++ Heute: V85 in Åby mit Kerstin Walters Ebba, Karin Walter-Mommerts Frankie Godiva (Markus Waldmüller), Eugenius Face und Don Quijote Face (Adrian Kolgjini) - Beginn 14:35 Uhr ++ ++ Heute: Stall M.S. Diamantens Yucatan Diamant (Pietro Gubellini) und Karin Walter-Mommerts Gaudi' Bi (Roberto Vecchione) in Treviso - Beginn 15:18 Uhr ++ ++ Heute: PMU-Abend in Wolvega ab 18:10 Uhr ++ ++ Århus: Karin Walter-Mommerts Rechtskursspezialist Donovan Face gewinnt mit Jeppe Juel in 1:16,3/1800 Meter zum fünften Mal in Folge ++ ++ Bollnäs: Olaf Beecks Power of Greenwood mit Fredrik Plassen 1. in 1:14,6/1640 Meter ++ ++ Sonntag: Vier PMU-Rennen sowie die ersten Läufe zur Newcomer- und Silber-Serie ab 10:45 Uhr - Utkieker bereits gestrichen ++ ++ Sonntag: Prix Comte Pierre de Montesson (Critérium des Jeunes), Gruppe I um 200.000 Euro für Frankreichs Dreijährige in Vincennes - Zum Auftakt greift Stall Germanias Staccato HL mit Benjamin Rochard nach seinem ersten Monté-Sieg im Wintermeeting - Beginn 12:48 Uhr ++ ++ Sonntag: PMU in Wien mit Christian Strobls Miramax BR (Erich Kubes), Rolf Dürrs Tyron Hill (Lasse Grundhöfer) und Stall Old Englishs Major Ass (Carsten Milek) im 6.000-Euro-Frei-für-Alle - Startzeit 18:25 Uhr ++
Pierre-Désiré Allaire verstorben
07. Oktober 2020

Le Trot, Sonntag, 4. Oktober 2020. „Ein Monument des französischen Trabrennsports ist von uns gegangen“, beschrieb Jacques Frappat, Präsident der Fédération normande des courses hippiques, seine Gefühlslage, als er am 4. Oktober vom Tod des 88-jährigen Vaters von Elisabeth (Besitzerin von Bird Parker) und Philippe Allaire erfuhr.

Geboren in die Familie eines Pferdehändlers in Pleslin an der Côtes d’Armor im Norden der Bretagne, zögerte er als junger Mann nicht lange, ein Stück weiter Richtung Nordosten in die Normandie, eines der Kerngebiete der französischen Traberzucht bzw. des Rennsports, weiterzuziehen und sich dort alsbald selbstständig zu machen.

Fast ein halbes Jahrhundert prägte Pierre-Désiré Allaire überwiegend als Trainer den französischen Rennsport, schrieb sich in die Siegerlisten zahlreicher Gruppe-I- und -II-Prüfungen ein und war unter anderem der Entdecker einer gewissen Une de Mai, die zwar nie den Prix d’Amérique, jedoch fünfmal das Critérium de Vitesse de la Côte d'Azur sowie die Prix de France und de Paris gewann.

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Pierre-Désiré Allaire mit Fakir du Vivier © travronden.se

„Er war ein Mann, der seine Pferde auf den Punkt genau vorzubereiten vermochte, ein Trainer auf allerhöchstem Niveau, stets bestrebt, seine Methoden zu hinterfragen und Neuerungen einzuführen, wenn sie anderswo erfolgversprechend waren. Seine Erfolge waren überragend“, so Frappat. Allaire war der Mann mit Kontakten zu französischen Filmberühmtheiten, lancierte Alain Delon, dessen Equiléo zum Europacrack wurde, Mireille Darc, Michel Sardou zum Rennsport, womit der Glamour-Faktor massiv erhöht wurde.

Seine „erwachsenen“ Champions waren Fakir du Vivier, Toscan, Équiléo - und Grandpré mit dem er sich für eigene Kasse den Traum aller Trabrennsportler erfüllte: Mit dem damals sechsjährigen Hengst gewann er 1978 den Prix d'Amérique, mit Fakir du Vivier belegte ein weiterer seiner Protegées Platz zwei.

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Foto: courses-france.com

1978 war andererseits auch das schwärzeste Jahr seiner Karriere, denn nach Rennmanipulationen und einem handfesten Wettskandal wurde ihm das Betreten aller französischen Rennbahnen für die Dauer von 18 Jahren (!) untersagt. Weltweite Berühmtheit erlangte ein von Stefan Melander geschossenes Foto, wie er auf seinem PKW jenseits des Zaunes am Schlussbogen von Vincennes stand und die Rennen mit dem Fernglas verfolgte.

Nach Ablauf der Sperre stand er an der Spitze des Haras de Retz und führte für Lucien Urano seit Anfang der 2000er Jahre Look de Star (Critérium des Jeunes), Gobernador (Prix de France und Paris), Nelson de Vandel (Critérium des Jeunes), Jain de Béval (Critérium des 3 Ans), Leda d'Occagnes (Prix d'Essai) und als Letzte Kiss Melody (Grand Prix de l‘UET) zu klassischen Weihen.