++ Die Termine der Amateur-Europameisterschaften 2024 stehen: Die Amazonen sind am 28. April auf Malta im Einsatz, die Herren am 15. und 16. Juli in Belgien - Julia Holzschuh und Peter Platzer vertreten Deutschland ++ ++ Heute: Team Neuhofs River Flow in Neapel Nichtstarter ++ ++ Freitag: Sieben Rennen, davon sechs für die PMU, in Hamburg - Beginn 10:51 Uhr ++ ++ Samstag: Maximilian Schulz mit Neuerwerbung Hawai Song bei der PMU-Matinée in Wolvega (11:15 Uhr) ++ ++ Sonntag: Vier PMU- und vier Rahmenrennen in Mariendorf ab 11:00 Uhr ++ ++ Sonntag: Prix de Paris über 4150 Meter in Vincennes mit Vorjahressiegerin Ampia Mede SM, aber ohne Idao de Tillard ++
Prix de France: Idao bombastisch
12. Februar 2024

Vincennes, Sonntag, 11. Februar 2024. Im Gegensatz zum Prix de l’Île de France, der Sprint-Revanche auf den Prix de Cornulier, an dem vor einer Woche nur zehn Kandidaten teilhaben wollten, war der  Prix de France, jene auf den Prix d’Amérique, proppenvoll besetzt.

22 Aspiranten wollten bei der Starterangabe am Donnerstag das „Speedrace“ über 2.100 Meter bestreiten, so dass wie im Millionenrennen nach Gewinnsumme aussortiert werden musste.

Und wie vor 14 Tagen war Ganay de Banville, Jean-Michel Bazires zweite Waffe, einer der Leidtragenden, so dass der 52-jährige erneut mit Hooker Berry nur einen Hengst um die 400.000 Euro ins Gefecht schicken durfte. Auch darin blieb er seiner Linie treu, dass den kernigen Fuchs sein Filius Nicolas an die Kandare nahm.

Der Veranstalter konnte sich die Hände reiben: Die ersten Neun des Amérique waren unter Order, mit Italiano Vero, Moni Viking und Go On Boy mussten gar drei Millionäre in der zweiten Startreihe Platz nehmen. Die kürzere Distanz schien der ideale Laufsteg für beispielsweise Vivid Wise As (4), Délia du Pommereux (5), die Schweden-Fraktion um Aetos Kronos (3), Hail Mary (2), Joviality (9), Power (8) und Dear Friend (14), so dass das Amérique-Resultat keineswegs in Eisen gegossen sein musste.

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Foto: leparisien.fr

Von der „9“ setzte Benjamin Rochard mit dem frisch gekürten schwedischen Pferd des Jahres 2023 Joviality haushoch auf die Karte des frühen Marschierens – und gewann zumindest die erste Zwischenwertung. Mit Turboantrieb holte sich die Amérique-Dritte das Kommando gegen die innen durchschlüpfende Inmarosa (10), da Nicolas Bazire Hooker Berry (1) gleich in Spur zwei dirigierte.

Innen folgte Aetos Kronos, außen hinter Hooker Berry war Vivid Wise As auszumachen, der kurz nach dem Gipfel den Bazireschen Fuchs überrannte und die Rolle des Drückebergers übernahm, und in dritter Spur war Délia du Pommereux bei einem ihrer letzten Auftritte in Frankreich vor Ampia Mede SM und Idao de Tillard (7) auf der Pirsch.

Noch vor der letzten Ecke spürte Joviality das horrende Anfangspensum von - wenn denn die Zeitnahme stimmt, was in Vincennes nicht immer Usus ist - 1:02,5 für die ersten 600 Meter, war gründlich erfasst und brachte die dahinterliegende Inmarosa, hinter der Leó Abrivard mit platzenden Leinen saß, in arge Nöte. Die kernige Braune trat 200 Meter vorm Ziel auf der Suche nach einem Ausweg ans Rad eines Konkurrenten und war damit „out“.

„In“ war da schon längst Idao de Tillard. Zwei, drei kräftige Schubser des nervenstarken Clément Duvaldestin, schon nahm der bullige Braune, aus der letzten Biege aus dem Windschatten Ampia Mede SMs dirigiert, die Beine in die Hand, legte - ohne Check aufgeboten - den Kopf tiefer und in einer Manier einen Gang zu, die keine Wünsche offen ließ.

Zwei Längen voraus feierte der Séverino-Sohn den 29. Erfolg aus 39 Versuchen - den achten in Serie - und baute sein Konto auf 2.104.430 Euro aus.

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Foto: letrot.com

Für Vivid Wise As, dessen Vorbereitung aufs Wintermeeting wie im Vorjahr nicht ohne Komplikationen verlaufen war, war der zweite Auftritt nach knapp acht Wochen Auszeit gegen diese Garnitur noch nicht das Gelbe vom Ei: Als Erster auf die Zielgerade gebogen, kam der Zehnjährige nicht über Rang sechs hinaus.

Wie im Amérique, nur diesmal deutlich früher gebracht, haute weit außen Go On Boy gewaltig auf die Pauke und schnappte im Top-Speed Titelverteidigerin Ampia Mede SM den fast schon gebuchten Ehrenplatz vor der braunen Nase weg. Die Italienerin in französischen Diensten Fabrice Souloys musste gar noch um Platz drei bangen, denn innen fand Emeraude de Bais freie Bahn, und ganz außen nutzte der Amérique-Zweite Hokkaido Jiel den Sog Go On Boys exzellent.

Die kleinste Prämie ging an Power, der auf dem Plateau de Gravelle mit dem glücklichen Triumph im Grand Prix de l’UET 2020 den Coup seines Lebens gelandet hatte.

Noch vor dem gründlich entzauberten Hooker Berry war die unverwüstliche elfjährige Dear Friend „Beste ohne Prämie“ im rasantesten Prix de France aller Zeiten: Mit 1:09,4 machte Idao de Tillard, der unmittelbar vor sowie nach dem Rennen die Ruhe selbst war, gemächlich daher schlenderte und sich insgesamt als komplettes Rennpferd präsentierte, die 2022 von Vivid Wise As auf 1:09,7 gedrückte Bestmarke zur Makulatur.

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Foto: francebleu.fr

„Es lief super für uns! Als er aus der Schlusskurve hinter Ampia Mede wegkam, war das Spiel vorbei“, resümierte Clément Duvaldestin. Ein wenig haderte Romain Derieux mit der launischen Fortuna: „Go On Boy hat erneut voll überzeugt, zumal er 1.600 Meter mit einem platten Reifen ackern musste. Ansonsten kann ich nicht meckern - weiter geht’s im ‚Vitesse‘ am 10. März in Cagnes-sur-Mer.“

„Ampia Mede hatte hinter Délia einen guten Run. Sie läuft gut, wenngleich nicht ganz in der Verfassung des Vorjahrs. Das macht auf diesem Level die entscheidenden Plätze aus

Prix de France (Gruppe I int., vier- bis elfj. Hengste und Stuten; 3. Lauf des UET-Elite-Circuits)

2100m Autostart, 400.000 Euro

1.    Idao de Tillard            09,4    Clément Duvaldestin       17

       6j.br. Hengst von Séverino a.d. América de Tillard von First de Retz

       Be: Cyril Sevestre; Zü: Françoise Chaunion; Tr: Thierry Duvaldestin

       Pflegerin: Susanne Ohme (Norwegen)

2.    Go On Boy                09,6    Romain Derieux             71

3.    Ampia Mede SM        09,6    Franck Nivard              140

4.    Emeraude de Bais      09,7    Robin Bouvier              380

5.    Hokkaido Jiel             09,7    David Thomain             310

6.    Vivid Wise As            09,7    Matthieu Abrivard           92

7.    Power                      09,9    Robert Bergh             1340

8.    Dear Friend               09,9    Daniek Wäjersten       1640

9.    Hooker Berry             09,9    Nicolas Bazire              280

10.   Hail Mary                  10,2    Eric Raffin                   260

11.   Moni Viking               10,5    Björn Goop                1470

12.   Missle Hill                 10,6    Yoann Lebourgeois       540

13.   Délia du Pommereux   10,6    Pierre-Yves Verva       1360

14.   Aetos Kronos             11,0    Örjan Kihlström          1200

15.   Joviality                    11,9    Benjamin Rochard        180

16.   Italiano Vero              dis.r.   Mathieu Mottier            510

17.   Horsy Dream             dis.r.   Paul-Philippe Ploquin    870

18.   Inmarosa                  dis.r.   Léo Abrivard                800

Sieg: 17; Richter: leicht 2 - ½ - Hals - k.Kopf - ½ - 2 - k.Kopf - ½ - k.Kopf - 1 Länge; 18 liefen

Zw-Zeiten: 02,5/600m - 06,9/1100m - 09,5/1600m

Wert: 180.000 - 100.000 - 56.000 - 32.000 - 20.000 - 8.000 - 4.000 Euro

Video: https://www.letrot.com/courses/2024-02-11/7500/3

Die Traumreise geht weiter

Für die erste der vier Gruppe-Prüfungen machten sich im Prix Louis Le Bourg neun einheimische vierjährige Sattel-Traber auf den 2.850 Meter langen Weg, der auf den finalen 250 Metern zu einem Triumphmarsch der Favoritin wurde.

Kyrielle des Vaux ist das, was man ein Superschnäppchen nennt: Ein Freundeskreis um Dominique Gallienne und Guillaume Lenain hat sie 2021 auf der September-Auktion in Caen „ein wenig blind“, wie Lenain zugab, für gerade mal 3.500 Euro erworben. Die Braune dankt das Vertrauen auf atemberaubende Weise, denn nach 14 Auftritten, davon nur einem im Sulky, standen vier Siege und 281.920 Euro zu Buche, womit sie die mit Abstand Gewinnreichste der Neun war.

Lenain, seit Oktober ihr ständiger „Obmann“, hatte zu Beginn die Ruhe weg und postierte die Rolling-d’Héripré-Tochter als Fünfte im Mittelfeld, derweil Kolonel der Kolonne vor Karla de Mai, Kapaula de l’Epine und Kondor den Weg wies. Bergauf übernahm Kapaula de l’Epine das Zepter, hinter der, als Kolonel am Gipfel restlos bedient war und ratzfatz zurückfiel, Kondor bequem einparken konnte, so dass Kyrielle des Vaux in zweiter Spur „freie Fahrt voraus“ hatte.

Das nutzte ihr junger Reiter weidlich. So sehr Kapaula de l’Epine zu flüchten suchte und sechs Längen Vorteil herausarbeitete - mit Einbiegen auf die Zielgerade schaute ihr Kyrielle des Vaux tief in die Augen und setzte sich behände auf sechs Längen ab.

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Foto: letrot.com

Auch Platz zwei vermochte die immer unsauberer trabende Kapaula nicht zu halten, und der bittere Nachgeschmack folgte fast auf dem Fuße: Rang drei musste sie nach Gangartüberprüfung berechtigterweise abtreten, so dass sich Kelly de Banville mit „Bronze“ samt 16.800 Euro schmücken durfte.

„Kyrielle ist eine fantastische Stute, die sich immer weiter verbessert und uns jedes Mal ein bisschen glücklicher macht. Den Prix des Centaures in drei Wochen lassen wir aus und nehmen den ‚Président de la République‘ sowie den Prix des Elites ins Visier. Wir können nicht auf allen Gruppe-I-Hochzeiten ihrer Generation  tanzen. Ich hoffe, wir treffen damit die richtige Auswahl“, gestand Trainer Charley Mottier.

Prix Louis Le Bourg - Monté - (Gruppe II nat., vierj. Hengste und Stuten)

2850m Bänderstart o.Z., 120.000 Euro

1.    Kyrielle des Vaux       13,5    Guillaume Lenain           28

       4j.br. Stute von Rolling d’Héripré a.d. Noisette des Vaux von Hand du Vivier

       Be: Dominique Gallienne; Zü: E.A.R.L. Blestel; Tr: Charley Mottier

2.    Karla de Mai              13,9    Guillaume Martin          100

3.    Kelly de Banville         14,0    Paul-Philippe Ploquin      69

4.    Kaline de Vivoin         14,6    Eric Raffin                   280

5.    Kondor                     15,6    Anthony Barrier              34

6.    Ketty Angot               16,2    Damien Bonne             180

       Kapaula de l’Epine      3.dai   Mathieu Mottier              81

       Kouvola                    dis.r.   François Lagadeuc       260

       Kolonel                     dis.r.   Benjamin Rochard        220

Sieg: 28; Richter: überlegen 6 - (1) - ½ - 3 - 8 Längen; 9 liefen

Zw-Zeiten: 14,0/1350m - 12,9/1850m - 12,9/2350m

Wert: 54.000 - 30.000 - 16.800 - 9.600 - 6.000 - 2.400 (- 1.200) Euro

Video: https://www.letrot.com/courses/2024-02-11/7500/2

Die Bombe platzt um kurz nach Fünf

Der Nachfolger unter anderem eines gewissen Idao de Tillard wurde im Prix Ovide Moulinet gesucht - und völlig überraschend nicht im Tipp des gesamten europaweiten Traberwochenendes gefunden.

Für seine 16 Volltreffer hatte Jushua Tree gerade mal 20 Anläufe benötigt, sich die Klassiker Critérium Continental und Prix Bold Eagle an die mit 722.150 Euro geschmückte Fahne geheftet und dabei auch internationale Konkurrenz der Generation 2019 souverän aus dem Weg geräumt.

Was sollte dem potentiellen Amérique-Starter, mit dem Jean-Michel Bazire in diesem Winter noch auf die ganz große Route verzichtet und den etwas kleineren Weg gewählt hatte, da schon gegen ausschließlich einheimische Fünfjährige widerfahren, die er zuvor reihenweise gedemütigt hatte? 12:10 lautete die Antwort der Wetter - und platzte wie eine Seifenblase.

Beim Eindrehen leistete sich der Bold-Eagle-Sohn wie schon beim Comeback nach seinem Leistenbruch im Prix de Chenonceaux einen Patzer, der ihn gut und gerne 60 Meter kostete. Ende der Tribünengeraden war er dran am von J’Aime le Foot vor Jag Stryck, Justin Bold, Jakartas des Prés, Josh Power, Jack Tonic, Jubilé Prior und Jeanbat Danover angeführten Gänsemarsch, für den David Thomain keinen Anlass sah, auf der Bremse zu stehen.

Eingangs des Bogens von Joinville schnupperte Jack Tonic als Erster frische Außenluft, und an ihn wurde Jushua Tree gekoppelt. Kräftig vorwärts ging’s noch nicht, und so konnten zu Beginn der Steigung erst Josh Power sowie an deren Ende Justin Bold nach außen wechseln. Der Schützling von Yoann Lebourgeois war es, der sich zu Beginn der Zielgeraden J’Aime le Foot kräftig zur Brust nahm, bald die Oberhand gewann und dem wuchtigen Schlussakkord Josh Powers um einen „Hals“ widerstand.

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Foto: letrot.com

Das Drama um Jushua Tree indes ging in den nächsten Akt. An besagtem 25. November hatte ihn „JMB“ nicht mehr gefordert und sich mit Platz fünf beschieden. Diesmal witterte der 20-fache Sulky d’Or ein wenig Morgenluft für Platz drei, wobei sein Partner nicht sonderlich frisch wirkte und dies 100 Meter vorm Pfosten prompt mit der nächsten Galoppade quittierte, die das endgültige Aus bedeutete.

Für Justin Bold war dieser neunte Treffer der dritte auf halbklassischem Niveau, mit dem der Schwarzbraune nun 395.200 Euro reich ist. Zu haben war der Sohn von Bold Eagle und der 13-fachen Siegerin Udine auf der Arqana-Auktion am Amérique-Tag 2022 für 105.000 Euro.

Trainer Jean-Rémi Delliaux war logischerweise total happy: „Justin Bold hat diesen ersten Gruppe-II-Sieg redlich verdient, denn er hat sich gegen die Großen seiner Zunft immer sehr ordentlich aus der Affäre gezogen. Vor allem musste er vor Josh Power raus und hat diesem das Rennen gemacht.“

Yoann Lebourgeois‘ Kommentar: „Ich sah, dass Jushua in der ersten Kurve weit weg war und hoffte, dass David (Thomain) nicht abbremste, damit er es schwer hatte, wieder richtig ins Match zu kommen. Bergauf musste ich raus, um mir alle Optionen offenzuhalten, und wusste zugleich, dass ich damit Josh Power das Rennen in die Schuhe fahren würde - doch ich hatte keine andere Wahl. Mein Hengst hat bärenstark durchgehalten.“

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Foto: letrot.com

„Am Start begann er mit dem Gebiss zu spielen, ging mir von der Hand und sprang. Auf der Zielgeraden hab‘ ich wohl ein bisschen zu viel von ihm verlangt in Anbetracht des anfänglichen Bodenverlusts und des durch den Regen nicht optimalen Geläufs. Das war vorerst sein letzter Auftritt in diesem Meeting. Erst im April geht’s für ihn weiter“, bekannte Bazire senior.

Damit wird Jushua Tree nicht am Prix de Sélection (2. März) teilnehmen, was die Ambitionen seiner Jahrgangs-Kollegen schlagartig erhöht und Besitzer Eric Bee intensiver darüber nachdenken lässt, Justin Bold dort einzuschreiben. Das letzte Wort ist dahingehend für den Chef der Ecurie du Damier noch nicht gesprochen.

Prix Ovide Moulinet (Gruppe II nat., fünfj. Hengste & Stuten)

2700m Bänderstart o.Z., 120.000 Euro

1.    Justin Bold                12,3    Yoann Lebourgeois       108

       5j.schwbr. Hengst von Bold Eagle a.d. Udine von Coktail Jet

       Be: Ec. du Damier (Éric Bee); Zü: Ec. des Mouettes; Tr: Jean Rémi Delliaux

2.    Josh Power               12,4    Sébastien Ernault           86

3.    J’Aime le Foot            12,5    David Thomain             240

4.    Jag Stryck                 12,8    François Lagadeuc       380

5.    Jakartas des Prés       12,8    Eric Raffin                   370

6.    Jubilé Prior                13,8    Sylvain Desmarres        830

7.    Jeanbat Danover        14,4    Alexis Collette              710

8.    Jack Tonic                15,6    Théo Duvaldestin         410

       Jushua Tree              dis.r.   Jean-Michel Bazire         12

Sieg: 108; Richter: Kampf Hals - 1½ - 4½ - Hals; 9 liefen

Zw-Zeiten: 13,1/1200m - 13,1/1700m - 12,8/2200m

Wert: 54.000 - 30.000 - 16.800 - 9.600 - 6.000 - 2.400 - 1.200 Euro

Video: https://www.letrot.com/courses/2024-02-11/7500/6

Warten lohnt sich

Das galt im den Gruppe-Reigen beendenden Prix de Rouen für sechsjährige Europäer, die keine 275.000 Euro verdient hatten, in Sachen Indigo de Fontaine. Der die Farben von LeTrot-Präside Jean-Pierre Barjon tragende Wallach wagte sich nach drei blitzsauberen Treffern am Stück auf A- und B-Level in diese Aufgabe der Güte-Klasse III.

Im Sulky nahm für den verletzten Alexandre erstmals dessen jüngerer Bruder Léo Abrivard Platz, der den Hünen nach Kapitänswechseln von Donizetti über Ibiscus Man zu Cresus di Poggio Ende der Tribünengeraden an die Spitze wuchtete. Ibiscus Man wollte sich mit der Rolle des bloßen Mitläufers beileibe nicht abfinden, prüfte den Niky-Sohn im Joinviller Bogen auf Herz und Nieren, kam nicht vorbei und musste fortan mit der Nase im frischen Außenwind marschieren.

Kaum war er schachmatt, bekam es der Leader mit Donizetti in zweiter und Invictus Madiba in dritter Spur zu tun. Viele Hunde können des Hasen Tod sein, sagt ein altes Sprichwort, doch Indigo de Fontane dachte gar nicht daran, klein beizugeben. Seelenruhig sah Léo Abrivard zu, wie sich Franck Nivard hinter Invictus Madiba mühte und doch nur auf Haupteslänge an den aus 21 Auftritten nunmehr 13-fachen Sieger herankam, so dass dessen Erfolg trotz des knappen Resultats als „sicher“ ausgewiesen werden kann.

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Foto: letrot.com

Drei Längen hinter diesen beiden Kampfhähnen war der ganz außen heran fegende Illusion Jipad einen Tick glücklicher als Impérial Mabon und Canto dei Venti. Auch Charmy Charly AS konnte trotz des sechsten Ranges die Walstatt erhobenen Hauptes verlassen. Österreichs Derby-Sieger, der bereits drei Vincennes-Treffer auf der Visitenkarte stehen hat, wurde in zweiter Reihe bis ans Ende des Pulks gedrängt und spurtete von dort prächtig, aber eben zu spät.

Prix de Rouen - (Gruppe III int., Sechsj., keine 275.000 Euro)

2850m Bänderstart o.Z., 90.000 Euro

1.    Indigo de Fontaine      13,0    Léo Abrivard                 22

       6j.br. Wallach von Niky a.d. Soline de Fontaine von Vivaldi de Chenu

       Be: Ec. Jean-Pierre Barjon; Zü: Bruno Courault; Tr: Laurent-Claude Abrivard

2.    Invictus Madiba          13,0    Franck Nivard              110

3.    Illusion Jipad             13,2    Paul-Philippe Ploquin    210

4.    Impérial Mabon          13,3    Eric Raffin                     74

5.    Canto dei Venti          13,3    Gabriele Gelormini        580

6.    Charmy Charly AS      13,4    François Lagadeuc       150

7.    Ibiscus Man               13,4    Romain Christian Larue 100

8.    Ivrig Viking                13,4    Alexis Collette            1050

9.    Cresus di Poggio        13,6    Nicolas Bazire              250

10.   Ipalio                       13,7    Pierre-Yves Verva        500

11.   Donizetti                   14,0    Björn Goop                  660

12.   Gasolin                    14,2    Romain Derieux           940

       Karat River                dis.r.   Johan Untersteiner       140

       Felicia Zet                 dis.r.   Yoann Lebourgeois        78

Sieg: 22; Richter: sicher Kopf - 3 - Hals - 1¼ - k.Kopf - Hals - Kopf; 15 liefen (NS Iguski Sautonne)

Zw-Zeiten: 14,3/1350m - 13,7/1850m - 13,8/2350m

Wert: 40.500 - 22.500 - 12.600 - 7.200 - 4.500 - 1.800 - 900 Euro

Video: https://www.letrot.com/courses/2024-02-11/7500/7