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Favoriten-Rondo bei den Youngsters

(nn) Dover / Delaware, Donnerstag, 7. November 2019. Die große Saison geht auch jenseits des Atlantiks mit rasanten Schritten ihrem Ende entgegen.

Viele Rösser befinden sich bereits in den Winterquartieren, und so wunderte es nicht, dass die Matron Stakes im 38.000-Einwohner-Städtchen Dover dicht an der Meeresküste ausgesprochen wenig Nachfrage gefunden hatten.

Eine Augenweide: Next Level Stuff (Foto: sulkysport.se)

Je sieben Starter bei den zweijährigen männlichen bzw. weiblichen Pacern, deren sechs bei den jungen Traber-Herrn - den Vogel schossen die Traber-Ladys ab, deren Bewerb wegen lediglich vier Teilnehmerinnen als erstes Rennen ohne Totalisator über die 1000 Meter lange Bühne von Dover Downs ging. Das Ergebnis war so, wie es der Wettmarkt  vermutlich ausgeworfen hätte: Tim Tetrick schnappte sich mit der aus neun Starts fünfmal über den Winner Circle heimgekommenen Sebastian-K.-Tochter Next Level Stuff den Taktstock vor Queen of the Hill (zehn Starts, vier Siege) und blieb jederzeit souverän vor der von Per Engblom trainierten Explosive-Matter-Tochter. Mit 1:10,5 bzw. 1:10,7 erzielten beide bemerkenswerte Zeiten, die Luv U Bye Click deutlich zu viel waren: Sie wurde 23 Längen später Dritte, weil Rebecca Clark nach früher Galoppade die 1609 Meter endlos zurück absolvierte.

Matron Stakes - Trab - (int., zweij. Stuten)

1609m Autostart, 147.600 USD

1.      Next Level Stuff               10,5    Tim Tetrick                               

         2j.dklbr. Stute von Sebastian K. a.d. Nantab v. Cantab Hall

         Be / Zü: Runthetable Stables; Tr: James “Jim” Campbell

Sieg: ohne Totalisator; Richter: leicht 2½ - 22¾ Längen; 4 liefen

2.      Queen of the Hill                             

3.      Luv U Bye Click                                  

         Rebecca Clark              

10,7    Yannick Gingras                     

13,6    Steve Smith                             

hdF     Dexter Dunn

     

 

Schnellster zweijähriger Wallach auf 1000-Meter-Bahnen: Amigo Volo (Foto: drf.com)

Turmhoch überlegene Ware bei den trabenden „Colts and Geldings“ war zwölf Tage nach seinem Breeders-Crown-Triumph Amigo Volo, der mit seinen 514.696 Dollar fast das Doppelte seiner fünf Kollegen zusammen eingetrabt hatte. Auch Dexter Dunn ließ mit dem am 3. Oktober 2018 in Lexington für 42.000 Dollar ersteigerten Father-Patrick-Spross vom Fleck weg keine Milde walten, riss ruckzuck das Kommando an sich und blieb stramm auf dem Gaspedal. Das mündete in einen überlegenen Sechs-Längen-Erfolg - den sechsten der ersten Saison - über den gleichfalls von Father Patrick gezeugten Patriarch Hanover und einen neuen Weltrekord: Die erst 2019 von Real Cool Sam aufgestellte Bestmarke für Wallache auf 1000-Meter-Bahnen wurde von 1:10,7 auf 1:10,1 gestutzt. Mit 605.496 USD löste der Amigo auch nach Gewinnsumme Real Cool Sam ab und führt die Liste der zweijährigen Traber an, was die Gage betrifft.

Matron Stakes - Trab - (int., zweij. Hengste & Wallache)

1609m Autostart, 181.600 USD

1.      Amigo Volo                      10,1    Dexter Dunn                      11

         2j.dklbr. Wallach von Father Patrick a.d. Margarita Momma von Yankee Glide

         Be: Pinske Stables & David J. Miller; Zü: Kentuckiana Farms & Jörgen Jahre, NO; Tr: Richard Norman

2.      Patriarch Hanover      

3.      Moveoutofmyway K     

4.      Saxon                          

5.      Hell Patrol                   

6.      Speed Ball Swagger    

10,9    Matthew Kakaley             

11,0    Yannick Gingras           

11,3    David Miller                       

11,7g  Tim Tetrick                     

11,8    Mattias Melander          

93

248

94

184

415

Sieg: 11; Richter: überlegen 6½ - ¾ - 3 - 3¼ - ¼ Länge; 6 liefen

 

Rehabilitiert: Papi Rob Hanover (Foto: harnesslink.com)

Bei den zweijährigen Pacer-Ladys hatte wiederum Tim Tetrick die dickste Hand im Spiel und holte sich mit der Captaintreacherous-Tochter Lyons Sentinel den größten Batzen der ausgelobten 176.400 USD. Fürs Training der 12:10-Favoritin ist Jim Campbell verantwortlich. Mehr gab’s für die Wetter bei den Jungs auch nicht an Papi Rob Hanover zu verdienen, der im Breeders-Crown-Finale nach dramatischem Finish die Linie als Erster erreicht hatte, im Eifer des Gefechts Tall Dark Stranger ein wenig in die Quere gekommen und deshalb von den „Judges“ auf Platz zwei versetzt worden war. Unter den sechs Mitbewerbern war diesmal keiner, der „Papi“ annähernd das Wasser reichen konnte. Fünf Längen voraus verschaffte ihm Dave Miller ein 93.000 Dollar dickes Trostpflaster für die entgangene Krönung.