(dk) Er war ja sogar einmal für die Wahl zum "Traber des Jahres" nominiert, aber so richtig kann man sich hierzulande mit Jazzman, dessen einzig deutsche Note in Anbetracht eines französischen Vaters, einer italienischen Mutter sowie im Land der Trikolore beheimateter Züchter, Besitzer und Betreuer der Eintrag ins Zuchtbuch ist, nicht identifizieren.
Am Sonntag legte der Niky-Sohn im Prix Jean Rene Gougeon (90.000 € - 2.100 m) solchermaßen etwas zweifelhafte Ehre für die deutsche Zucht ein, als er sich die Gruppe-III-Prüfung in herausragender Manier sicherte und nach einem verdeckten Rennen auf dem Schlussviertel groß aufdrehte.
Damit entschädigte sich der bei 49:10 gehandelte Sechsjährige umgehend für sein unglückliches Scheitern im den »PdA«-Qualifikationen angehörenden Prix Tenor de Baune, wo er kur vor Weihnachten - erstmals komplett unbeschlagen - der roten Flagge verfallen war.
In neuer persönlicher Bestzeit von 1:10,3 / 2.100 m steuerte Alexandre Abrivard Jazzman zu einem überlegenen Sieg - dem insgesamt zwölften seiner bisherigen Kampagne, die er 2022 als Zweijähriger mit einer Fünffach-Serie in Italien begonnen hatte.
Die dafür ausgelobten 40.500 € hatte der Dunkelbraune zuvor schon zweimal eingestrichen: als Sieger der jeweils ebenfalls der Gruppe III zugeordneten Prix Henri Cravoisier in Enghien im Juli 2023 sowie Prix du Perreux auf dem Plateau de Gravelle im Mai des vergangenen Jahres.
Ergebnis und Video: https://www.letrot.com/courses/2026-01-25/7500/7
Solchermaßen quasi amtlich legte die von Kathrin Kirchmaier-Schultz gezogene Cosmea Ehre für die deutsche Zucht im Prix Helen Johansson (90.000 € - 2.100 m - Gruppe III) ein, der das Stuten-Pendant zum Jazzman-Rennen war.
Nach den wenig erbaulichen Erfahrungen vor zwei Wochen in Cagnes-sur-Mer nahm Michael Nimczyk selbst hinter der Germania-Vertreterin Platz und brachte sie aus der zweiten Reihe innen auch direkt gut ab.
An dritter Innenposition kam die Lehner-Stute mit Erreichen des Einlaufs für mehr sicher einen Tick zu spät frei, setzte sich aber nichtsdestotrotz noch blendend ein und behauptet hinter Idylle Express, die mit Paul Ploquin im Speed bereits ihren vierten Sieg in Folge in diesem Wintermeeting errang, sowie Elegance Kronos (Alexandre Abrivard), die zu Beginn der Endgeraden aus zweiter Position das Zepter übernommen hatte, den mit 12.600 € dotierten dritten Rang, bei dem sie mit 1:10,9 / 2.100 m zugleich den von Voyage d'Amour vor sieben Jahren an gleicher Stätte aufgestellten deutschen Stutenrekord auf der Mitteldistanz egalisierte.
Ergebnis und Video: https://www.letrot.com/courses/2026-01-25/7500/9







