++ Karlshorst: Thomas Reber gewinnt mit Woodbrown Beauty Vorlauf und Finale des Bernhard-Albers-Memorial ++ ++ Rättvik: Stall GESVEAs Zebou mit Andre Schiller beim Schweden-Debüt aus zweiter Reihe Zweiter in 1:17,2/2149 Meter - Mantorp: Stall Habos Opalis mit Rikard Skoglund Vierte in 1:14,0/2140 Meter ++ ++ Prag: Bei einem Gastspiel am Samstag gewinnt Robert Pletschacher mit Top Lavec und Pandroklus Eck, belegt überdies mit Fandjo Rang zwei und O.M. Dustin Platz vier ++ ++ Hagmyren: Erster Schweden-Erfolg für Franz-Josef Stamers Nelly Pepper, die unter Christina Hande ein Monté aus dem zweiten Band in starken 1:14,2/2160 Meter klar gewinnt ++ ++ Mittwoch: PMU-Lunch in Dinslaken mit fünf Rennen ab 11:35 Uhr ++ ++ Auch 2021 keine C-Bahn-Rennen in Hooksiel - Wegen fehlender Planungssicherheit durch die Covid19-Pandemie erfolgt bereits jetzt die Absage ++ ++ Auch Pfarrkirchen muss das Pfingstmeeting erneut canceln ++
Adieu, les „A“!
31. März 2021

Paris, 31. März 2021. Wie erstmals für die Generation „V“ ist auch für den 2010 geborenen Jahrgang „A“ in Frankreich nicht schon am 31. Dezember Schluss gewesen. Seit dem Vorjahr dürfen die Vierbeiner noch die Winter-Meetings in Vincennes und Cagnes-sur-Mer komplett mitnehmen, daher beispielsweise elfjährig noch ein letztes Mal im Prix d’Amérique antreten, doch änderten diese drei Monate „Nachschlag“, der nun am 31. März beendet ist, heuer ebenso wenig an der Rangliste der Top Ten, wie sie das vor zwölf Monaten getan haben.

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Arlington Dream (Foto: letrot.com)

Die meisten in Frage kommenden Aspiranten der höheren Einkommensschichten sind ohnehin längst in Rente oder in der Zucht bzw. verdienen als Wallache ihren Hafer jenseits der gallischen Grenzen. Von den Top Ten waren einzig Arlington Dream, der sich am 26. Dezember mit einer roten Karte verabschiedet hat, und Anzi des Liards (Platz fünf im Prix du Luxembourg am 30. Januar) über Winter noch unter Order - mit höchst bescheidenem Erfolg, der keine Verbesserung in der Rangliste einbrachte. Auch von den folgenden noch arbeitenden Aspiranten vermochte niemand ansatzweise in die Gefilde der oberen Zehn vorzudringen, so dass die drei zusätzlichen Monate sportlich unergiebig geblieben sind.

Besonders nachhaltig in Erinnerung bleiben dürften die „Ausjährigen“, darunter die ersten Fohlen von Super-Vererber Ready Cash, den „turfistes“ nicht - mit einer Ausnahme: Aubrion du Gers. Wäre der Wallach aus Jean-Michel Bazires Quartier nicht im August 2019 im Training bei einem fürchterlichen Frontalzusammenstoß verschieden, hätte er sicherlich noch Etliches zu jenen 2,5 Millionen Euro draufgesattelt, die bis dahin für ihn zu Buche standen.Müde wirkte der erst im Januar 2016 ins sechsstellig honorierte Geschäft eingestiegene mächtige Braune nämlich trotz 73 Auftritten noch lange nicht - ganz im Gegenteil, obwohl es gerade erst nach 15 Siegen am Stück drei Ehrenplätze in Folge gegeben hatte.

„Nur“, wie es bei dem stets ohne Check, ziehbare Zaumklappen und sonstiges Brimborium aufgebotenen Braunen heißen müsste. Am 9. September 2017 wurde er nach einem denkwürdigen, knochenharten Fight gegen Bold Eagle und Twister Bi „European Trotting Master“. Da ihm als Wallach Rennen der Kategorie I in seiner Heimat verwehrt blieben, musste er sich mit klassischen Lorbeeren des Auslands begnügen: Oslo Grand Prix 2017, 2018 Kymi Grand Prix und Grand Prix de Wallonie, allesamt mit Jos Verbeeck, stehen auf seiner Visitenkarte. Und hätte der belgische Hexer, Bazires Mann für Einsätze außerhalb Frankreichs, nicht einen ebenso kurzen wie rennentscheidenden Blackout gehabt, wäre zweifellos auch Solvallas Elitloppet 2019 auf seine und nicht Dijons Kappe gegangen.

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Anna Mix (Foto: paris-turf.com)

Von solch internationalen Meriten können seine Altersgefährten nur träumen, die mit ihren Karrieren schon durch waren, als Aubrion erst richtig Fahrt aufgenommen hat. Beste Stute war die kapriziöse Anna Mix, die in Frankreich über Monate gesperrt war, weil sie oft den Start verweigert hatte und stur wie eine Eselin stehen geblieben war. Sie hat die Nordeuropäer mit ihrem Können beglückt und die Karriere mit einem dritten Platz beim Treffen der Franzosen-Traber am 16. Oktober 2018 in Gelsenkirchen beendet.

Ein ähnlich ungenießbarer Bursche war Arlington Dream, der sich oft weit voraus alles durch Galoppaden zunichtemachte. Zum Satteltraber umgeschult, zeigte er sich in diesem Metier sehr viel umgänglicher, ohne an Spritzigkeit einzubüßen.

Immerhin sind aber doch die fast üblichen sechs Millionäre zusammengekommen, von denen Amiral Sacha zweifellos zu Größerem berufen war. Ab fünfjährig hatte der Ganymède-Sohn speziell im Winter mehr mit immer massiver werdenden Atemwegproblemen statt mit den Gegnern zu kämpfen, die ihm erst die Teilnahme am Vincenner Winter-Meeting verwehrten und letztlich das vorzeitige Karriere-Ende im Oktober 2018 bedingten. Ob Trainer Florent Lamare jemals wieder einen solchen Kracher in den Stall bekommt?

Eine „A“-Stute hat sich bereits als Mutter ausgezeichnet: Nachdem bei der zweifachen Gruppe-I-Siegerin Avila (Critérium des Jeunes, Prix de l’Étoile) Anfang 2014 nichts mehr ging, wurde die Ready-Cash-Tochter umgehend der Zucht zugeführt. Während ihre ersten beiden Fohlen Fortaleza d’Aurcy (16.910 Euro) und Goldavila (1.120 Euro) praktisch nichts bewegten, wurde die Nummer drei zur tragischen Heldin: Havana d’Aurcy stand bei sieben Siegen und 306.450 Euro der Traber-Himmel sperrangelweit offen, als sie Anfang Dezember 2020 bei der Trainingsarbeit an den Folgen eines Aortenrisses verstarb.

 Die Top Ten nach Gewinnen (Starts - Siege)

Aubrion du Gers                     Wallach von Memphis du Rib                2.540.072 Euro            73 - 46

Akim du Cap Vert                  Hengst von First de Retz                         1.356.305 Euro            77 - 12

Anna Mix                                 Stute von Ludo de Castelle                    1.320.757 Euro            77 - 19

Arlington Dream                    Wallach von Ready Cash                        1.209.800 Euro            82 - 24

Amiral Sacha                          Hengst von Ganymède                           1.136.780 Euro            54 - 15

Astor du Quenne                    Hengst von Opus Viervil                          1.126.840 Euro            63 - 16

Aladin d‘Ecajeul                     Hengst von Quaker Jet                               998.640 Euro            46 - 14

Attentionally                            Stute von Jasmin de Flore                         966.930 Euro            65 - 10

Ave Avis                                   Hengst von Késaco Phédo                        911.870 Euro            81 - 12

Anzi des Liards                      Wallach von Look de Star                          902.030 Euro            78 - 17