++ Die Starterangabe für den Renntag am Montag, 5. Oktober 2020, in Dinslaken wird verlängert bis Mittwoch, 30. September 2020, 10:00 Uhr ++ ++ Heute: Nimczyk-Großaufgebot beim PMU-Abend in Mons (ab 18:30 Uhr) - Robbin Bot mit Out of the Slums, Hercules Petnic und Prigana, Thomas Maaßen mit Favori de la Basle ++ ++ Heute: Die Vorläufe 3 und 4 zum Grand Prix de l'U.E.T. in Vincennes - Velten von Flevo mit Hugo Langeweg jr. als deutscher Vertreter u.a. gegen Gotland (18:45 Uhr) - Stall Habos Payet mit Tomas Pettersson in Romme (13:26 Uhr) - Günther Grubers Harley As mit Sybille Tinter in Eskilstuna (21:15 Uhr) ++ ++ Mittwoch: PMU-Soiree in Gelsenkirchen - Acht Prüfungen ab 17:15 Uhr - Fahrerwechsel: 703 White Phoenix mit Michael Nimczyk (ohne Gewähr) ++ ++ Freitag: Deutsches Duell Larsson vs. Key Largo in Billund ++ ++ Samstag: Deutsche Amateurmeisterschaft in Hamburg - Drei Vorläufe, Finale und Trostlauf um ingesamt 35.000 Euro (Beginn 14:00 Uhr) ++ ++ Sonntag: Großer Preis von Deutschland um 40.000 Euro mit internationaler Top-Besetzung eingebettet in ein hochkarätiges Rahmenprogramm (Beginn 14:00 Uhr) ++ ++ Sonntag: 135. Österreichisches Traber-Derby (50.000 Euro/2600 Meter/17:15 Uhr) in der Wiener Krieau mit Italiano KP (Rudi Haller), Black Star (Josef Sparber) und Dellaria Venus (Christoph Schwarz) ++
FTB grenzenlos!?
12. September 2020

(nn) Vincennes, Samstag, 12. September 2020. Im Wochentakt lockt das Plateau de Gravelle mit gewaltigen Summen. An diesem Samstag standen zwei auf jeweils 170.000 Euro reduzierte Klassiker auf der Karte, von denen der Prix d’Etoile durch den Raubzug Face Time Bourbons geadelt wurde.

Der Ready-Cash-Sohn, dessentwegen Björn Goop die V75-Veranstaltung im fernen Hagmyren sausen ließ, präsentierte sich einmal mehr als grenzenloses Rennpferd, das in dem Klassiker für die Drei- bis Fünfjährigen, bei dem der jüngste Jahrgang (H) 50 Meter Vorsprung auf die 2150 bzw. 2200 Meter kurze Reise mitnimmt, aus dem „Stand“ den eigenen Bahnrekord egalisierte.

FTB

© paris-turf.com

Geschlagene 13 Jahre hat es gedauert, bis Kool du Caux‘ 1:09,8 aus dem Prix de France 2007 geknackt wurde. Selbst ein Bold Eagle hat sich an dieser Marke, die aus dem Winter stammt, die Zähne ausgebissen. Es blieb seinem Nachfolger auf dem Traberthron, der für ebenso viele Gänsehaut-Momente wie der „Adler“ sorgt, vorbehalten, am 21. Juni im Prix René Ballière mit 1:09,4 in eine neue Dimension vorzustoßen. Der wird mit dem Auto gestartet, diesmal ging’s aus dem Band und damit fast aus dem Stand los. Augenscheinlich kein Problem für das Pferd mit dem Monstermotor und der doppelten Lungenkapazität, diese Zeit noch einmal zu erzielen - und dies nicht etwa im harten Kampf, sondern leicht und locker wie bei einer zügigen Trainingseinheit.

Da konnte sich Jean-Michel Bazire mit Hooker Berry vor Hirondelle Sibey von der Grundmarke noch so sehr mühen, eine Flucht im 1:10er Bereich anzuzetteln, mit der er seine anderen Bandgefährten Hermine Girl und Hede Darling bald vor massive Probleme stellte: Für Face Time Bourbon, dessen Kürzel „FTB“ das neue Gütesiegel des Trabrennsports ist, juckte das gar nicht. 50 Meter zurück am zügigsten in die Hufe gekommen, kannte Goop keine taktischen Plänkeleien und scheuchte ihn trotz der brachialen Vorlage unverdrossen durch die Todesspur.

Mit Vorjahrssieger Feliciano, Frisbee d’Am und Fakir du Lorault im Gefolge fraß der unscheinbare Braune in Windeseile Meter um Meter, gab keine Ruhe, als er Hooker Berry erreicht hatte, und löste diesen 800 Meter vorm Ziel ab. Den Husarenritt steckte der vom Hamburger Geschäftsmann Rainer Engelke gezüchtete Goldesel bestens weg. Aufreizend lässig schaute sich sein Chauffeur 50 Meter vorm Ziel um, was hinter ihm so geschah, und tätschelte seinem Partner liebevoll den Allerwertesten.

Für den war‘s nicht viel mehr als neuerlicher Dienst nach Vorschrift, nach dem in blanken Zahlen 24 Siege aus 28 Ausfahrten und 1.926.900 Euro in seinem Bordbuch stehen. Von Bold Eagle war man Erstklassiges gewohnt; sein Nachfolger scheint reichlich draufsetzen zu wollen - schließlich war dies der elfte Treffer auf höchstem Niveau.

Drei Längen hinter dem souveränen Sieger tobte der Kampf um die besseren Plätze, bei dem etwas überraschend weder Hooker Berry als der vermeintlich Stärkste der jungen Garde noch Feliciano wesentliche Mitspracherechte hatte. Frisbee d’Am scheint sich im großen Schatten Face Time Bourbons ausgesprochen wohl zu fühlen: Wie im Europa-Derby der Vierjährigen in Vermo und im Critérium Continental hielt er sich zu Guaratos nächstem Überflieger knapp vor Fakir du Lorault am besten.

„Er ist ‚magnifique‘“, strahlte Goop noch mehr als sonst, „er ist unabhängig von Startmethode, Distanz und Taktik. Ich hätte durchaus einen Tick schneller fahren können, doch ich sehe ihn lieber so leichtfüßig gewinnen, als dass ich etwas erzwingen muss. Was wir heute gespart haben, kommt ihm beim nächsten Mal zugute.“

Der Fünfjährige ist nicht nur für die Besitzergemeinschaft um den Napolitaner Antonio Somma eine Geldmaschine: 1.552.847 der 1.657.620 auf Platz gewetteten Euro fielen auf „FTB“. Nach langem Zögern entschloss man sich, diese nicht zu canceln, sondern mit der Pflichtquote von 11:10 zu bedienen, so dass allein auf ihn rund 1,71 Millionen Euro ausbezahlt wurden. Ein mieses Geschäft für die PMU, die sich offensichtlich bei Frankreichs neuem Traber-Heros keine Blöße geben wollte.

Prix de l’Etoile (Gruppe I nat., drei- bis fünfj. Hengste & Stuten)
2200m Bänderstart; Dreij. starten von 2150m; 170.000 Euro
1.    Face Time Bourbon    2200    09,4*    Björn Goop    12
    5j.dklbr. Hengst von Ready Cash a.d. Vita Bourbon von Love You
    Be: Scud. Bivans Srl, IT (Antonio Somma); Zü: Haras Saint Martin (Rainer Engelke); Tr: Sébastien Guarato
2.    Frisbee d’Am    2200    09,7    Alexandre Abrivard    610
3.    Fakir du Lorault    2200    09,7    François Lecanu    990
4.    Hirondelle Sibey    2150    11,4    Eric Raffin    260
5.    Feliciano    2200    09,8    David Thomain    75    
6.    Hooker Berry    2150    11,4    Jean-Michel Bazire    55
7.    Hede Darling    2150    12,9    Jean-Pierre Dubois    560
8.    Hermine Girl    2150    13,0    Christophe Lebissonais    1090
*Rennrekord, Einstellung des (eigenen) Bahnrekords
Sieg: 12; Richter: überlegen 3 - ¾ - Hals - k.Kopf - ½ - 16 - 1½ Längen; 8 liefen
Zw-Zeiten: 10,7/650m - 10,8/1150m - 09,4/1650m
Wert: 76.500 - 42.500 - 23.800 - 13.600 - 8.500 - 3.400 - 1.700 Euro

Video: https://www.letrot.com/fr/replay-courses/2020-09-12/7500/7

Lodernde Flamme beim Sattel-Debüt

Mit dem Prix de Normandie, dem Pendant des Critérium des 5 Ans für die Sulky-Pferde, hatten 14 fünfjährige Satteltraber ihren letzten Jahrgangs-Klassiker vor der Brust. Die Trophäe ging nicht an einen der Etablierten und Reichen, sondern mit Flamme du Goutier an eine Newcomerin in dieser Disziplin. Die Ready-Cash-Tochter, mit der Trainer Thierry Duvaldestin total auf die späte Entwicklung gesetzt hat, hatte vor 14 Tagen im Critérium des 5 Ans ihren ersten Auftritt überhaupt in einer Gruppe-Prüfung und bereits dort mit Rang drei hinter dem „unschlagbaren“ Face Time Bourbon und Feliciano als Ärmste jener 17 Kandidaten für Aufsehen gesorgt.

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Flamme du Goutier und Antoine Wiels © letrot.com

Nun lief‘s mit Antoine Wiels noch effektiver für die Braune, die auf dem letzten Abschnitt eindeutig die meiste Puste hatte, aus dem Mittelfeld immer prominenter wurde und die vom Fleck weg enorm Tempo bolzende Flèche Bourbon sicher einsammelte. Durchweg im Windschatten der Guarato-Stute, die bereits zwei klassische Montés auf ihre Kappe gebracht hat, mühte sich Favorit Feeling Cash redlich, musste die beiden Ladys am Ende jedoch glasklar ziehen lassen und bleibt trotz Gagen von nunmehr 963.910 Euro so etwas wie ein Unvollendeter: Obwohl er im Reiten wie Fahren fast jedes Rennen auf höchster Ebene mitgenommen hat, reichte es für den Ready-Cash-Sohn wieder nicht zum ganz großen Wurf; fünf Ehren- und drei dritte Plätze in diesen Aufgaben zieren seine Vita.

Dem von Maik Esper trainierten Fun Quick saugte die Arbeit des äußeren Anführers den Mumm aus den Knochen: Er entschwand in der Entscheidung nach hinten und blieb als Achter „Bester ohne Geld“. Noch schlimmer erwischte es Fado du Chêne, einen der Cracks der ersten Monté-Stunden. Der bullige Singalo-Spross, immerhin dreifacher klassischer Sieger, präsentierte sich wie so oft in letzter Zeit im falschen Film. Am Start legte er ein paar Galoppsprünge ein, so dass er als Vorletzter auf die 3.000 Meter weite Reise ging, machte auf der Tribünengeraden rasch Boden wett, löste Fun Quick als äußeren Leader ab - und landete nach diesem Gewaltritt beim zweiten Aussetzer am Fuß des Anstiegs am Sünderturm.

Kein Wunder bei dem vorgelegten Tempo: Auf 1:13,5 hatte Etoile de Bruyère den Rennrekord im Vorjahr geschraubt, den Flamme du Goutier mit ihren 1:12,7 in eine andere Dimension hievte. Nach neun Siegen aus 27 Starts ist sie bei 251.320 Euro noch immer eher ein Underdog, der nach Lage der Dinge als frisches Pferd das Konto zügig weiter ausbauen sollte.

Die Honneurs gab Antoine Wiels (32) an Jean-Paul Marmion weiter, für den er derzeit viel fährt und reitet: „Mein Dank gilt ihm! Wir haben gestern über das Rennen gesprochen, und er hat mir geraten, zu Beginn nichts zu überstürzen. Er hatte wieder mal recht - er weiß und sieht einfach alles! Überrascht war ich nach dem dritten Platz im Critérium nicht wirklich von der Stärke meiner Stute. Thierry hat sie nicht einmal unterm Sattel arbeiten lassen, wie er mir verraten hat, sondern ihr voll und ganz vertraut.“

Prix de Normandie - Monté - (Gruppe I nat., fünfj. Hengste & Stuten)
3000m Bänderstart o.Z., 170.000 Euro
1.    Flamme du Goutier    12,7*    Antoine Wiels    79
    5j.br. Stute von Ready Cash a.d. Utopie du Goutier von Kaisy Dream
    Be: Ecurie Saint Martin; Zü: S.C.E.A. des Bissons; Tr: Thierry Duvaldestin
2.    Flèche Bourbon    12,8    Alexandre Abrivard    27
3.    Feeling Cash    13,2    Eric Raffin    26
4.    Forever Speed    14,0    Julien Raffestin    1440
5.    Flore de Janeiro    14,2    Pierre-Yves Verva    1280
6.    French Man    14,3    Adrien Lamy    590
7.    Force Vive    14,5    Benjamin Rochard    1410
8.    Fun Quick    14,8    Matthieu Abrivard    110
9.    Frédo Griff    15,9    Mathieu Mottier    1660
    Fifty Black    dis.r.    Anthony Barrier    910
    Fille Vauloger    dis.r.    Yoann Lebourgeois    450
    Fiona Gendréenne    dis.r.    Antoine Dabouis    870
    France Brésil    dis.r.    David Thomain    830
    Fado du Chêne    dis.r.    Paul-Philippe Ploquin    85
*Rennrekord
Sieg: 79; Richter: sicher 1¼ - 6 - 12 - 3½ - 2 - 4 Längen; 14 liefen
Zw-Zeiten: 12,5/1500m - 12,4/2000m - 13,0/2500m
Wert: 76.500 - 42.500 - 23.800 - 13.600 - 8.500 - 3.400 - 1.700 Euro

Video: https://www.letrot.com/fr/replay-courses/2020-09-12/7500/5

Aus der Deckung zugeschlagen

Nichts wurde es mit dem dritten Monté-Gruppe-Sieg in Folge für die amtierende „Präsidentin“ Gladys des Plaines, die als 23:10-Favoritin in die 2175 Meter des Prix Cénéri Forcinal gegangen war. Grund für den „Amtssturz“ war in erster Linie ein schwächerer Start, mit dem sie rund 30 Meter auf die wie entfesselt losdüsenden Gina de Froulay und Gospel Pat verschenkte. Ab der Senke begann sie, das 20 Meter große Loch zu den beiden Flüchtigen zu stopfen, was bergan geschafft war.

Gospel pat

Gospel Pat mit David Thomain © canalturf.com

Als ihre Anhängsel Gloria Berry und Grazia nach außen dirigiert wurden, beorderte auch Mathieu Mottier die Opus-Viervil-Tochter an die frische Luft, doch Gefahr nach vorn vermochte die für eine Satteltraberin eher schmächtige Braune nicht auszustrahlen. Ganz anders Gospel Pat, der aus der veritablen Deckung ungemein präsent war, sich um fünf Längen zum zweiten Gruppe-Treffer aus dem Staub machte und nun 300.250 Euro eingerannt hat.

Während Gina de Froulay die Tempoarbeit mächtig an die Nieren ging, wurde Grazia auf den finalen 400 Metern immer stärker und holte den Ehrenplatz ganz leicht für Alexandre und Laurent-Claude Abrivard, die ihr Lot seit Monaten prächtig in Schuss haben. Gut dabei war Gloria Berry, wogegen Gladys des Plaines alle Mühe hatte, für Platz vier Gina de Froulay auszustechen.

„Es ist sicher nicht verkehrt, solch einen Tag mit einem halbklassischen Erfolg zu beginnen. Über lange Distanzen ist uns Gladys des Plaines überlegen, aber auf der kurzen Strecke ist Gospel Pat eine Macht - das war heute eher eine Promenade. Da er auch im Sulky gut ist, wird er am 29. September auf der kleinen Piste den UET-Vorlauf zum Europa-Derby in Angriff nehmen“, verriet David Thomain die weiteren Pläne mit dem Rappen.

Prix Cénéri Forcinal - Monté - (Gruppe II nat., vierj. Hengste & Stuten)
2175m Bänderstart o.Z., 85.000 Euro
1.    Gospel Pat    11,8    David Thomain    35
    4j. Rapphengst von Uriel Speed a.d. Namorosa von Corot
    Be: Patrick Madar; Zü: Patricia Poupard; Tr: Philippe Allaire
2.    Grazia    12,2    Alexandre Abrivard    57
3.    Gloria Berry    12,2    Jean-Yann Ricart    54
4.    Gladys des Plaines    12,5    Mathieu Mottier    23
5.    Gina de Froulay    12,5    Guillaume Martin    220
6.    Gaïa d’Occagnes    12,7    Florent Guérineau    830
7.    Go Go Gigi    13,2    Pierre-Yves Verva    990
8.    Greta du Châtelet    14,2    Paul-Philippe Ploquin    1070
9.    Gépetto de Godrel    16,7    Julien Raffestin    360
    Gala du Châtelet    dis.r.    Antoine Dabouis    1370
Sieg: 35; Richter: überlegen 5 - ¾ - 2½ - Hals - 2 Längen; 10 liefen
Zw-Zeiten: 09,9/675m - 11,0/1175m - o.Z./1675m
Wert: 38.250 - 21.250 - 11.900 - 6.800 - 4.250 - 1.700 - 850 Euro

Video: https://www.letrot.com/fr/replay-courses/2020-09-12/7500/2

Das Hackebeilchen eingeklemmt

Letzter Programmpunkt der Gruppe-Serie war der Prix de Montélimar für dreijährige Hengste und Wallache, die keine 85.000 Euro verdient hatten und in dem sich mit Brand Roc lediglich ein Ausländer sechs Einheimischen stellte. Über 2700 Meter entwickelte sich trotz des Mini-Feldes ein taktisches Rennen, bei dem Co-Favorit Hatchet Man sein „Hackebeil“ bis zum Schluss  nicht frei schwingen konnte und hinter einer Wand von Pferden als Siebenter und Letzter eintraf.

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Hussard du Landret kämpft sich hin © zeturf.com

Glück gebracht hat David Thomain und Philippe Allaire der Einstandssieg mit Gospel Pat also herzlich wenig. Strahlen durfte hingegen der selten im Vordergrund stehende Benoît Robin, dessen für seine eigene Brieftasche laufender Hussard du Landret aus dem dritten Paar den äußeren Anführer Hermès d’Ecotay dank eines Turbo-Endspurts erwischte. Der Schützling von Clément und Thierry Duvaldestin hatte gemeinsam mit dem (Nicht-)Tempomacher Haut Brion, der zu Beginn des Einlaufs rasch erledigt war und zum Bremsklotz für Brand Roc und eben Hatchet Man wurde, dafür gesorgt, dass alle wohlverpackt blieben.

Hussard du Landret, der schon vier Prämien in Gruppe-Aufgaben eingesackt hatte, trug dieser zweite Erfolg mit 24.750 Euro den höchsten Verdienst seiner Laufbahn ein, mit dem er sein Konto auf 94.750 Euro ausbaute.

Prix de Montélimar (Gruppe III int., dreij. Hengste & Wallache, keine 85.000 Euro)
2700m Bänderstart o.Z., 55.000 Euro
1.    Hussard du Landret    13,9    Benoît Robin    75
    3j.schwbr. Hengst von Bird Parker a.d. Anakine du Bellay von Look de Star
    Be / Tr: Benoît Robin; Zü: Jean-Joseph Daniel
2.    Hermès d’Ecotay    13,9    Clément Duvaldestin    26
3.    Havaroche    14,2    Louis Baudouin    420
4.    Haut Brion    14,2    Yoann Lebourgeois    42
5.    Brand Roc    14,2    Filippo Rocca    800
6.    Hugh de Banville    14,3    Franck Anne    310
7.    Hatchet Man    14,3    David Thomain    27
Sieg: 153; Richter: Kampf Kopf - 3 - ¾ - ½ - ½ - ½ Länge; 7 liefen
Zw-Zeiten: 13,5/1200m - 13,8/1700m - 14,4/2200m
Wert: 24.750 - 13.750 - 7.700 - 4.400 - 2.750 - 1.100 - 550 Euro

Video: https://www.letrot.com/fr/replay-courses/2020-09-12/7500/8

Kein Traumergebnis für Dreambreaker

Nichts wurde es mit dem zehnten Frankreich-Sieg Dreambreakers, dem Jean-Michel Bazire mit dem Prix de Moulins-la-Marche für Sieben- bis Zehnjährige, die keine 425.000 Euro reich waren, eine maßgeschneiderte Aufgabe ausgesucht hatte. Nach vier „Fremdfahrten“ nahm sich „JMB“ des mit 24:10 zum ziemlich klaren Favoriten erkorenen „Oberkrachers“ mal wieder selbst an, der sich trotz vier Fehstarts lammfromm präsentierte.

Dem 20-fachen Sulky d’Or gelang es trotz zahlreicher Führungswechsel, seinen Protegée durchweg im zweiten Paar außen zu lancieren. 800 Meter vorm Ziel kam ihm die Lokomotive abhanden - zu früh, wie sich 400 Meter weiter herausstellte, wo der Offshore-Dream-Sohn energisch angefasst werden musste, weil Jerry Mom und Diablo du Noyer auf ihn eindrangen.

Als Jerry Mom eingangs der Zielgeraden seine Chancen im Galopp wegwarf, witterte Dreambreakers großer Anhang noch einmal Morgenluft, doch reichte es trotz allen Einsatzes nur zu Rang vier und 4.480 der ausgelobten 56.000 Euro. Die beste Geschichte schrieb Trainingskamerad Dostoievski, den Nicolas Bazire zum zehnten Karrieresieg haarscharf vor Black Jack From ins Ziel finishte. „Bronze“ hielt Diablo du Noyer fest.

Video: https://www.letrot.com/fr/replay-courses/2020-09-12/7500/3