++ Heute: PMU-Abend in Wolvega ab 18:30 Uhr ++ ++ Vincennes: Charmy Charly AS gewinnt für den Stall A+S 2003 mit Paul Philippe Ploquin ein 68.000-Euro-Course-C in 1:12,7/2700 Meter ++ ++ Bergsåker: Riet Hazelaar dominiert unter neuer Regie von Daniel Wäjersten die Bronzedivision in 1:12,7/2140 Meter ++ ++ Sonntag: Zehn Rennen in München ab 14:00 Uhr - Elf Prüfungen anlässlich 20 Jahre Pferdesportpark Berlin-Karlshorst e.V. ab 13:30 Uhr ++ ++ Donnerstag: Erstmals wieder PMU-Rennen in Mönchengladbach - Sieben Prüfungen ab 11:35 Uhr ++
Månlykkes perfekte Saisonpremiere
01. April 2024

Romme, Ostersonntag, 31. März 2024. Acht Grad und Regenschauer lockten nicht unbedingt zu einem Osterausflug auf die Rennbahn von Borlänge, der dann auch nur 1.673 Zuschauer ihre Aufwartung machten. Viel sportlicher Staat war mit dem vierten V75-Programm in Folge nicht zu machen.

So war die über 2.640 Meter führende Gulddivisionen mit acht Aspiranten derart dürftig besetzt, dass die ATG sich entschlossen hatte, sie vor der Königswette zu platzieren. Auch qualitativ riss sie niemanden vom Hocker und wurde eine ganz leichte Beute für Borups Victory, einen der 2018 geborenen Aufsteiger der Vorsaison.

Der Googoo-Gaagaa-Sohn war mit einem Jahressalär von 2,3 Millionen Kronen, das in erster Linie aus den Ehrenplätzen in Solvallas Jubileumspokalen und Sundsvall Open Trot herrührte, am 30. September in die Winterruhe entschwunden und hatte sich vor zehn Tagen mit einem weiteren im Alltagsgeschäft erzielten zweiten Rang sehr manierlich zurückgemeldet.

Von der „2“ standen ihm bzw. Daniel Wäjersten alle Türen für eine erfolgreiche Performance offen, und er nutzte sie weidlich. Rasanter als der schwarzbraune Hengst kam nur der alte Haudegen Diamanten (5) in die Hufe, der die ratzfatz eroberte Spitzenlage aber sofort abgab, als der 17:10-Favorit im Scheitel der ersten Kurve darum bettelte. Der Rest war bei unterwegs betulichem Tempo ein „Schaulaufen mit Begleitung“ für Borups Victory.

Screenshot 2024-04-01 at 08-24-45 Rommeheatet – Google Suche

Foto: travronden.se

500 Meter vor Abpfiff legte er einen gehörigen Zacken zu - schon standen der die Todesspur beackernde Super Nice und auch der einstige Euro-Star Diamanten vor unlösbaren Problemen. In vierter Schlussbogenspur fügte Ferrari Sisu, auf der Langstrecke eigentlich prima aufgehoben, im Galopp den dunklen Kapiteln seiner sportlichen Vita der letzten Monate ein weiteres an.

Damit war der Weg nach außen endgültig frei für den an dritter Innenposition viele Reserven sparenden Kentucky River, der eine Länge vor Power Doc auf Platz zwei sprintete und damit den längst nicht nach den Vorstellungen seines Trainers Daniel Redén verlaufenen Vincenner Winters halbwegs vergessen machte.

Screenshot 2024-04-01 at 08-25-21 Rommeheatet – Google Suche

Foto: travronden.se

Keinen Augenblick anzutasten war Borups Victory, der vier Längen voraus mit angezogener Handbremse das Siegdutzend festmachte und mit 3.288.440 SEK kommende Aufgaben unter anderem in Finnland optimistisch ins Visier nehmen darf. 

51. Rommeheatet -Gulddivisionen - (int.)

2640m Autostart, 329.000 SEK

1.    Borups Victory           13,0    Daniel Wäjersten            17

       6j.schwbr. Hengst von Googoo Gaagaa a.d. Borups Julia von Naglo

       Be: Stall Droad AB; Zü: Gustaf Thulin; Tr: Daniel Wäjersten

       Pflegerin: Moa Bylund

2.    Kentucky River          13,3    Örjan Kihlström              32

3.    Power Doc                13,4    Åke Lindblom               109

4.    Ferrari Sisu               13,7g  Conrad Lugauer             83

5.    Diamanten                14,0    Björn Goop                  201

6.    Order to Fly               14,1    Joakim Sternsjö           932

7.    Remarkable Feet        14,1    Mats Djuse                  386

8.    Super Nice                14,3    Petter Karlsson            486

Sieg: 17; Richter: überlegen 4 - 1 - Hals - 4 - 4 - ½ Länge; 8 liefen

Zw-Zeiten: 14,0/500m - 15,0/1000m - 14,0/2000m - 10,0/letzte 500m

Wert: 150.000 - 75.000 - 40.000 - 25.000 - 15.000 - 11.500 - 7.500 - 5.000 SEK

Interessant war die Königswette eher aus finanzieller denn sportlicher Sicht. Seit dem 13. Januar war für dieses Finale des V75 Spring Race ein gigantischer Jackpot von 84.903.436 Kronen angesammelt worden, der die Wetter tief in die Taschen greifen ließ: Fast 145 Millionen Kronen machten sie nochmals locker, so dass für den ersten Rang - alle sieben Sieger auf einem Schein - 122.459.969 Kronen auf gerechte Verteilung warteten.

Nach fünf Favoritensiegen en suite war schon absehbar, dass es mindestens für den dritten Rang erneut keine Auszahlung geben und für die kommende V75-Runde der nächste Jackpot von entstehen würde.

Am dramatischsten ging’s bei den „großen“ Kaltblütern zu, bei denen zwei Brüder mit den von zwei Altmeistern dieses Genres ausgebildeten favorisierten „Dicken“ die Entscheidung unter sich ausfochten.

Über 1.500 der 2.140 Meter ließ sich Mats Djuse mit dem von Kaltblutpapst Jan-Olov Persson vorbereiteten Oppgårdsdrängen (32:10) den Weg von Daniel Wäjersten und Ard weisen, wobei sich Schwedens aktueller Tabellenführer immer wieder umschaute, wo denn sein Bruder Magnus mit dem am Start 20 Meter schlechter gestellten Månlykke A.M. bliebe, der sich seinerseits von Holter Odin durch die Außenspur ziehen ließ.

Dann ging Mats mit Oppgårdsdrängen in die Offensive, übernahm eingangs der Schlusskurve das Kommando und schien noch 50 Meter vorm Pfosten den Sieg in der Tasche zu haben, obwohl sich Månlykke A.M. bis auf eine Länge heran gerackert hatte. Viel Pech für den siebenjährigen Tekno-Odin-Sohn, dass er den Kopf zwar noch um Haupteslänge aus der Niederlagen-Schlinge zog, jedoch unter schwerem Druck zwei Meter vorm rettenden Hafen aus dem Takt kam.

So fiel der über 110.000 SEK ausgestellte höchste Scheck zum 33. Mal aus 61 Versuchen beim Saisoneinstand höchst glücklich an den vom 76-jährigen Gunnar Melander vorbereiteten Månlykke A.M. (21:10), der erstmals mit Magnus Djuse unterwegs war.

Erst in der Diamant-Stoet sorgte Paw Mahoney mit 256:10-Longshot R.K.Queen für ein wenig V75-Quote, auch weil sich 20:10-Favoritin Ohh Tooma nach halbjähriger Pause in der Todesspur müde lief und nur als Sechste anschlug.

Die Hoffnung auf einen Doppel-Jackpot erfüllte sich hingegen nicht: In der abschließenden Bronsdivisionen war mit Illfindmywayhome, der mit Magnus Djuse stramm vorneweg den Heimweg über 1.640 Meter bestens hinbekam, der falsche der beiden Redén-Schützlinge als Erster am Pfosten. Der bei 80:10 notierte Chocolatier-Sohn widerstand dem spät von ganz hinten enorm auf Touren kommenden 33:10-Trainingskumpel In Love Mearas/Örjan Kihlström um eine halbe Länge.

Dadurch durften sich 3.272 Spürnasen im ersten Rang über doch noch recht ansehnliche 37.423 Kronen Ostergeld freuen, und auch die ATG-Macher konnten sich kräftig die Hände reiben: Am kommenden Samstag, an dem in Åby der erste Vorlauf zum Paralympiatravet im Mittelpunkt des sportlichen Interesses steht, warten schon wieder zusätzliche 37,5 Millionen Kronen im ersten Rang auf die Damen und Herren Wetter.

V75-1 (Klass I):      Joint Chief / Björn Goop                      28

V75-2 (Kallblod):    Svarte Petter / Mats Djuse                   32

V75-3 (Silver):       Triton / Erik Adielsson                        27

V75-4 (Kallblod):    Månlykke A.M. / Magnus Djuse            21

V75-5 (Klass II):     Antognoni / Jorma Kontio                    17

V75-6 (Diam-Sto):  R.K.Queen / Paw Mahoney                256

V75-7 (Brons):       Illfindmywayhome / Magnus Djuse        80

Umsatz V75: 144.448.204 SEK

1. Rang: 3.272 Systeme à 37.423 SEK

2. Rang: 97 SEK

3. Rang: Jackpot 37.556.533 SEK

Umsatz Top-7 (Klass II): 1.002.120 SEK

Hohneck „klar för Elitloppet“

Anlässlich der V75 in Klosterskogen verkündete Solvallas Sportchef Anders Malmrot nach Idao de Tillard, Francesco Zet und Joviality den vierten Elitloppet-Teilnehmer: Philippe Allaire hat die Einladung für Titelverteidiger Hohneck, einen 2.277.005 Euro reichen Sohn von Amérique-Sieger Royal Dream, angenommen.

Screenshot 2024-04-01 at 08-31-47 HOHNECK - Elitloppet

Impf-Querelen um Jerry Riordan

Probleme ganz anderer Art als das letzte Mai-Wochenende in Schwedens Kapitale hat derzeit Jerry Riordan: Neun seiner Schützlinge sind von einem Startverbot betroffen, das von Svensk Travsport wegen ungeklärter Impf-Status ausgesprochen wurde.

Am 8. Juni 2023 wurde bei einer Inspektion von Riordans Quartier bei Halmstad eine Packung mit neun unverbrauchten Dosen des Impfstoffs Equip FT, Chargennummer 613328, gefunden. Bei der anschließenden Kontrolle der Pferdepässe wurden neun Pässe gefunden, aus denen hervorgeht, dass diese Pferde mit ebenjener Vakzine mit dieser Chargen-Nummer geimpft worden sein sollen.

8j3H2lnS2PT4l2yJVEaYZ1Gx0to

Jerry Riordan (Foto: maaseuduntulevaisuus.fi)

Wie am 29. März veröffentlicht wurde, sind diese Pferde so lange gesperrt, bis sie korrekt geimpft und die Impfpässe Svensk Travsport vorgelegt worden sind. Eine Berufung gegen das Startverbot ist nicht möglich. Einer dieser Traber steht inzwischen bei Petri Salmela in Boden.