++ Heute: Tag 2 der Breeders Crown - Days of Thunder vs. Jimmy Ferro BR und Lockheed Draviet bei den dreijährigen Hengsten und Wallachen - Kein Triell bei den Stuten: Lumumba vs. Sunset boulevard, ALL IN LOVE muss erneut passen - Das Highlight zum Abschluss: Der Hauptlauf der vierjährigen Hengste und Wallache mit Wild West Diamant, Toto Barosso, Venture Capital, Winnetou Diamant, Bayard und Eaton - 14 Prüfungen ab 13:30 Uhr ++ ++ Mons: Son-Pardo-Sieger Éclat de Gloire gewinnt mit Loris Garcia in 1:13,4/2300 Meter das 100.000-Euro-Finale der Tour Européen du Trotteur Français und entreißt Feydeau Seven und Jos Verbeeck mit dem letzten Schritt den Gesamtsieg - Im Rahmen Versace Diamant mit Tom Karten Zweiter in 1:17,7/2300 Meter - Henk Grifts Garuda Fligny mit Micha Brouwer dis.rot ++ ++ Örebro: Stall Tirols Restless Heart (Conrad Lugauer) Siebte in 1:13,1/2100 Meter - Vice Versa Diamant (Jorma Kontio) steigert sich für die Besitzergemeinschaft M.S. Diamanten/Johann Holzapfel auf 1:11,6/1609 Meter, muss aus zweiter Reihe aber mit Rang vier vorliebnehmen ++ ++ Caen: Heiko Schwarmas Golfe Juan (Cedric Terry) Sechster in 1:12,8/2200 Meter ++
Usain Lobell kämpft um Wiedergutmachung
06. Oktober 2021

(btv-press) Der eine galt im 126. Deutschen Traber-Derby als nahezu unschlagbar, ging aber, als es ernst wurde, Galopp. Der andere scheiterte schon im Vorlauf, imponierte dafür umso mehr im B-Finale. Weder für Jasper Roos und Johann Holzapfel, die Besitzer von Usain Lobell, noch für die Familie Lindinger, denen Rainmaker gehört, erfüllte sich am Ende der Traum vom Sieg im wichtigsten Trabrennen der Bundesrepublik. Doch es besteht trotzdem kein Zweifel daran, dass beide Hengste vor einer erfolgreichen Karriere stehen.

Ihr Weg führt sie nun wieder zurück nach Berlin, wo am Sonntag das mit stolzen 30.000 Euro dotierte Auktionsrennen der Dreijährigen als achte Tagesprüfung ausgetragen wird. Startberechtigt sind ausschließlich Traber, die 2019 in den Mariendorfer Auktionsring geführt wurden. Daher ist natürlich ein Blick auf die damaligen Geschehnisse interessant. Für Usain Lobell, der nun erstmals von André Bakker gesteuert wird, wurden seinerzeit 33.000 Euro geboten, während für Rainmaker, in dessen Sulky wie stets Rudolf Haller sitzen wird, der Hammer bei 23.000 Euro fiel.

Trotz der üppigen Dotation des Auktionsrennens müssen sich Usain Lobell und Rainmaker mit nur drei Konkurrenten auseinandersetzen. Von diesen Gegnern darf man Russel (Andreas Gläser) als echtes Schnäppchen bezeichnen, denn der für die Besitzergemeinschaft Koster/Wermes laufende Wallach wurde für lediglich 3.000 Euro ersteigert, während die Familie Mommert für die von Maharajah abstammenden Sunset boulevard (Michael Nimzyk) und Midsommer records (Wolfgang Nimczyk) 33.000 bzw. 30.000 Euro anlegte.

Über genügend läuferisches Potential verfügen sämtliche Teilnehmer des kleinen, aber illustren Feldes. Dennoch steht aber vor allem Usain Lobell im Rampenlicht. Denn nach seinem Derby-Ausrutscher präsentierte sich der Hengst beim anschließenden Pariser Engagement nicht nur trabsicher, sondern weitaus besser, als es die Papierform vermuten lässt. Sein Trainer Paul Hagoort sagt: „Ich war über Usains vierten Platz keineswegs enttäuscht. Der Braune fand einen sehr ungünstigen Verlauf vor. Er musste gleich zu Beginn mächtig viel tun und im Anschluss blieb für ihn nach mehreren Positionswechseln nur die Angriffsspur übrig. Es war daher eine gute Leistung.“

Das zweite Großereignis am Sonntag ist der als 4. Rennen ausgetragene fünfte Lauf der Gold-Serie, bei dem es wie gewohnt um 10.000 Euro Preisgeld geht. Zwei frische Sieger sind in dem siebenköpfigen Feld zu finden. Zum einen Major Ass, der diesmal mit Michael Hönemann antritt. Der ehemalige Berliner Dauerchampion saß im Dezember 2020 schon einmal im Sulky  des Dunkelbraunen und fuhr mit ihm einen überlegenen Sieg heraus. Und zum anderen Willow Bay Evert, der sich unter der Regie seines Trainers Jorma Oikarinen in dieser Saison in die Form seines Lebens gesteigert hat.

Für beide Pferde wird die über die Meile führende Prüfung aber alles andere als ein Spaziergang, denn ihre fünf Gegner kommen allesamt ebenfalls für den vollen Erfolg in Frage. Virginias Prime wird erstmalig von Heinz Wewering präsentiert und ist ein zäher Kämpfer. Izzi‘s Newport (Michael Nimczyk) absolvierte 2021 bisher nur zwei Starts, ist aber die Schnelligkeit in Person. Gustavson Be kehrt nach einer Beinverletzung sogar aus einer einjährigen Pause zurück, besitzt aber ebenso wie Mister Ed Heldia (Rudolf Haller) viel Klasse und ist zudem die Wahl seines Trainers Victor Gentz.

Flash de Joux (Thorsten Tietz) begann zuletzt ungemein rasant, gab dann unterwegs das Kommando ab und wurde im Einlauf erneut mächtig flink. Eines ist jedenfalls klar: Das wettende Publikum kann keinen einzigen der sieben Starter aus den Überlegungen streichen!

Der Renntag beginnt mit einer Prüfung, die aufgrund der Unerfahrenheit der meisten Teilnehmer ebenfalls nicht ganz leicht auszurechnen ist. Stall Living Dreams Chamarel Wibb (Thorsten Tietz)ist ebenso wie Stall Germanias La Vie en rose (Michael Nimczyk) sogar Debütant. Gefahr droht beiden vor allem durch Double Explosion (Thomas Heinzig), die bereits über einen 17,5-Rekord verfügt. Im 2. Rennen – dem Herbst-Pokal des VDT – beginnt die mit 10.000 Euro versehene V7+ und es riecht nach einem Erfolg von Blizzard PS (Victor Gentz), der sich in sensationeller Verfassung vorstellte und selbst mit einer bärenstarken Konkurrentin keinerlei Probleme hatte.

Für ziemlich viel Aufsehen sorgte auch Pemba (Josef Franzl), die sich im 3. Rennen ein Duell mit Pinaki (Dennis Spangenberg) liefern wird. Die Stute steigerte sich gegenüber ihrem Erstauftritt um fast fünf Sekunden und scheint eine fantastische Grundschnelligkeit zu besitzen. Nicht übersehen darf man allerdings Josef Franzls Hinweis, dass sie noch sehr guckig und unreif ist – quasi ein ungeschliffener Rohdiamant.

Der Lasbeker Cheftrainer verfügt auch im 5. Rennen mit Ruaha über eine gute Chance. Die Dreijährige wird sich in erster Linie mit Lindstedt Boko (Michael Nimczyk) und den von Robert Pletschacher fein in Schwung gebrachten Castello Byd auseinandersetzen müssen. Im 6. Rennen lockt die Viererwette mit 5.555 Euro Garantie inklusive 1.870 Euro Jackpot und das Bankpferd für die Plätze 1-3 könnte wohl am ehesten Ijsvink (Michael Nimczyk) sein.

Hier sind jede Menge Überraschungen drin, denn das Feld wimmelt nur so von laufgewaltigen, aber launischen Wackelkandidaten wie zum Beispiel Dreamline Promise (Frederic Perner), Copernikus (Dennis Spangenberg), Peekaboo Wibb (Thomas Heinzig), Mon Filou (Heinz Wewering) und Malory (Björn Spangenberg). Ein wenig leichter gestaltet sich die Frage nach dem Sieger im 7. Rennen. Denn hier muss der ukrainische Vierbeiner-Star Parasolka (Sarah Kube) nur auf den Beinen bleiben, um ganz vorne zu landen.                              

Die Wett-Highlights am 10. Oktober:

Prämienausspielung um Wett- und Wertgutscheine in Höhe von 1.200 Euro über die Siegwette der Rennen 1-8.

1. Rennen - Lunch Double-Rennen.

2. Rennen - Start der V7+ mit 10.000.- Euro Garantie!!

3. Rennen - Sieg-Jackpot 2.000.- Euro.

4. Rennen - 3er Wetten-Garantie 4.444.- Euro!!  

5. Rennen - Sieg-Jackpot 2.000.- Euro.       

6. Rennen - 4er Wetten-Garantie 5.555.- Euro inkl. 1.870.- Euro JP!!

7. Rennen - Daily Double-Rennen mit 1.000.- Euro Jackpot!!

8. Rennen - Sieg-Jackpot 2.000.- Euro.  

Unsere Tipps:

1. Chamarel Wibb – La Vie en rose – Double Explosion

2. Blizzard PS – Don Trixton – Justus Love

3. Pemba – Pinaki – Arionas BE

4. Major Ass – Willow Bay Evert – Virginias Prime

5. Lindstedt Boko – Ruaha – Castello Byd

6. Ijsvink – Dreamline Promise – Malory – Otto Cash

7. Parasolka – Ekimow Simoni – Paula Ri

8. Usain Lobell – Rainmaker – Sunset boulevard