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„Full House“ für Philippe Allaire
28. April 2021

(nn) Vincennes, Dienstag, 27. April 2021. Erst am Sonntag hatte sich Philippe Allaire in der Ferrari-Stadt Modena mit Callmethebreeze den Gran Premio Tito Giovanardi, den ersten Klassiker für die italienischen Dreijährigen auf dem Weg zum Derby Italiano, einverleibt. Nun machte der 61-jährige auch bei beiden sogenannten Qualifikationsläufen zum Prix Albert Viel, dem Highlight des Frühjahrsmeetings für den französischen „I“-Jahrgang, das um 170.000 Euro in genau zwei Monaten auf der Agenda steht, Tabula rasa und einmal mehr deutlich, dass seine Jungspunde fast immer Marksteine in den frühen Klassikern sind.

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Kopfstudie von Italiano Vero (Foto: letrot.com)

So gut wie alles, was sich bis dato aus der 2018 geborenen Aufzucht etwas deutlicher aus der Deckung gewagt hatte, war in den beiden Halbklassikern um je 100.000 Euro präsent - die Spitzenkräfte sowieso. Das erste Wort hatten im Prix Paul Karle die jungen Hengste, von denen Iron Meslois gar nicht erst ans Auto zu bekommen war, Impressionist sowie Infant Perrine in der Frühphase patzten und damit auch schon heraus waren.

Mächtig eilig hatte es David Thomain, der mit Italiano Vero vor Intouchable Ar, Idem du Pont und Impact Player das Kommando übernahm und daraus auch von Idéal Ligneries nicht zu vertreiben war, dem bei horrender Pace die undankbare Aufgabe oblag, als Erster die Außenspur zu beackern. Das tat der von Invictus Madiba, Idéal de Castelle und In The Money verfolgte Billard-Schützling ganz vorzüglich und hatte auf den finalen 300 Metern gar noch Kraft, den Ready-Cash-Sohn zu einem einsamen Duell eine ganze Ecke vor den Verfolgern zu fordern.

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(Foto: equos.it)

Das bestand Italiano Vero mit Kampf und Bravour, musste aber schon die neue Rekordzeit von 1:12,2 vorlegen - auch die alte hatte 2019 mit Gotland (1:12,4) ein für Allaires eigene Kasse laufender Hengst erzielt -, um den unermüdlichen, sich diesmal jeden falschen Schritt verkneifenden Idéal Ligneries um eine halbe Länge im Zaum zu halten. Sechs Längen zurück konzentrierte sich Théo Duvaldestin darauf, mit In The Money, der zu weit von der vorderen Musik entfernt gelegen hatte, als diese zum Finale furioso aufzuspielen begann, Platz drei zu ergattern. Im Kampf um eben diese „Bronze“ sprang der hochgehandelte frische Doppelsieger Invictus Madiba, wäre jedoch ohnehin wohl bloß Vierter geworden.

„Ich bin sehr gespannt, wie es mit ihm weitergeht. Francks Pferd hat bis zum Schluss nicht locker gelassen, Italiano hat sich genau so erbittert gewehrt - das war ein tolles Comeback nach zwei Monaten Pause“, war Thomain begeistert von seinem Partner, der mit dem siebenten Erfolg aus elf Versuchen und 227.450 Euro an Gewinnen Platz eins im Jahrgang von In The Money zurückgeholt hat - vorerst.

Prix Paul Karle (Gruppe II nat., dreij. Hengste)

2100m Autostart, 100.000 Euro

1.      Italiano Vero                  12,2     David Thomain                  19

         3j.br. Hengst von Ready Cash a.d. Baraka d’Henlou von Diamant Gédé

         Be / Tr: Philippe Allaire; Zü: Guido Carnesecca

2.      Idéal Ligneries              12,3     Franck Nivard                  100

3.      In The Money                12,9     Théo Duvaldestin              70

4.      Ikacou des Cinty           13,0     Gabriel Angel Pou Pou  210

5.      Impact Player                13,0     Emmanuel Allard         1410

6.      Idéal de Castelle          13,7     Antoine Wiels                  340

7.      Intouchable Ar               15,5     Richard Westerink        1100

8.      Iron Meslois                   28,0g  Pierre Belloche               510

         Invictus Madiba             dis.r.    Alexandre Abrivard           82

         Impressionist                 dis.r.    Eric Raffin                           63

         Infant Perrine                dis.r.    Paul Philippe Ploquin    380

         Idem du Pont                 dis.r.    Yoann Lebourgeois        710

Sieg: 19; Richter: Kampf ½ - 6 - 1½ - Kopf - 7 - 20 Längen; 12 liefen

Zw-Zeiten: 11,2/500m - 11,9/1100m - 12,4/1600m

Wert: 45.000 - 25.000 - 14.000 - 8.000 - 5.000 - 2.000 - 1.000 Euro

Video: https://www.letrot.com/fr/replay-courses/2021-04-27/7500/5

Den Sieg verschlafen

Nicht völlig unerwartet schleppte Familie Allaire auch im Prix Masina für die Demoiselles den dicksten Scheck heim, wobei die 45.000 Euro für Platz eins offiziell Philippes Ehefrau Gitte Poulsen-Allaire gutgeschrieben werden. Sie durfte sich bei Franck Nivard bedanken, der It’s Now or Never ebenfalls vorneweg die Körner mit all seiner Routine erstklassig einteilte - und noch mehr bei Jean-Philippe Dubois. Der 55-jährige wartete mit Jahrgangskönigin Inoubliable hinter Idylle à Vie und Stallkameradin Illusive Artist im dritten Paar außen - und wartete, bis es zu spät und It’s Now or Never ruckartig auf fünf, sechs Längen enteilt war.

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Das Original-Zielfoto

Diesen Vorteil ließ sich die Tochter Charly du Noyers - auch der ein Allaire-Produkt - nicht mehr nehmen, wenngleich es im Ziel haarig eng war und erst ein Blick aufs Zielfoto sie als Klassenbeste offenbarte. Spektakulär nämlich war die Flugshow, die Inoubliable einen Hauch zu spät ansetzen durfte. Wie ein Porsche gegen einen VW-Käfer pfefferte die von Prodigious gezeugte Fuchsstute die letzten 200 Meter in atemberaubender Geschwindigkeit herunter und hätte zwei Meter weiter den fünften Sieg „fix“ gehabt.

Auch die für Beide gestoppten 1:13,0 bedeuten neuen Rennrekord, den zuvor - wie sich die Bilder gleichen - Madame Poulsen-Allaires Girls Talk 2019 auf 1:13,3 geschraubt hatte. Kleines Trostpflaster für den „verschlafenen“ Jean-Philippe Dubois, dass Stallkameradin Illusive Artist keine Illusionskünstlerin blieb, sondern sauber und souverän Platz drei vor der innen hinter It’s Now or Never engagierten Icône de Castelle ergatterte.

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(Foto: twitter.com)

Nivard freute sich diebisch über sein Husarenstück, das It’s Now or Never mit dem vierten Treffer auf 134.950 Euro voranbrachte: „Zu Beginn hatte sie‘s etwas eilig, doch insgesamt hat sie ihre Sache sehr gut gemacht. Bereits im Critérium des Jeunes hat sie sich als Vierte und damit beste Stute hervorragend geschlagen. Wir konnten uns alles prima einteilen, und an der letzten Ecke war’s dann höchste Zeit, Fersengeld zu geben. Es hat gegen eine furios spurtende Inoubliable gerade so gereicht. Ein Wort noch zu Idéal Ligneries: Ich glaube, er ist ein Pferd mit Zukunft. Heute hat er mich außen herum voll überzeugt und im Einlauf unglaublich gekämpft - das gelingt in seinem Alter bei diesem Tempo nur mental harten Pferden.“

Prix Masina (Gruppe II nat., dreij. Stuten)

2100m Autostart, 100.000 Euro

1.      It’s Now or Never          13,0     Franck Nivard                    47

         3j.br. Stute von Charly du Noyer a.d. Deep Purple von Prodigious

         Be: Gitte Poulsen-Allaire; Zü / Tr: Philippe Allaire

2.      Inoubliable                     13,0     Jean-Philippe Dubois      21

3.      Illusive Artist                  13,2     Julien Dubois                  600

4.      Icône de Castelle         13,4     Alexandre Abrivard           52

5.      Ivresse de Blary            13,5     Damien Bonne                510

6.      Idylle à Vie                     13,5     Alexis Chéradame         100

7.      I Love You                      13,7     Mathieu Mottier               230

8.      I Want You                      13,7     Gwenn Junod                1490

9.      Intuition                           13,8     Eric Raffin                        380

         I Love Me                       dis.r.    Tony Le Beller                 220

         Isla Bonita                      dis.r.    David Thomain               370

         Idylle du Trio                  dis.r.    Yoann Lebourgeois        270

Sieg: 47; Kampf k.Kopf - 2½ - 2 - 1 - Kopf - 2½ Längen; 12 liefen

Zw-Zeiten: 09,6/500m - 11,4/1100m - 13,5/1600m

Wert: 45.000 - 25.000 - 14.000 - 8.000 - 5.000 - 2.000 - 1.000 Euro

Video: https://www.letrot.com/fr/replay-courses/2021-04-27/7500/7