++ Åby: Kerstin Walters Ebba nach Fehler 8. in 1:15,8/2140 Meter - Karin Walter-Mommerts Frankie Godiva (Markus Waldmüller) dis.rot, Eugenius Face 2. in 1:14,9/2140 Meter, Don Quijote Face (Adrian Kolgjini) dis.rot ++ ++ Treviso: Stall M.S. Diamantens Yucatan Diamant (Pietro Gubellini) 4. in 1:16,6/2060 Meter Bänderstart - Karin Walter-Mommerts Gaudi' Bi (Roberto Vecchione) dis.rot ++ ++ Sonntag: Vier PMU-Rennen sowie die ersten Läufe zur Newcomer- und Silber-Serie ab 10:45 Uhr - Utkieker bereits gestrichen ++ ++ Sonntag: Prix Comte Pierre de Montesson (Critérium des Jeunes), Gruppe I um 200.000 Euro für Frankreichs Dreijährige in Vincennes - Zum Auftakt greift Stall Germanias Staccato HL mit Benjamin Rochard nach seinem ersten Monté-Sieg im Wintermeeting - Beginn 12:48 Uhr ++ ++ Sonntag: PMU in Wien mit Christian Strobls Miramax BR (Erich Kubes), Rolf Dürrs Tyron Hill (Lasse Grundhöfer) und Stall Old Englishs Major Ass (Carsten Milek) im 6.000-Euro-Frei-für-Alle - Startzeit 18:25 Uhr ++ ++ Donnerstag: Abschluss des Straubinger Wintermeetings mit fünf PMU- und einem Rahmenrennen ab 11:00 Uhr ++
Gedankenspiele von Svensk Travsport
30. April 2022

Solvalla, Mittwoch, 27. April 2022. Nicht zum ersten Mal öffentlich Gedanken macht sich Svensk Travsport, der vormalige STC, über die Zukunft des Trabrennsports im Königreich.

„Wir müssen unsere Wettbewerbsstruktur anpassen und weiterentwickeln“, lautet das Credo der Vorsitzenden Maria Croon nach einem Treffen am Dienstag mit sämtlichen für den sportlichen Bereich verantwortlichen Managern und Vorsitzenden der schwedischen Rennbahnen.

Svensk Travsport

Gründe sind  - nicht nur nach dem Motto: „Stillstand ist Rückschritt“ - die seit Jahren leicht rückläufige oder bestenfalls stagnierende Zucht, die auch durch deutlich zahlreichere Importe aus beispielsweise Italien und Deutschland den Mangel an Startpferden für die in den letzten Jahrzehnten üppig gewucherten Veranstaltungen nicht mehr ausgleichen können, sowie die Zuschauerzahlen.

Das seit Jahren in den großen Pferdesportnationen gepredigte Mantra, dass nur Rennpferde erwirbt, wer das prickelnde Flair auf der Rennbahn erlebt hat, hat durch die wegen der Corona-Pandemie auch in Schweden fast eineinhalb Jahre währende Ausschließung des Publikum seine Wirkung verloren.

„Diesen Sommer müssen wir als Chance ergreifen, unser Publikum zurück auf die Bahn zu holen mit besonderen Aktionen. Da sind auch die lokalen Veranstalter gefragt“ - sprich die Rennbahnen selbst, die in Eigenverantwortung gefordert sind.

Erhebliche Sorgen macht ST die sinkende Anzahl von Startern pro Rennen: 2014 waren es noch 11,5, 2021 sank die Zahl auf den historischen Tiefstand von 10,6. Das liegt unter anderem auch an der enorm ausgeweiteten Zahl der Veranstaltungen trotz sinkender Fohlengeburten. Was zum Beispiel vor rund zwei Jahrzehnten ganz vorsichtig mit fünf Rennen am Freitagmittag als Lunch Race begonnen hat, ist inzwischen zu einer wochentäglichen Mittagsveranstaltung mit mindestens sieben Rennen gewuchert.

War einst am Samstagabend nach der V75-Wette Schluss und der „Papa gehörte der Familie“, so folgt seit einigen Jahren eine Abendveranstaltung, für die sich die ATG oft genug mit fremden, sprich ausländischen Federn meist aus Norwegen schmücken muss.

Schließlich sollen die Wetter bei der ATG-Stange gehalten werden und nicht zu anderen Wettanbietern abwandern, die rund um die Uhr Pferderennen anbieten. Aus diesem Grund beginnen die Rennübertragungen der ATG an Wochentagen bereits um 9.00 Uhr. Über die Computer-Monitore flimmert dann der Sulkysport aus Down Under.

So hat ST vorgeschlagen, die Zahl der Rennveranstaltungen von 878 in diesem auf 825 im kommenden Jahr abzuschmelzen, wobei die Hälfte der gestrichenen Renntage auf Solvalla entfallen würde. Wegfallen sollen auch fünf von insgesamt 109 Breddlopp-Tagen - Veranstaltungen für Pferde mit wenigen Startpunkten und/oder Fahrern mit einer geringen Anzahl von Starts. Erhalten bleiben sollen nach Vorstellungen von ST die Lunch Races und die Abendrennen nach der V75-Runde als Breddlopps.

Obwohl Solvalla bei dem „Brainstorming“ die Hälfte seiner Lunch Races abgeben würde, soll die Hauptstadtbahn als Premium-Marke weiter gestärkt werden. Die bei den entfallenden Lunch Races eingesparten Prämien und Kosten in Höhe von rund 20 Millionen Kronen sollen den Mittwoch stärken, dessen V86-Rennen dann wie die V75-Rennen den Status als STL-Rennen (Svensk Trav-Liga) hätten.

Schon für diese Saison hat Solvalla einen weiteren Schritt hin zu bedeutenden Events getan. War es vor ein paar Jahren der Geburtstagsrenntag Mitte August, an dem der Jubileumspokalen, den sich Solvalla 1977 zum 50. Geburtstag spendiert hat, durch die  ebenfalls zur Gruppe I zählende European Championship for Fillies and Mares zählende Zuwachs bekommen hat, so wurde im Vorjahr der Prix Readly Express für Vierjährige ins Leben gerufen.

Dessen Dotation wurde heuer auf 1.132.000 Kronen erhöht, und auch er wird nunmehr von einem Stutenrennen begleitet: Der neu geschaffene Prix Diana Zet für vierjährige Ladys wirbt mit Prämien von 768.000 Kronen; beide Matches sind für Mittwoch, den 22. Juni terminiert.

Es liegt nun an den einzelnen Vereinen, Verbänden und Organisationen, diese Vorschläge zu diskutieren. Bis zum Spätsommer liegt der Ball bei ihnen - dann sollen die Planungen für den 2023er Rennkalender vom Vorstand des ST in Form gegossen werden.