++ Heute: Die Gramüller-Schützlinge Bellucci Rosso (Manuel Pistone), Ispanico Font (Robert Gramüller), Indianajones Treb (Filippo Monti) und Ultrablue (Roberto Vecchione) sowie Karin Walter-Mommerts Florida Spav und Garfield Gar (Roberto Vecchione) in Padua - Beginn 20:13 Uhr ++ ++ Bollnäs: Stall Gesveas Odin Eck mit Sybille Tinter 9. in 1:17,8/2140 Meter ++ ++ Enghien: Mit neuem französischen Rekord von 1:08,0/1609 Meter triumphiert Idao de Tillard (Theo Duvaldestin) im Prix de Washington vor Go On Boy und Rikita JP ++ ++ Årjäng: Gio Cash (Daniel Wäjersten) wiederholt im Årjängs Stora Sprinterlopp (Gruppe II - 975.000 Kronen) in 1:09,4/1640 Meter seinen Vorjahressieg und bezwingt die Redén-Schützlinge Xanthis Harvey und Francesco Zet - Im Rahmen Karin Walter-Mommerts Scandlous Zon mit Björn Goop 2. in 1:13,8/2140 Meter ++ ++ Århus: SI RACING's Herrstolle (Emma Stolle) 7. in 1:17,2/1800 Meter - Duval di Masi (Magnus Nielsen) 5. in 1:15,0/1800 Meter ++ ++ Sonntag: Volle 13er Karte in Gelsenkirchen mit zwei 15.000-Euro-Qualifiern zum Dreijährigen-Kriterium - Beginn 13:30 Uhr ++ ++ Sonntag: 62. Internationale Badener Meile (10.000 Euro) mit Desiderio (Christoph Schwarz), Tyron Hill (Josef Franzl) und Hello Sport (Christoph Fischer) - 35. Österreichisches Traber St. Leger (10.000 Euro) mit Derbysieger Secret Venus (Christoph Schwarz) und Wilander (Marisa Bock) - Im Rahmen Josef Franzl mit Gersh Win, Robert Pletschacher mit Severine Venus und Zara LR, Thomas Royer mit M Eck Gyver, Marisa Bock mit Golda Meir und Massimo Venus, Christoph Fischer mit Victory Ares, Christoph Schwarz mit Valesco, Desiderio und Pearl Newport - Im Reiten Marisa Bock mit Negresco gegen Romina Geineder (Varadero Venus) und Julia Wiesner (Hilfiger) - Beginn 15:45 Uhr ++
Verbände drängen auf Entlastung bei der GOT
11. Juli 2026

Geschlossenes Signal an die Politik: Pferdeverbände drängen auf schnelle Entlastung bei der GOT

Termin bei Bundesminister Alois Rainer

(Pferdesport Deutschland/sag) Pferdesport Deutschland, Deutscher Galopp und der Hauptverband für Traberzucht e. V. (HVT) haben bei einem gemeinsamen Gespräch mit Bundesminister Alois Rainer ihre Forderung nach einer kurzfristigen Entlastung von Pferdehaltern, Züchtern und Betrieben bekräftigt. Die drei Verbände traten dabei geschlossen auf und machten deutlich, dass die Auswirkungen der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) die gesamte Pferdebranche zunehmend belasten.

Für Pferdesport Deutschland nahmen Prof. Dr. h.c. Martin H. Richenhagen (Präsident), Dr. Klaus Miesner (Vorstand Zucht) und Dr. Henrike Lagershausen (Teamleitung Veterinärmedizin und Tierschutz) an dem Gespräch teil. Auf Seiten des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) waren neben Bundesminister Alois Rainer auch Silvia Breher, Parlamentarische Staatssekretärin und Beauftragte der Bundesregierung für Tierschutz, sowie weitere leitende Mitarbeiter des Hauses vertreten.

Die Verbände schilderten in dem Austausch die aktuelle Situation in ihren Bereichen und verwiesen auf die deutlichen Rückgänge. Sowohl die Anzahl der Pferde als auch die der pferdesportlichen Veranstaltungen ist stark zurückgegangen. Ebenso die Zahl der registrierten Züchter und Bedeckungen. Die Rückmeldungen der Zuchtverbände aus der laufenden Zuchtsaison fallen deutlich dramatischer als bisher aus. Die Verbände sehen die teilweise extrem angestiegenen Tierarztkosten als wesentlichen Belastungsfaktor für Pferdehalter und Zuchtbetriebe an.

Sofortige Entlastung der Pferdehalter gefordert

Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die gemeinsamen Forderungen der drei Verbände. „Es braucht eine sofortige Entlastungsmaßnahme der Pferdehalter, auch wenn die Evaluierung der GOT noch läuft“, forderte Dr. Klaus Miesner. Professor Martin Richenhagen kritisierte erneut den laufenden Evaluierungsprozess und stellte auch die Abschaffung der GOT in den Raum. Gemeinsames Mindestziel der drei Pferdeverbände ist die Aufhebung der Verbindlichkeit der GOT 2022. Dies sei kurzfristig umzusetzen, sagte Richenhagen, um eine direkte Entlastung der Pferdehalter schnell zu erreichen. In einem gemeinsamen Schreiben an Bundeslandwirtschaftsminister Rainer hatten die drei Pferdeverbände bereits im April 2026 darauf hingewiesen, dass sich in anderen Branchen Modelle längst bewährt haben, die der Orientierung dienen, ohne dabei verbindlich zu wirken (u.a. bei Architekten, Ingenieuren und Steuerberatern).

Nachdrücklich haben die drei Verbände darauf hingewiesen, dass die laufende Evaluierung nach ihrer Auffassung nicht die Anforderungen an eine ergebnisoffene Überprüfung erfüllt. Denn: Eine wissenschaftlich belastbare Evaluation muss ergebnisoffen prüfen, ob die Ziele der GOT 2022 überhaupt erreicht wurden. In der jetzigen Evaluation fehlen die konkreten Auswirkungen auf Tierhalter und Tierwohl, die aktuell negative Entwicklung der Tierzahlen, die Entwicklung von Behandlungen und Euthanasien, die allgemeine Marktentwicklung sowie die Bedeutung von Arzneimittelumsätzen und Rabattstrukturen. Zu prüfen sind auch kartellrechtliche Fragestellungen aufgrund der zunehmenden Bildung großer Gruppen- bzw. Unternehmensverbünde von Tierarztpraxen und -kliniken.

Darüber hinaus fordern die Verbände:

· die Abschaffung der Hausbesuchsgebühr für Pferde sowie ein Bekenntnis zum Pferd als landwirtschaftliches Nutztier,

· eine transparente Begründungspflicht bei der Anwendung von Mehrfachsätzen,

· größere Gestaltungsspielräume bei der Rechnungsstellung, beispielsweise durch Pauschalen, Rabatte oder Paketpreise,

· sowie die gleichwertige Berücksichtigung der Perspektive der Tierhalter im Evaluationsprozess.

Erstmals vertraten Pferdesport Deutschland, Deutscher Galopp und HVT ihre Positionen zur GOT gemeinsam gegenüber dem Bundesminister. Die Verbände machten dabei deutlich, dass Pferdesport, Pferdezucht und Pferderennsport in dieser Frage mit einer Stimme sprechen. Trotz unterschiedlicher Aufgaben und Strukturen vertreten die Verbände gemeinsam die Interessen von Pferdesport, Pferdezucht und Pferderennsport in Deutschland. Ihr gemeinsames Ziel ist eine schnelle, tragfähige Lösung, die sowohl die Zukunft der Pferdehaltung und Pferdezucht als auch eine verlässliche tierärztliche Versorgung sichert.

Die Verbände sehen kurzfristigen Handlungsbedarf, um weitere Rückgänge in Pferdehaltung und Pferdezucht zu verhindern. „Tierärzteschaft und Pferdesektor sind aufeinander angewiesen. Unser Ziel ist eine schnelle Rückkehr zu einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit im Interesse aller Beteiligten, insbesondere aber der Pferde“, betonten Pferdesport Deutschland, Deutscher Galopp und HVT gemeinsam. Bundeslandwirtschaftsminister Rainer teilte gegenüber den Verbänden mit, dass zunächst die Ergebnisse aus der laufenden Evaluierung abgewartet werden müssen, bevor das BMLEH weitere Schritte in Angriff nehmen wird. Das Ministerium rechnet mit den Ergebnissen im Oktober 2026