++ Karlshorst: Thomas Reber gewinnt mit Woodbrown Beauty Vorlauf und Finale des Bernhard-Albers-Memorial ++ ++ Rättvik: Stall GESVEAs Zebou mit Andre Schiller beim Schweden-Debüt aus zweiter Reihe Zweiter in 1:17,2/2149 Meter - Mantorp: Stall Habos Opalis mit Rikard Skoglund Vierte in 1:14,0/2140 Meter ++ ++ Prag: Bei einem Gastspiel am Samstag gewinnt Robert Pletschacher mit Top Lavec und Pandroklus Eck, belegt überdies mit Fandjo Rang zwei und O.M. Dustin Platz vier ++ ++ Hagmyren: Erster Schweden-Erfolg für Franz-Josef Stamers Nelly Pepper, die unter Christina Hande ein Monté aus dem zweiten Band in starken 1:14,2/2160 Meter klar gewinnt ++ ++ Mittwoch: PMU-Lunch in Dinslaken mit fünf Rennen ab 11:35 Uhr ++ ++ Auch 2021 keine C-Bahn-Rennen in Hooksiel - Wegen fehlender Planungssicherheit durch die Covid19-Pandemie erfolgt bereits jetzt die Absage ++ ++ Auch Pfarrkirchen muss das Pfingstmeeting erneut canceln ++
Saisonrekord durch Click Bait
03. April 2021

Färjestad, Samstag, 2. April 2021. Etwas anders läuft die heurige „Spring Race“-Serie wegen der Europa weiterhin in Atem haltenden Corona-Pandemie ohnehin ab. Zum Einen haben sich seit dem 16. Januar lediglich knapp 5 Millionen Kronen für den am 4. April ausgespielten Super-Jackpot angesammelt. Zum Anderen ist die norwegisch-schwedische Grenze nur mit Schwierigkeiten, Formularen und Tests zu überwinden, so dass man auf Seiten der Schweden beschlossen hat, die vier V75-Runden am Stück allein durchzuführen. Sonst war der Ostersamstag stets der Bahn im norwegischen Klosterskogen vorbehalten.

Gute Verdienstmöglichkeiten bot Björn Goops Heimatbahn am Nordufer des Vänersees vor allem den Fünfjährigen, und Schwedens sich mühsam aus seinem monatelangen Formtief wurschtelnder zwölffacher Champion nutzte gleich zum V75-Auftakt die Gunst der Stunde, wobei eine fast schon ungehörige Portion Massel vonnöten war.

Chefin im Kreis der sieben Ladys des Folke Hjalmarssons Minneslopp war nämlich eindeutig Milady Grace. Mit der Favoritin fackelte Örjan Kihlström nicht lange und jagte Queen of Trixs ausgangs der ersten Biege von der Kommandobrücke. Das sich anschließende Gänsemarsch-Rennen brach Goop nach einer Runde auf und dirigierte Gina Mearas peu à peu in die Nähe der Leaderin, wofür er in Grande Diva Sisu und der kurz nach dem „Ab“ aus dem Takt geratenen Mellby Harissa zwei Anhängsel bekam.

Screenshot_2021-04-03 Favoritfall efter dramatik

Milady Grace springt, Gina Mearas gewinnt (travronden.se)

Bis 20 Meter vorm Pfosten sah alles nach einem bombensicheren Erfolg der Ready-Cash-Tochter aus, die - Zaumklappen und Ohrenkapuze nicht gezogen - alles im Griff zu haben schien. Umso mehr, als Gina Mearas in der Schlusskurve die Arbeit kurzfristig als erledigt angesehen, gestoppt und Grande Diva Sisu sich an ihr die Nase gestoßen hatte und gleichfalls aus dem Schwung gekommen war. Goop gelang es, Gina von der Fortsetzung des Auftrags zu überzeugen, doch sah es nicht wirklich sieggefährlich aus, wie sie sich wieder nach vorn ackerte.

Doch wer zuletzt lacht, lacht am besten, und das waren in diesem Fall der Trainer aus Halmstad und sein „Erfüllungsgehilfe“. Urplötzlich warf Milady Grace wenig gnädig Gebiss, Aktion und den sicher geglaubten, 150.000 Kronen wertvollen Sieg weg, der somit an Glücksmarie Gina Mearas ging. Die durchweg innen engagierte Queen of Trixs hatte für eine halbe Länge mehr Tricks drauf als Grande Diva Sisu, die ohne den unverschuldeten Stopp vielleicht genauso knapp vor ihr gelandet wäre.

„Das kam völlig unerwartet für mich, denn bis dahin war alles im Lot und sie deutete den Patzer nicht im geringsten an“, zuckte der Mann mit den goldenen Händen ratlos die Schultern ob des verlorenen Sieges.

Folke Hjalmarssons Minneslopp (int., fünfj. Stuten)

2140m Autostart, 329.000 SEK

1.      Gina Mearas                  13,3     Björn Goop                         85

         5j.br. Stute von Cantab Hall a.d. Innocent Face von Enjoy Lavec

         Be: Invexbo AB; Zü: Snogarps Gård AB; Tr: Johan Untersteiner

2.      Queen of Trixs              13,4     André Eklundh                   51

3.      Grande Diva Sisu         13,5     Per Nordström                 120

4.      Sashay my Way            13,7     Adrian Kolgjini                 159

5.      Mahma Lane                 13,7     Magnus Jakobsson        193

6.      Mellby Harissa              14,9g  Robert Bergh                      55

         Milady Grace                 1.gdZ  Örjan Kihlström                 20

Sieg: 85; Richter: sicher 1½ - ½ - 3 - Kopf; 7 liefen (NS Tonique / Verschlag)

Zw-Zeiten: 10,9/500m - 14,7/1000m - 10,8/1500m - 07,5/letzte 500m

Wert: 150.000 - 75.000 - 40.000 - 25.000 - 15.000 - 11.500 - 7.500 - 5.000 SEK

Die fest eingeplante Satisfaktion für die unglückliche Niederlage gelang den Herren Kihlström und Redén zum Abschluss der Königswette nur halb. Im Prins Carl Philips Jubileumspokal traten sie als Titelverteidiger an - und scheiterten mit Don Fanucci Zet, der dennoch ein überragendes Comeback gab, am erwartet großen Gegenspieler.

Dabei sah vorab alles ausgesprochen günstig aus für den Hard-Livin-Sohn, der seit Platz zwei im Svenskt Travderby am 6. September die Füße zur wohlverdienten aktiven Ruhe hatte hochlegen dürfen. Die „3“ ist eine ideale Rampe, nur schade für ihn, dass Click Bait von der „6“ noch einen Zacken schärfer losdüste und ratzfatz das Kommando vor dem Don an sich riss. Diesem folgten Karat Band, Union Forces, Jareth Boko, Marvellous Tooma und Sahara Peyote, wogegen sich Forecast bereits im ersten Bogen per Galopp aus der rasenden Party klinkte.

Nach 500 Metern brach Click Baits Stallkamerad Union Forces den Gänsemarsch auf, so dass Kihlström wählen konnte zwischen „Pest und Cholera“: innen eingesperrt zu werden oder Don Fanucci beim ersten Start die Härten der Todesspur spüren zu lassen. Er entschied sich für die offensive Variante - und hatte gegen einen perfekt funktionierenden Click Bait keine Chance.

Per Lennartsson machte seinem Ruf als erstklassiger Catchdriver alle Ehre, sein in Amerika geborener Partner beschleunigte aus der Hand heraus auf 1:06,8 für die finale halbe Bahnrunde - schon war der achte Treffer „lifetime“ samt 250.000 Kronen in Sack und Tüten für den Cantab-Hall-Sohn, der sich damit spät für die Niederlage im SprinterMästaren 2020 revanchierte. Mehr noch: Mit 1:09,8 markierte er eine europäische Saison-Bestmarke für 1.000-Meter-Bahnen und empfahl sich ganz vorsichtig für den Elitloppet. Der taktische Lockversuch hatte für Union Forces keine negativen Folgen. Auch der zweite Melander-Vertreter blieb bis zum Pfosten bei der Sache und holte wie vom Toto erwartet „Bronze“.

„Was für eine Beschleunigung dieses Pferd hinterm Auto hat - fast schon magisch“, schwärmte Lennartsson, „im Schlussbogen sah ich, dass Örjan dort nicht alles riskieren würde, und legte einen Zacken zu. Es war ein großartiges Gefühl, wie Click Bait anzog. Würde mich nicht wundern, wenn er Ende Mai zu den 16 Auserwählten zählt.“

Hochzufrieden war auch der „Iceman“: „Zum Einstand in die Saison war das sehr, sehr gut. Natürlich muss er noch einen Tick zulegen und wird bis zur Top-Form noch ein, zwei Rennen brauchen. Er ist prächtig über den Winter gekommen!“

Hertigen av Värmland, Prins Carl Philips Jubileumspokal (int., Fünfjährige)

1640m Autostart, 540.000 SEK

1.      Click Bait                        09,8     Per Lennartsson                38

         5j.br. Hengst von Cantab Hall a.d. Fun at Parties von Lindy Lane

         Be / Tr: Stefan Melander: Stall Zet; Zü: Russell Williams, US

2.      Don Fanucci Zet           09,9     Örjan Kihlström                 14

3.      Union Forces                 10,1     Björn Goop                       103

4.      Marvellous Tooma       10,2     Ulf Ohlsson                      191

5.      Sahara Peyote              10,4     Henna Halme                  526

6.      Jareth Boko                   10,4     Andreas Lövdal               350

7.      Karat Band                     11,1     Åke Lindblom                  262

8.      Forecast US                   14,3g  Jorma Kontio                   641

Sieg: 38; Richter: leicht 1 - ¾ - 1½ - 1 - ½ - 4½ Längen; 8 liefen(NS Alpha Scarlet R.R./ schlechte Blutwerte)

Zw-Zeiten: 10,7/500m - 11,7/1000m - 06,8/letzte 500m

Wert: 250.000 - 125.000 - 70.000 - 39.000 - 24.000 - 16.000 - 10.000 - 6.000 SEK

Färjestad ist seit je her auch das trabrennsportliche Wohnzimmer Erik Berglöfs, der hier unter anderem Copiad zum Europa-Crack und zweifachen Elitloppet- sowie Sans Rival und Utini zu Derby-Siegern geformt hat. In diesem Jahrtausend ist es um den 67-jährigen sehr viel ruhiger geworden. Dass er noch immer Einen „auszugraben“ versteht, bewies er in der Diamant-Stoet, die die 18:10-Favoritin Alhambra Mail in gestrecktem Galopp begann. Mit Witty versteckte sich Berglöf im vorderen Mittelfeld und schlug, sich diebisch freuend, mit der siebenjährigen Maharajah-Tochter für 50,9-fache Odds knochentrocken zu. Was wäre das erst für ein Fest vor „seinen“ Zuschauern geworden…

V75-1 (5j. Sto):        Gina Mearas / Björn Goop                        85

V75-2 (-):                   Bara du Chene / Markus Linryd               60

V75-3 (4jähr.):         Launch‘em / Örjan Kihlström                   23

V75-4 (Kallblod):     Trö Flax / Magnus Jakobsson                628

V75-5 (Nachw.):      Chang / Andreas Lövdal                           67

V75-6 (Diam-Sto):   Witty / Erik Berglöf                                    509

V75-7 (Fünfj.):          Click Bait / Per Lennartsson                     38

Umsatz V75: 31.904.736 SEK

1. Rang: 2 Systeme à 4.147.615 SEK

2. Rang: 12.658 SEK

3. Rang: 381 SEK

Umsatz Top-7 (Nachwuchs): 866.773 SEK

Nach der Königswette stellte Björn Goop Isabell und Andreas Jauss‘ Prosperous S aus fast halbjähriger Pause erstmals unter seiner Regie vor. Gnade kannte der 44-jährige mit dem Muscle-Hill-Sohn nicht, verschrieb dem Vierjährigen einen aufwändigen Run außen herum und musste als 15:10-Favorit ziemlich machtlos mit ansehen, wie ihn der 447er Außenseiter Nicke Bulwark/Morgan Ivarsson sehr sicher um 1½ Längen in 1:15,3 zu 1:15,5/2140m wegputzte. Statt 30.000 gab’s 15.000 Kronen aufs Konto des von Patrick Maleitzke gezüchteten braunen Hensgtes.