++ Dinslaken: Nach dem Ausfall der Favoriten Perfecto und Jorle gewinnt Karin Walter-Mommerts Arcano BE mit Robbin Bot das 14.000-Euro-Finale zur Dreijährigen-Serie powered by PMU - Durch den Stallgefährten Man U geht auch der Endlauf der Rheinfels-Serie in das Nimczyk-Quartier ++ ++ Sonntag: Winter-Pokal der Amateure um 13.000 Euro in Berlin (ab 13:00 Uhr) ++ ++ Montag: PMU-Abend in Hamburg - Sechs Rennen ab 18:30 Uhr ++ ++ Donnerstag: Vier PMU- und drei Rahmenrennen in München ab 11:35 Uhr ++ ++ Breeders-Crown-Sieger Jimmy Ferro BR besitzt eine Nennung für den Prix de Decize (39.000 Euro/2850 Meter) für vierjährige Europäer am 7. Dezember in Vincennes - Einen Tag später ist seine Stallgefährtin Jamaica Ferro für den Gran Premio Royal Mares (Gruppe I) in Neapel vorgesehen ++
Mission „erster Gruppe-Punkt“ souverän erfüllt
18. November 2022

Vincennes, Donnerstag, 17. November 2022. Was den „Fahr-Pferden“ am Samstag der Prix du Languedoc gewesen war - ein Kräftemessen der Älteren, die keine 600.000 Euro auf der hohen Kante hatten -, war an diesem Donnerstag der Prix de l’Île d’Oléron für die altgediente Kavallerie: Ein über 2.850 Meter führendes, mit 90.000 Euro dotiertes Match der Kategorie III, in dem sich Diamant de Tréabat als Titelverteidiger versuchte.

Wie vor einem Jahr hatte der neunjährige Wallach Clément Frecelle im Sattel und - gemeinsam mit Edition Géma und Fire Cracker - 25 Meter Mehrarbeit wettzumachen, was dem Fuchs zunächst prächtig gelang. Im Gegensatz zum „Feuerwerker“, der sofort im gestreckten Galopp eine Fehlzündung hatte, und der Sassier-Stute, die sich durchweg am Ende des Pulks tummelte, hatte der Diamant von Pascal Monthulé sofort den richtigen Schliff, lag bereits vor den schütter besetzten Rängen hinter dem die Außenspur anführenden Filwell und spürte selbst den heißen Atem des Favoriten Fakir de l’Ecluse im Nacken.

Das recht gleichmäßig sich steigernde Tempo gab Eberton vor Fiaschetto und der etwas füllig wirkenden Héliade du Goutier vor - bis Camille Levesque zu Beginn des Anstiegs Ernst machte. Im Nu hatte „Mademoiselle constante“ - die 34-jährige nimmt weiterhin fast ausschließlich für Bruder Thomas und Vater Pierre die Zügel in die Hand, liefert, wenn die Rösser mitspielen, sehr zuverlässig ab und steht mit 915.290 Euro „Einritten“ aus 95 Engagements an neunter Stelle, ginge es beim Etrier d’Or nach Gewinnen - die Oberhand und gab sie nicht mehr her.

Filwell, ein Generationen-Projekt der Levesques, dessen Urgroßmutter Parme bereits die gelben Farben mit dem schwarzen Lothringer Kreuz für Urgroßvater Henri über Frankreichs Bahnen trug, wurde ab dem Gipfel stark und stärker. Mitte des Schlussbogens schüttelte er Eberton, der wenig später ermattet aus dem Takt kam, ab wie eine lästige Fliege, und auch Diamant de Tréabat und Fakir de l’Ecluse sahen von dem Sohn von Qwerty - auch der ein Levesque-Zögling - die Hacken nur noch aus fünf Längen Entfernung.

Dabei sollte es zumindest für dieses Duo bleiben, das sich Kopf an Kopf mit dem geringfügig besseren Ende für den Fakir bis zur Linie um „Bronze“ beharkte. Deutlich mehr Verve entwickelte Fiaschetto, mit dem Sébastien-Emmanuel Pasquier jedoch nur deswegen auf eine halbe Länge an Filwell herankam, weil „Mademoiselle“ ihm im Gefühl des bombensicheren 15. Sieges gar nichts abverlangte und die wenigen Fans anlächelte.

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Es war zugleich der erste Gruppe-Erfolg des nunmehr 343.360 Euro reichen Braunen, „der die Aufgabe wirklich sehr, sehr gut gelöst hat. Ich hatte meine Zweifel, dass er bis zum Ende durchhalten würde, denn er läuft lieber versteckt. Natürlich hab ich mitbekommen, dass Diamant de Tréabat direkt hinter uns war, und für den wollte ich nicht den Windbrecher spielen. Ich hab gehofft, uns würde bald jemand ablösen, aber niemand kam, obwohl ich das Tempo etwas herausnahm. An der Einmündung der kleinen Bahn hab ich dann Fersengeld gegeben. In drei Wochen wird er wieder starten (im bei 369.999 Euro geschlossenen Monté des Prix d’Honfleur um 75.000 Euro/Anm.d.Red.). Vermutlich gegen Figaro de Larré, wenn der bis dahin wieder gesund ist. Der ist ein richtig harter Brocken.“

Prix de l’Île d’Oléron - Monté - (Gruppe III int., Fünf- bis Zehnj., keine 850.000 Euro)

2850m Bänderstart, 25m Zulage ab 415.000 Euro; 90.000 Euro

1.      Filwell                             2850   12,9     Camille Levesque               40

         7j.br. Wallach von Qwerty a.d. Régence von Insert Gédé

         Be / Zü / Tr: Pierre Levesque

2.      Fiaschetto                      2850   13,0     Sébastien Emm. Pasquier 190

3.      Fakir de l‘Ecluse           2850   13,3     Alexandre Abrivard              22

4.      Diamant de Tréabat     2875   12,6     Clément Frecelle                 77

5.      Héliade du Goutier       2850   13,8     Eric Raffin                           100

6.      Gef de Play                    2850   13,9     Damien Bonne                   540

7.      Edition Géma                2875   13,3     Gaëlle Godard                    260

8.      Eclat de Verre               2850   15,1     Guillaume Lenain              960

         Fire Cracker                   2875   dis.r.    Anthony Barrier                    77

         Eberton                           2850   dis.r.    François Lagadeuc           630

Sieg: 40; Richter: sicher ½ - 4½ - k.Kopf - 8 - Kopf - 1½ Längen; 10 liefen (NS Figaro de Larré / Attest)

Zw-Zeiten: 14,0/1350m - 13,3/1850m - 13,6/2350m

Wert: 40.500 - 22.500 - 12.600 - 7.200 - 4.500 - 1.800 - 900 Euro

Video: https://www.letrot.com/fr/replay-courses/2022-11-17/7500/2