ein kleiner Schüttler da - auch der ominöse 13. Auftritt hielt für die flinke wie praktische Rappstute keinerlei Schrecken parat. Während Barbro Kronos im Mittelfeld stecken blieb und die Linie als Fünfte passierte, blieb das Goopsche Eigengewächs in 1:15,3 zu 1:15,4 ihrer steten Begleiterin Bank Wise As/Örjan Kihlström um eine Länge über und kann nun dem weiteren Saison-Verlauf hoffnungsvoll entgegensehen. 3,8-fache Sieg-Odds waren für die Wetter ein lohnendes Schnäppchen.

Die übrigen Breeders-Crown-Abteilungen:

17. Mai                  Halmstad

26. Juni                 Rättvik

11. August            Mantorp

21. September    Solänget

5. Oktober           Färjestad