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Null Siege für den Goldhelm, Doublette für KWM
07. Februar 2024

Jägersro, Dienstag, 6. Februar 2024. Verhalten optimistisch hatte Michael Nimczyk mit drei formstarken Ladys die Reise aus Willich über den Öresund auf Schwedens Derby-Bahn angetreten: mit den beiden Schweden-Debütantinnen My Girl und Leonella sowie der jenseits der Ostsee unter Sybille Tinters Fittichen bereits fünfmal siegreichen Romanze.

Maximal schlecht los ging’s für den Goldhelm, denn 15:10-Favoritin My Girl rollte sich in der Sto-Lopp-Klasse bis 145.000 SEK hinterm Auto in Galopp, verlor unzählige Meter, stellte zwar den Anschluss noch mal her, kam jedoch über Platz sechs und die Antrittsprämie von 1.500 SEK nicht hinaus. Gewonnen wurde die Prüfung von Ten o’Clock, die Ken Ecce für Stephanie Werder, das „Covergirl“ des Bahnprogramms, Start-Ziel überlegen vorneweg beim 29. Auftritt zum ersten vollen Erfolg überhaupt führte.

Deutlich besser lief’s eine Stunde später in einem weiteren Sto-Lopp bis 475.000 Kronen Gewinnsumme für die mit der „8“ gestrafte und dennoch bei 29:10 favorisierte Romanze.

Nach 800 Metern durch äußere Spuren war die Fuchsstute vorn und wurde in einem hautengen Finish nur von der mit einem Monsterspurt aufwartenden Victoria L.L. erwischt, mit der Rene Kjær auf der Zielgeraden in rasendem Tempo einen 20-Meter-Rückstand auf die Brioni-Tochter in einen Halbe-Länge-Vorsprung ummünzte. Romanze wehrte Mazuocco Boko und Esperanza SSG mit eisernem Willen ab (alle 1:14,8/2140m) und bekam für Platz zwei 20.000 SEK gutgeschrieben.

Trotz Startplatz „9“ über 1.640 Meter für Pferde bis 185.000 SEK hatte Nimczyk vorab Leonella als beste Chance des Abends ausgerufen. Die Hoffnung, in zweiter Spur ein Führpferd zu bekommen, das ihn bei hohem Tempo nach vorn ziehen würde, erfüllte sich nur bedingt. Die bei 33:10 gehandelte Maharajah-Tochter musste aus dem dritten Paar außen in dritter Schlussbogenspur selbst ansetzen, was knapp zu Platz vier und 7.500 SEK reichte.

Sehr viel besser drauf war Karin Walter-Mommerts erster Starter des langen Abends: Durch die Todesspur griff sich Joakim Lövgren mit Gustav Simoni (20:10) die vom Fleck weg führende Ahorsewithnoname und bescherte mit seinem fünften Sieg „lifetime“ der deutschen Besitzerchampionesse 35.000 SEK.

gustav simoni

Gustav Simoni auf der Ehrenrunde (Foto: Facebook Jägersro Trav)

Der Nackenschlag für die Herrin von Brammerau folgte auf dem Fuße: King of the Hill (66:10) passierte mit Dante Kolgjini in einem weiteren 1.640-Meter-Sprint innen entlang die Linie als Letzter. Diese Scharte bügelte Beachcomber im mit sechs Pferden aus fünf Bändern über maximal 3.220 Meter führenden Vinterstayern umgehend aus.

Der mit 40 Meter Zulage auf Hush Money bedachte Love-You-Sohn übernahm nach dem frühen Fehler des Erstbändlers die Spitze und gab sie bis ins Ziel nicht mehr her. Diejenigen der 141 Zuschauer, die zu später Stunde vor Ort ausharrten, konnten nach 1:16,0/3180m einen Zehn-Längen-Sieg des von Joakim Lövgren gesteuerten Siebenjährigen bestaunen, der für 7,4-fache Odds 40.000 SEK in die Stallkasse spülte.

Beachcombers zwölfter Treffer „lifetime“ war zugleich der zehnte der laufenden Saison in Schweden für seine Besitzerin, was einem Starts-Siege-Verhältnis von 40 Prozent entspricht und Platz zwei hinter der wie gewohnt an der Spitze thronenden Easy KB (14 Siege) festigte.