++ Heute: Tag 2 der Breeders Crown - Days of Thunder vs. Jimmy Ferro BR und Lockheed Draviet bei den dreijährigen Hengsten und Wallachen - Kein Triell bei den Stuten: Lumumba vs. Sunset boulevard, ALL IN LOVE muss erneut passen - Das Highlight zum Abschluss: Der Hauptlauf der vierjährigen Hengste und Wallache mit Wild West Diamant, Toto Barosso, Venture Capital, Winnetou Diamant, Bayard und Eaton - 14 Prüfungen ab 13:30 Uhr ++ ++ Mons: Son-Pardo-Sieger Éclat de Gloire gewinnt mit Loris Garcia in 1:13,4/2300 Meter das 100.000-Euro-Finale der Tour Européen du Trotteur Français und entreißt Feydeau Seven und Jos Verbeeck mit dem letzten Schritt den Gesamtsieg - Im Rahmen Versace Diamant mit Tom Karten Zweiter in 1:17,7/2300 Meter - Henk Grifts Garuda Fligny mit Micha Brouwer dis.rot ++ ++ Örebro: Stall Tirols Restless Heart (Conrad Lugauer) Siebte in 1:13,1/2100 Meter - Vice Versa Diamant (Jorma Kontio) steigert sich für die Besitzergemeinschaft M.S. Diamanten/Johann Holzapfel auf 1:11,6/1609 Meter, muss aus zweiter Reihe aber mit Rang vier vorliebnehmen ++ ++ Caen: Heiko Schwarmas Golfe Juan (Cedric Terry) Sechster in 1:12,8/2200 Meter ++
Panschow verleiht Express Jet Flügel
11. Oktober 2021

(GelsentrabPR) – Der Veranstalter auf der Trabrennbahn in Gelsenkirchen feierte am Sonntagabend seinen Saisonhöhepunkt. Die »Tour Européen du Trotteur Français« machte nach der pandemiebedingten Absage im letzten Jahr wieder Halt am Nienhausen Busch und suchte in der vierten und vorletzten Etappe den Sieger des mit 50.000 Euro dotierten »Grand Prix de Gelsenkirchen«. Die Nase vorne hatte am Ende ein Außenseiter, woran der einzige deutsche Fahrer im Rennen ganz erheblich mitwirkte.

Panschow macht alles richtig

Thomas Panschow hatte sich in der 2.600-Meter-Prüfung nach fast einer gelaufenen Runde ein Herz gefasst, den ihm anvertrauten Express Jet (1) bei ruhigem Tempo aus dritter Position an die Spitze beordert und damit den Grundstein für den Überraschungs-Erfolg gelegt. Unbedrängt erhöhte der 54-jährige bei seinem Gastspiel in der alten Heimat fortan sukzessive die Schlagzahl und nahm der auf den Schlussspurt setzenden Konkurrenz so frühzeitig den Wind aus den Segeln.

Der von dem Schweden Tomas Malmqvist für den Stall Hunter Valley trainierte Express Jet gewann letztendlich sogar leicht und durfte sich nicht nur erstmals seit Februar 2019 auf den Weg in den Winner Circle machen, sondern verbesserte nach den Platzierungen in Avenches (4.) und Son Pardo (6.) auch seine Ausgangsposition vor dem Tour-Finale in dreizehn Tagen im belgischen Mons, wo es für die Teilnehmer um die doppelte Punktzahl geht.

In der Gesamtwertung liegt der Siebenjährige als Zweiter nun nur noch drei Punkte hinter dem führenden Bazire-Schützling Feydeau Seven, der nach seinen überzeugenden Volltreffern bei den beiden ersten Etappen in Wolvega (NL) und Avenches (CH) in Son Pardo (ESP) und Gelsenkirchen durch Abwesenheit glänzte.

Davon profitiert haben am Sonntag neben Express Jet und Thomas Panschow vor allem der inzwischen von Henk Grift trainierte Colonel (3/Robbin Bot), der nach Ehrenplätzen in Wolvega und Hamburg auch auf höherem Niveau als Zweiter durchs Ziel lief, und der am Totalisator kaum beachtete Cyriel D’Atom (11), dem Hanna Huygens vor den Tribünen ein sehenswertes Finish entlockte und Platz drei sicherstellte.

Ihre Chancen nicht nutzen konnten hingegen der etwas überraschend als Favorit an den Ablauf gegangene Elvis du Vallon (7/David Thomain) und die beiden Millionäre aus dem Trainingsquartier von Sebastien Guarato, Billie de Montfort (5/Gabriele Gelormini) und Carat Williams (6/David Bekaert). Hinter Cicero Noa (4/Jos Verbeeck) enttäuschte das Trio auf den Rängen fünf, sechs und acht. Nicolas Bazire, Sohn des neunzehnfachen französischen Fahrer-Champions Jean-Michel, endete bei seinem ersten Gelsentrab-Auftritt mit dem auf Mallorca noch so speedstarken Dostoievski (2) gar nur als Neunter.

Freie Bahn für Kyriad

Nicht besser lief es für Bazire junior in der hochklassigsten Prüfung des Rahmenprogramms, dem »wettstar.de-Rennen« (2.900 Euro/2.000 Meter). Als Vertretung für den erkrankten Henk Grift eingesprungen, scheiterte der 21-fache Saisonsieger mit Beau de Grimoult (8) schon am Start und konnte nach der Disqualifikation nur noch zuschauen, wie Robbin Bot mit Kyriad Newport (7) seinen ersten von zwei Tageserfolgen einfuhr.

Ganz unumstritten war dieser freilich nicht, denn das Gespann hatte zu Beginn des Zieleinlaufs maßgeblich von einer Fahrspurveränderung des führenden Stall- und Tainingsgefährten Emilion (6/Hennie Grift) profitiert. Der hatte de facto die Innenspur frei gemacht für die Stutenderby-Siegerin und damit den Rennausgang beeinflusst.

Die Rennleitung entschied sich dementsprechend nach langer Überlegung für die nachträgliche Disqualifikation des als Zweiter eingekommenen Emilion, erkannte Kyriad den zweiten Jahressieg jedoch nicht ab, da diese zweifelsfrei auch vor der klar zurück als Dritte endenden Kiss Me Bo (3/Jan Thijs de Jong) ins Ziel gekommen wäre, wenn sie keine freie Fahrt gehabt hätte.

Holzschuh in Top-Form

Insgesamt wurden am ersten von zwei Oktober-Renntagen in Gelsenkirchen zwölf Partien entschieden, von denen Jochen Holzschuh gleich drei an seine Fahne heftete. Der Dülmener, dessen Frau Julia auch noch ein Amateurfahren mit seinem Schützling Georgies Joker (5) gewann, überraschte zunächst mit einem Kampferfolg von Quara Mai (6) gegen den Topfavoriten Lancaster Newport (4/Robbin Bot), setzte später mit dem 281:10-Außenseiter Bacardi Royal (5) noch einen drauf und sicherte sich im Anschluss mit dem ehemaligen Seriensieger Di Ospeo (5) noch ein zweites der lukrativen PMU-Rennen.