++ Heute: Sarah Kube mit Paris Turf in einem mit nur fünf Pferden besetzten Reiten über 1640 Meter in Jägersro - MIchael Nimczyk mit Con Crowe, Lauria Inferior S. und Django Hill (gegen den Berliner Doppelsieger Beethoven Gar mit Jörgen Sjunnesson) - Amazonenfahren mit Gaya de Pervenche (Hanna Lähdekorpi) und Victorymoko (Patricia van der Meer) - Beginn 17:45 Uhr - Stall Habos Julia Sisu mit Per Nordström und Gabriele Pohlmanns Filippa B.J. mit Jorma Kontio in Läufen der Margaretas Tidiga Unghästserie (je 620.000 Kronen) für dreijährige Stute in Solvalla (ab 18:20 Uhr) ++ ++ Rättvik: Stall Gesveas Hera Eck mit Sybille Tinter Sechste in 1:15,4/2140 Meter, Bajaro BR mit Kaj Widell Dritter in 1:16,1/2140 Meter ++ ++ Mittwoch: Auftakt des Juli-Meetings in Hooksiel - Neun gut gefüllte Rennen ab 18:00 Uhr ++ ++ Sonntag: Comeback der C-Bahn-Rennen in Bayern - Nach der Pandemie macht Velden den Auftakt - Beginn 13:00 Uhr ++
Den Vorteil locker genutzt
22. Juni 2022

Toulouse, Mittwoch, 22. Juni 2022. Wie im Vorjahr zog die Karawane des Grand National du Trot für Station 7 zum 1.275-Meter-Rechtskurs des Hippodrome La Cepière in der Airbus-Stadt Toulouse - ohne einen der bisherigen sechs Etappensieger, von denen man Cleangame ohnehin nie mehr auf einer Rennbahn wird bewundern dürfen.

Dafür mit Eire d’Hélios, dem Träger des bei den Trabern imaginären Maillot jaune, der in Abwesenheit seiner ärgsten Widersacher im Gesamtklassement eine erstklassige Gelegenheit hatte, seinen Vorsprung deutlich zu strecken, sowie mit Vorjahrssieger Fakir Mérité und Gangster du Wallon, dem Dritten der 2021er Auflage.

Von diesem Trio konnte allerdings nur Gangster du Wallon nachhaltig punkten. Fakir Mérité, der  25 Meter mehr als 2021 arbeiten musste, hatte, bei Odds von 280:10 nicht ganz unerwartet, genauso wenig zu bestellen wie viel überraschender Eire d’Hélios, der nie von hinten wegkam und nur dank Antritts- und Fleißpunkten seine Führung ein wenig ausbauen konnte.

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Auch für Gangster du Wallon sah es lange nicht danach aus, als solle er wenigstens sein Vorjahrsresultat wiederholen können, denn mit dem vor zwei Jahren vom (nicht mehr druckvollen) Sattel- zum „Sulky“-Traber umgeschulten, in zahlreichen Gruppe-Schlachten gestählten Let’s-go-Along-Sohn tummelte sich Alexis Collette ewig in der Nachhut. Erst 800 Meter vor Schluss ging’s in dritter Spur hinter Fantasia de Ligny und Fakir Mérité halbwegs zügig in vordere Gefilde.

Dort herrschte Favorit Gently de Muze, den Nicolas Bazire nach einem Kilometer vor Fast Domino, Festif Charmant und Cagnoise d’Agon an die Spitze gewuchtet hatte und der ein Stück nach hinten versetzt von Fresneaux bewacht wurde, der Campione Mio und Douglas du Pont im Gefolge hatte.

Zu Beginn der Zielgeraden kamen nur der Bazire-Schützling und die prächtig durchziehende Fantasia de Ligny für Platz eins in Frage. Gently de Muze, mit elf Treffern aus 29 Versuchen noch nicht sonderlich viel beschäftigt, hatte genügend Körner aufgespart, um die Attacke der erstmals wie er auf Gruppe-Level beschäftigten Ready-Cash-Tochter ins Leere laufen zu lassen. Viel leichter, als es der Eine-Länge-Vorsprung vermuten ließe, hatte der Perlando-Sohn die Sache im Griff und ist bei nunmehr 290.850 Euro weiterhin gut unterzubringen auf dieser Tournee, die auf der siebenten Etappe den siebenten unterschiedlichen Sieger kreierte.

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Weit zurück neigte sich erst auf den finalen 75 Metern die Waage zugunsten des weit außen spät auf Touren kommenden Gangster du Wallon, der es schon mit Gegnern ganz anderen Kalibers zu tun gehabt hat. Er schnappte mit jeweils „Hals“-Vorteil den sich zäh verkaufenden Fresneaux und Festif Charmant Platz drei vor der Nase weg.

Voll des Lobes war Bazire junior: „Gently de Muze ist vielseitig einsetzbar und hat den 25-Meter-Vorteil sehr nach Bedarf nutzen können. Als ich ihn zu Beginn der Zielgeraden forderte, war er sofort hellwach und auf 100. Wenn‘s bei einer weiteren Etappe so wie heute passt, wird er dort antreten. Er passt sich an alle Kurse und Gegebenheiten an.“

Mehr Auswirkungen aufs Klassement als bei den Vierbeinern hatte Gently de Muze‘ Sieg bei „drivers“ und „entraîneurs“: in der ersten Kategorie rauschte Nicolas Bazire mit 38 Punkten vor Pierre-Yves Verva (29) und François Lagadeuc (28) auf den Platz an der Sonne und katapultierte zugleich seinen Vater auf Rang eins: „JMB“ führt die Trainergilde mit 35 Zählern vor Franck Harel (32) und Franck Leblanc (23) an.

7. Etappe des GNT

Prix Geny Courses (Gruppe III national, Fünf- bis Zehnjährige)

2950m Bänderstart; 25m Zulage ab 263.000, 50m ab 461.000 Euro (unbesetzt); 90.000 Euro

1.      Gently de Muze              2950   15,3     Nicolas Bazire                            21

         6j.br. Hengst von Perlando a.d. Obade Mancellerie von Halimède

         Be: Yannick Desmet; Zü: Jorsi de Brabander; Tr: Jean-Michel Bazire

2.      Fantasia de Ligny          2950   15,3     Matthieu Abrivard                       99

3.      Gangster du Wallon       2975   15,0     Alexis Collette                             52

4.      Fresneaux                       2950   15,7     Christophe Martens                 210

5.      Festif Charmant             2950   15,7     Cédric Terry                              480

6.      Cagnoise d’Agon           2950   15,7     Laurent Fresneau                    660

7.      Fast Domino                   2950   15,8     Jérôme Chavatte                     300

8.      Douglas du Pont            2950   15,8     Eric Raffin                                    94

9.      Fakir Mérité                     2975   15,2     Franck Marty                             280

10.    Flower by Magalou        2950   15,8     Maxime Grasset                       590

11.    Eire d’Hélios                   2975   15,2     François Lagadeuc                 140

12.    Héros de Fleur                2975   15,4     Alexis Prat                                 260

13.    Douxor de Guez             2975   15,9     Sébastien Pasquier                 980

14.    Doosty                              2950   17,0     Manuel Criado                         930

         Campione Mio                2950   dis.r.    Nicolas Brossard                     460

Sieg: 21; Richter: leicht 1 - 5 - Hals - Hals - 1 - ½ - Kopf - ½ Länge; 15 liefen

Wert: 40.500 - 22.500 - 12.600 - 7.200 - 4.500 - 1.800 - 900 Euro

Video: https://www.letrot.com/fr/replay-courses/2022-06-22/3103/1

Punkte nach Etappe 7 (Amiens, Salon-de-Provence, Reims, Châteaubriant, Le Croisé, Laval, Toulouse):

Eire d’Hélios                           38

Freyja du Pont                        26

Fragonard Délo                      25

Django du Bocage                24

Divine Monceau                     20 (1 Sieg)

Girolamo                                 17 (1 Sieg)

Cleangame                             15 (1 Sieg)

Déesse Noir                            15 (1 Sieg)

Earl Simon                              15 (1 Sieg)

Farah des Caux                     15 (1 Sieg)

Gently de Muze                      15 (1 Sieg)

Hanna des Molles                 14

Favori de l’Iton                        11

Festif Charmant                     11

Day de Bellouet                     10

Dottarus                                   10

Echo de Chanlecy                 10

El Greco Bello                        10

Fantasia de Ligny                  10

Flower by Magalou                10

Caliméro du Thiole               8

Campione Mio                       8

Eden Basque                          8

Félix du Bourg                        8

Gangster du Wallon              8

Wie erstmals 2021 verzichtet man bei der „Tour des Trotteurs“ auf die sonst nach der 7. Station eingelegte sechswöchige Sommerpause. Vor dem zweiten August-Mittwoch, an dem in Saint-Malo die zweite Halbzeit der Tour begonnen hat, geht’s diesmal auf den Rechtskurs von Cabourg. Am 15. Juli, einem Freitag (!), ist Etappe 8 einer der Höhepunkte des dortigen Sommer-Meetings.