++ Treviso: Die Gramüller-Schützlinge Wilander (Marco Castaldo) 5. in 1:20,3/2060 Meter, Bellucci Rosso dis.rot, Pearl Newport (Antonio di Nardo) 4. in 1:15,4/1609 Meter - Karin Walter-Mommerts Florida Spav 3. in 1:14,9/1609 Meter, Gilda Treb (Roberto Vecchione) 6. in 1:15,6/1609 Meter ++ ++ Skive: Jacques Villeneuve mit Camilla Munk Boeck für die Besitzergemeinschaft Fiedler/Jung-Fringel/Mittenzwei im Reiten 3. in 1:17,6/2020 Meter Bänderstart ++ ++ Baden: Desiderio (Christoph Schwarz - 1:15,4/2100 Meter), Mark Schermer (Johan Buijs) und Intinori (Victor Gentz) ergattern die letzten drei Startplätze für das Super-Trot-Cup-Finale am 15. August in Berlin - Postillion Nichtstarter - In den weiteren PMU-Rennen Aconcagua (Rudi Haller) 1. in 1:15,3/2100 Meter, Hyper Fast (Thomas Pribil) 6. in 1:17,4/2125 Meter Bänderstart, Gordon Mijack (Franck Ouvrie) 1. in 1:15,5/2125 Meter Bänderstart - Im Rahmen Christoph Schwarz mit Simply Joker dis.rot, mit Immer Wieder Home 1. in 1:16,2/1600 Meter ++ ++ Göteborg: Auf der Grasbahn belegt Karin Walter-Mommerts Frankie Godiva (Markus Waldmüller) aus dem vierten Band Rang drei in 1:18,6/2200 Meter - Der Stallgefährte Jaxon Schermer gewinnt mit Alex Persson in Halmstad in 1:15,7/2160 Meter Bänderstart ++ ++ Arnstorf: Die Familie Geineder gewinnt beim Heimspiel fünf der sieben C-Bahn-Rennen, darunter mit Ina Gual auch das Finale ++ ++ Mittwoch: Finale des Hooksieler Meetings 2026 mit sieben Rennen ab 18:00 Uhr ++
Leichtes Spiel für Feliciano
17. Juli 2020

(nn) Les Sables d’Olonne, Donnerstag, 16. Juli 2020. Bereits vor zehn Tagen hatte Les Sables d’Olonne, das kleinen Fischerstädtchen am Atlantik, das in den Sommerferien als beliebter Touristenort zu prallem Leben erwacht, anlässlich des 50. Geburtstags des 1970 nagelneu errichteten Hippodrome de La Malbrande eine von Valzer di Poggio beherrschte Quinté-Prüfung von der PMU spendiert bekommen.

Am Donnerstag stand der Höhepunkt des alljährlichen Rennjahres, der Grand Prix des Sables d’Olonne um 42.000 Euro, an. Ein „frei für Alle“, in dem es wie immer über 2775 bzw. für die Reichen, die 365.000 Euro und mehr gewonnen haben, 2800 Meter ging und in dessen Ehrenliste prominente Namen prangen: Jener von Ready Cash 2013, von  Roi du Lupin 2015. Ein Jahr später schraubte Bold Eagle über die Steherstrecke (!) den noch immer gültigen absoluten Bahnrekord auf galaktische 1:11,3. Und auch Aubrion du Gers (2017) und Bird Parker (2018) sind alles andere denn Unbekannte.

Heuer sollte es nach dem Maß der Wetter die mit 324.170 Euro vergleichsweise arme Flèche du Yucca richten, Jean-Philippe Dubois’ derzeitiges Paradepferd, das sich seit Mai 2019 mit elf Siegen und vielen erstklassigen Platzierungen Zug um Zug in die Spitzengruppe ihrer Generation vorgepirscht hatte. Am 6. Juni war sie Feliciano um zwei Längen unterlegen, doch diesmal stand die Prodigious-Tochter 25 Meter günstiger im Rennen - das sollte reichen.

Doch dann verzettelte sich Dubois ein wenig, trat die Führung rasch an Dostoievski ab, der ein Höllentempo vorlegte und rasch 20, 30 Meter voraus war, bis Dubois das Feld allmählich wieder heran führte. Falcao de Laurma und Eolia de Houëlle folgten innen, während die Außenspur von Carat Williams beackert wurde, zu dem sich Black Jack From, Feliciano und Bel Avis gesellten.

Feliciano war es, der die Gunst der eingesperrten Flèche du Yucca nutzte, sich mit einem Zwischenspurt vor Dostoievski setzte, im Einlauf die nächste Stufe zündete und dann mal sehr deutlich weg war, ohne dass Dubois dagegen etwas zu unternehmen vermochte. Erst 250 Meter vorm Ziel konnte er sich befreien - da war David Thomain mit dem Allaire-Trainee längst nur noch als kleiner Punkt am Horizont auszumachen.

War wenigstens der Ehrenplatz noch drin? Wie ein Pfeil stieß die Braune zwischen Dostoievski innen und Carat Williams durch. 150 Meter vorm Ziel schien Platz zwei in Sack und Tüten, doch dann verlor die sonst so sichere Stute im Top-Speed ihren Rhythmus. Mit Mühe und Not wendete ihr Chauffeur eine Galoppade ab, doch es dauerte, bis er sie wieder in astreinem Trab hatte. Platz zwei war da längst flöten Richtung Carat Williams. Es reichte knapp zu „Bronze“ - vorerst.

Den Rennrichtern war die stotternde Gangart der Sechsjährigen nicht verborgen geblieben; sie disqualifizierten Flèche du Yucca nach Überprüfung, so dass ab Tempomacher Dostoievski alle um eine Position aufrückten und selbst die unendlich weit abgehängte Eolia de Houëlle in den Genuss einer - der kleinsten - Prämie kam.

Für Feliciano hingegen war das Dutzend an Siegen mit diesem 34. Auftritt voll. Auf der hohen Kante hat der Ready-Cash-Sohn aus Zucht und Besitz der Ecurie Charmes bzw. Lucien Uranos nun 556.790 Euro

Grand Prix des Sables d’Olonne (int., Fünf- bis Zehnjähr.)

2775m Bänderstart, 25m Zulage an 365.000 Euro; 42.000 Euro

1.      Feliciano                        2800   12,2     David Thomain                        30                                        

         5j.schwbr. Hengst von Ready Cash a.d. Ravanella von Jain de Béval

         Be / Zü: Ecurie des Charmes (Lucien Urano); Tr: Philippe Allaire

2.      Carat Williams              2800   12,7     Matthieu Abrivard                 190

3.      Dostoievski               2775   13,4    Eric Raffin                                 60

4.      Falcao de Laurma        2800   12,8     Thierry Duvaldestin           190

5.      Bel Avis                    2800   13,4     Nicolas Bazire                       610

6.      Black Jack From           2775   14,3g  Guillaume Gillot                    380

7.      Eolia de Houëlle           2775   16,6     Pascal Tijou                           950

         Flèche du Yucca           2775   3.d.R.  Jean-Philippe Dubois            19

         Boston Terrie                 2775   dis.r.    Florian Prioul                       1010

Sieg: 30; Richter: überlegen 7 - ¾ (- Kopf) - 1 - 9 - 4 Längen; 9 liefen (NS All Feeling)

Wert: 18.900 - 10.500 - 5.880 - 3.360 - 2.100 - 840 - 420 Euro

Video: https://www.letrot.com/fr/replay-courses/2020-07-16/8503/4