++ Vincennes: Stall Habos Namanga Bo (Matthieu Abrivard) und Heiko Schwarmas Golfe Juan (Gabriele Gelormini) im geschlagenen Feld ++ ++ Romme: Stall Habos Island Smart gewinnt das Nachwuchsfahren mit Julia Nilsson in 1:14,4/2140 Meter - Sonja Tinters Banana Joe mit Klaus Kern Dritter in 1:15,7/2140 Meter ++ ++ Neapel: Beim Italien-Debüt unterliegt die Breeders-Crown-Zweite Philadelphia Bo für die Farben von Roger Wittmann und Thorsten Weck mit Roberto Vecchione in einem 15-köpfigen Feld aus zweiter Reihe in 1:19,0/2100 Meter nur dem Favoriten - Mailand: Thorsten Tietz mit River Flow mit Doppelzulage Zweiter in 1:16,4/2740 Meter, mit Odessas Boy Sechster in 1:16,7/1650 Meter - Samstag gastiert der designierte Silberhelm mit Bramante CLA und Serafino in Modena (ab 13:55 Uhr) ++ ++ Sonntag: Neun Rennen in Mönchengladbach ab 13:00 Uhr - Großer Preis des Rheinischen Karnevals für Dreijährige um 10.000 Euro - Acht Prüfungen in Hamburg inkl. eines TCT-Satellitenrennens für Zweijährige (Beginn 14:25 Uhr) ++ ++ Montag: PMU-Lunch in München - Sechs Prüfungen ab 11:35 Uhr ++ ++ Mittwoch: PMU-Abend in Dinslaken mit sechs Rennen ab 19:00 Uhr ++
Schönste Aussichten…
11. Januar 2019

Schönste Aussichten… Jenem ersten richtigen Appetitanreger des Winter-Meetings von Cagnes-sur-Mer, das immer ein wenig im Schatten jenes 900 Kilometer nördlich übers Plateau de Gravelle tobenden von Vincennes steht und am 10. März mit dem Grand Critérium de Vitesse um heuer nur mehr 170.000 Euro seinen Höhepunkt und vorletzten Renntag hat.

Der Wallach, der die berühmten blauen Farben der nun als New Blue 1 LLC Stables firmierenden Wildenstein-Dynastie trägt, war ungeachtet einer 25-Meter-Zulage und eines bedeutungslosen zehnten Ranges im Prix de Bar-le-Duc am 29. Dezember - dort mit Benoît Robin und rundum beschuht - mit 32:10 auf den Favoritenschild gehoben worden, denn die Ansage war deutlich: Diesmal saß der 20fache „Sulky d’Or“, bei dem es in 2019 noch gar nicht rund laufen wollte und der vor dem Anpfiff bei einem Sieg aus 16 Fuhren bzw. null aus 18 seiner Schützlinge stand, im Sulky, zudem waren alle Eisen abgenommen worden, und „JMB“ hatte verkündet, genau dieses Match für ihn im Visier gehabt und den Achtjährigen entsprechend vorbereitet zu haben.

zf-cagnes-10-jan-bel-avis

Die Vollstreckung war ein nicht ganz einfaches Stück Arbeit, das ihm durch die nur mühsam auf die Beine findenden Aigle Jénilou, der seine hervorragende Ausgangsposition aus dem ersten Band sofort verspielte, und Cavalleria erleichtert wurde. Nach kurzer Führung von Créature Castelets schwang sich Christophe Martens mit Global Respons auf die Kommandobrücke - jenem Schweden, der vor Jahresfrist an diesem Tag den „kleineren“ Prix Cagnes-sur-Mer gewonnen hatte und nun auf den großen Spuren seiner „Vorläufer“ Sinko du Vivier, Quattro Ecus und  Olmo Holz wandeln wollte, die ihre Namen für die Martens-Brüder 2011, 2012 bzw. 2015 auf der Siegerliste verewigt hatten. Hinter diesem Duo hatten sich Crazy Horse, Balbir und Deimos Racing innen eingereiht; als Kopf der äußeren Schlange profilierte sich Alexia du Cherisay vor Venetian Bond, Citizen Kane, Voltaire Gifont, Bolt, Aigle Jénilou und Bel Avis, mit dem Cavalleria nach dem anfänglichen Lapsus keine bessere Lokomotive hätte bekommen können. Der vielgereiste Tony Gio war Schlusslicht eines Feldes, das fast eine Runde lang Waffenstillstand gelobt hatte.

Dann bekam „Pippo“ Gubellini Hummeln im Hintern, scheuchte Voltaire Gifont, der sich längerer Distanzen in Vincennes und Enghien bereits einige Male prächtig gewappnet gezeigt hatte, vor der Tribüne in dritter Spur voran und durfte sich ab dem vorletzten Bogen als äußerer Anführer produzieren, der die in dritter Spur angesetzte Attacke Usain Henna, an den sich Bolt, Bel Avis und Cavalleria angehängt hatten, gemeinsam mit Global Respons parierte. Im Schlussbogen streckte Citizen Kane die Waffen im Galopp, und auch Global Respons musste allmählich erkennen, dass es mit einem vierten Treffer für die Martens-Brüder nichts werden würde: Er hielt wenigstens die kleinste Prämie fest. Selbst bei der zähen Cavalleria zeigten die anfangs verlorenen 20 Meter Wirkung. Sie musste (nicht nur) Bolt und Bel Avis ziehen lassen, als die zu Beginn der ewigen Zielgeraden die Ärmel hochzukrempeln begannen. Trotz idealen Verlaufs musste Bel Avis alles geben, Junior Guelpas prächtig gegenhaltenden Bolt um einen „Hals“ niederzuringen und den 17. Treffer aus 49 Engagements samt der üppigen 54.000 Euro unter Dach und Fach zu haben, mit denen sein Konto bei 636.390 Euro angelangt ist.

Zwei Längen hinter diesem furios fightenden Duo wurde es sehr viel übersichtlicher: Balbir, im letztlich zersplitterten Feld lässig von innen auf freie Bahn gekommen, hatte für „Bronze“ einen ähnlichen Vorsprung auf den nie aufsteckenden Voltaire Gifont wie jener vor Deimos Racing. Der inzwischen in Italien gelandete Schwede kam ebenso wie der nur einen „Hals“ schlechtere Tony Gio mit feinem Endspurt aus dem Nichts angeflattert.

„Puh - das war alles andere als einfach, obwohl ich mich über den Rennverlauf nicht beschweren kann. Alles klappte für uns tadellos, und an der letzten Ecke dachte ich, wir würden leicht nach Hause kommen. Aber Juniors Pferd hat sich gewehrt wie ein Berserker - und das bei höllischem Tempo. 1:12,5 ist schon eine sehr ordentliche Messlatte“, stellte Bazire auch dem Unterlegenen ein erstklassiges Zeugnis aus und stapelte sogar ein wenig tief: Um 0,2 Sekunden musste Rire Mutins sechs Jahre alter Rennrekord dran glauben.

Prix de la Côte d’Azur (Gruppe II int., Fünf- bis Zehnjährige)

2925m Bänderstart; 25 Meter Zulage ab 305.000, 50 Meter ab 655.000 Euro (unbesetzt); 120.000 Euro

1.      Bel Avis                          2950   12,5     Jean-Michel Bazire           32

         8j.br. Wallach von Ganymède a.d. Gloria Maris von Workaholic

         Be: New Blue 1 LLC Stables (Wildenstein Stables); Zü: Comte de Bellaigue; Tr: Jean-Michel Bazire

2.      Bolt 

3.      Balbir  

4.      Voltaire Gifont

5.      Deimos Racing 

6.      Tony Gio  

7.      Global Respons 

8.      Alexia du Cherisay

9.      Venetian Bond 

10.    Cavalleria

11.    Aigle Jénilou

12.    Créature Castelets

13.    Crazy Horse

14.    Usain Henna 

Citizen Kane   

Baby Lou Max 

2925

2950

2925

2950

2950

2925

2925

2925

2950

2925

2925

2925

2925

2925 dis.r.

2950 dis.r.

13,1     Junior Guelpa                 

12,6     Mickaël Cormy             

13,3     Pietro Gubellini   

12,8     Matthieu Abrivard  

12,9     Edoardo Loccisano  

13,8     Christophe Martens

13,8     Laurent-Guy Richard  

14,1     Jean-Charles Féron 

13,4g    Nicolas Ensch 

14,3g    Eric Raffin 

14,5      Loris Garcia

15,4      Jonathan Asselie 

16,0      Gabriele Gelormini 

Thomas Levesque 

Nicolas Mortagne       

370

110

100

190

430

80

310

570

58

100

780

600

160

190

62

Sieg: 32; Richter: Kampf Hals - 2 - 1½ - 2 - Hals - 5 Längen; 16 liefen (NS Coktail Fortuna)

Wert: 54.000 - 30.000 - 16.800 - 9.600 - 6.000 - 2.400 - 1.200 Euro