(dk) Nur fünf Tage nach dem alljährlichen Event des Rennverein Drensteinfurt e. V. in Westfalen waren es auf der Grasbahn des im knapp 400 Kilometer weiter südlich, aber auch noch ein bisschen weiter westlich beheimateten RennClub Saarbrücken e.V. dieselben Protagonisten wie vor Wochenfrist, die bei den drei mit jeweils 3.000 Euro ausgestatteten Trabrennen der insgesamt acht Rennen umfassenden, gemischten Tageskarte den Ton angaben: Jochen Holzschuh, Martin Geineder und Johanna Plankl.
Der Mann aus Dülmen errang in der Auftaktprüfung, wo ihm seine Beauty Jumeirah auf der Startgeraden am Ende des Feldes aus dem Tritt geriet und der anschließende Transport mit einem zur Hälfte der Distanz initiierten Vorstoß bis an die Seite des Piloten am Ende etwas über die Kräfte der vorjährigen Dritten des Finale B zum Stutenderby ging, immerhin noch einen Bronze-Rang, bevor er sich die beiden weiteren Prüfungen nicht entgehen ließ.
Mit Ito, der heute nach seinem beachtlichen Ehrenplatz vor Wochenfrist auf dem Horner Moor, wo er als einziger an der Spitze "Angekommener" einem Ido d'Agice bis zuletzt erbitterte Gegenwehr hatte leisten können, als Tipp des Tages auf Traberseite galt, machte Holzschuh von Beginn an keine Gefangenen, übernahm mit dem 14:10-Favoriten von ganz außen mit Erreichen des ersten Bogens das Kommando und gab dieses unter leichten Hilfen bis zuletzt nicht mehr ab.
Der Mitte der letzten Gegenseite an vierter Stelle freigekommenen D Day AS (Martin Geineder) attackierte den mittlerweile neunjährigen Meßmann-Zögling, der beim 85. Lebensstart seinen 22. Sieg errang, im Einlauf vergeblich, blieb seinerseits aber sicher vor Canavaro Viking (Sabrina Widmann), der im Sog des Siegers das Optimum erreichte.
Die Lacher auf seiner Seite hatte der Siegfahrer im anschließenden Interview mit dem einmal mehr unermüdlichen Thorsten Castle, als er auf dessen Feststellung, dass Ito bereits aufgrund seines Aussehens als Publikumsliebling gelte, schlagfertig mit "Da passen wir beide richtig gut zusammen!" reagierte.
Mit Anne-Marie Leufkens-Stassens Max Hazelaar, mit dem der Mann in Navy blue unter'm Strich schlichtweg das kapazitärste Pferd zur Hand hatte und dem Rappschimmel daher wenig überraschend zu seinem ersten Grasbahn-Sieg im zweiten Anlauf verhalf, war er gegen Johanna Plankls 188:10-Außenseiter Lots of Love, der die einen Vorstoß in der letzten Gegenseite nicht ganz durchstehende Chantielle (Romi Geineder) für den Ehrenplatz auf den letzten Metern noch zu fassen bekam, hingegen weit überlegen.
Der Auftaktprüfung hatte Martin Geineder indes mit dem nach zwei Welser Erfolgen zum Seriensieger avancierenden Perry Newport Start-Ziel seinen Stempel aufgedrückt, als Johanna Plankl mit ihrem Drensteinfurt-Sieger Pegasus Venus schon einmal um den Ehrenplatz mit Umsicht das bessere Ende für sich behalten hatte.





