++ Heute: Acht Flutlichtrennen in München-Daglfing ab 18:24 Uhr ++ ++ Heute: Rudi Haller mit Pompano Julian, Rilana und Tyrolian Dream in Bologna (ab 13:25 Uhr) ++ ++ Heute: Lenders-Stute Voyage d`Amour mit Yoan Lebourgeois in Vincennes (14:25 Uhr) ++ ++ Aby: Stall Adamas' Nibali mit Joakim Lövgren fehlerhaft - Le Croisé-Laroche: Kirsten Kleinbrahms Napster mit Lea Ahokas in einem 24.000-Euro-Reiten chancenlos - Solvalla: Stall Habos Twinkle Face steigert sich mit Erik Adielsson als Zweite auf 1:12,3/1640 Meter ++ ++ Samstag: Cindy Truppo - erstmals für ihre neuen Besitzer Roger Wittmann und Thorsten Weck - mit Thorsten Tietz im Gran Premio MIPAAF Allevamento Filly (220.000 Euro/2100 Meter) in Neapel von Startplatz 5 u.a. gegen die ebenfalls noch ungeschlagene Caramel Club (8) ++ ++ Sonntag: Herbstpreis der Dreijährigen (10.000 Euro), 7. Lauf zur Gold-Serie (10.000 Euro) sowie drei PMU-Rennen in Berlin-Mariendorf (ab 10:55 Uhr) - Um 13:12 Uhr kommt als Parallelveranstalter Mönchengladbach mit neun Prüfungen dazu ++
Propulsion - Update
04. Juni 2020

Nachfragen bei der US-amerikanischen Behörde USTA haben inzwischen ergeben, dass Propulsion am 27. April 2015, also Anfang vierjährig, neurektomiert worden sein soll. Für die Eintragung des „Low nerved on both front feet“ ins Leistungsbuch bedarf es, ähnlich wie bei einer Kastration, der Bescheinigung des Veterinärs, die jedoch erst Ende August vorgelegen haben soll und damit nach dem Zeitpunkt der Auktion aktenkundig wurde, auf der Redén Propulsion ersteigert hat.

Sollte es tatsächlich einen beidseitigen Nervenschnitt gegeben haben, würde dem nicht unbedingt entgegenstehen, dass die beiden erfahrenen Tierärzte Daniel Söderberg (vor einem Jahr) und Nils Ronéus, der „Proppen“ am Dienstag examiniert hat, bei ihren Untersuchungen keinen Hinweis darauf gefunden haben, Propulsion also in beiden Huf-/Kronbeinregionen berührungssensibel war. Je nachdem, wie umfangreich der Schnitt war, kann das Nervenende nachwachsen und seine Funktion nach einigen Jahren wieder übernehmen; das ist bei kleinen Eingriffen durchaus eher die Regel denn die Ausnahme.

„Gefühllos“ wäre er dann lediglich in den ersten Jahren seiner Schweden-Laufbahn an den Start gekommen, was im Nachhinein nicht mehr nachzuweisen ist. Dazu gibt es durchaus einen Interpretationsspielraum, was die Vorschriften betrifft. Darf ein Traber grundsätzlich nicht mehr starten, wenn bei ihm jemals ein Nervenschnitt durchgeführt worden ist, oder wieder antreten, wenn die Sensibilität zurückkehrt?

Legt man z.B. laut deutscher Trabrennordnung die zweite Möglichkeiten einer „chemischen Neurektomie“ durch lokale Betäubungsmittel, wie sie bei einer diagnostischen Anästhesie verwendet werden, zugrunde, so ist wohl eher Variante zwei gemeint. Denn sonst dürften Traber, bei denen jemals eine solche Leitungsanästhesie im Zuge einer Lahmheitsuntersuchung durchgeführt worden ist, lebenslang nicht mehr starten.

Bis zur Klärung der Sachlage ist Propulsion gesperrt, wie Maria Croon, die Vorsitzende des Svensk Travsportens Centralförbund, am Mitwochabend erklärte.