(HTZ-press) Strahlender Sonnenschein am „Marathon“-Sonntag in Hamburg, was jedoch weniger auf das Sieben-Rennen-Programm zu beziehen war als vielmehr auf den an diesem Tag in der Hansestadt ausgetragenen Marathon-Lauf, der für den einen oder anderen die Anfahrt zur Trabrennbahn in Bahrenfeld etwas erschwerte. Und doch hatten erfreulich viele Besucher den Weg zum Volkspark gefunden und genossen im Freien spannenden Rennsport und packende Endkämpfe.
Sie erlebten einen siegreichen Hamburg-Einstand zweier Nachwuchstalente. Fredrik Plassen und Björn van den Berg erzielten jeweils den ersten Sieg auf einer deutschen Rennbahn. Zudem gab es durch Global Commission mit 1:11,9 einen neuen Bahnrekord über die Mitteldistanz. Da mussten die deutschen Goldhelme, die ebenfalls siegreich waren, ein wenig zurückstehen.
Grandios
Es war sein erster Besuch auf der Hamburger Trabrennbahn. Schwedens Shooting-Star Fredrik Plassen, der auf einer Welle des Erfolges surft, konnte auch hierzulande gleich auf sich aufmerksam machen, als er im Rennen der besten Tagesklasse Global Commission Ende der ersten Überseite in Front beordert hatte und es auch in der Folge ordentlich kesseln ließ.
Der Favorit wurde zwar auf der Endgeraden etwas kürzer, doch am Ende reichte es zum Volltreffer in persönlicher Rekord- und Saisonrekordzeit von 1:11,9 gegen Waldgeist und WalkofFame Diamant. Diese Zeit bedeutete zugleich auch Bahnrekord in Hamburg für die Mitteldistanz.
Geradezu drollig insofern die anschließend bei der Siegerehrung geäußerte Einschätzung des Piloten, der Global Commission bescheinigte, nicht seinen besten Tag gehabt zu haben. Voll des Lobes war der nach wie vor bescheiden rüberkommende Plassen aber über die Hamburger Piste, die ihm ausnehmend gut gefallen hatte.
Können es
Das einleitende Gästefahren gewann ein Spezialist für solche Fälle, denn Ex-Berufsfahrer Manfred Skrotzki ist in diesen Aufgaben immer ganz weit vorn. Mit Don Timoko ließ er an der Spitze nichts anbrennen und kontrollierte Tempo und Gegner. Aus dem Rücken heraus attackierte Mistral Ricardo mit Wessel Goudsblom und verlangte dem Sieger alles ab. Weit zurück behielt Yoko Ono Diamant mit Matthias Hoenig den dritten Rang knapp vor dem zu spät freigekommenen Know by Now mit Nadine Simros.
So kam es wenig überraschend, dass Know by Now in der Wiederholung die Favoritenbürde trug, doch er ließ wohl zu viele Kräfte, um an Indigo des Baux vorbei nach einer Runde das Kommando zu übernehmen. Ende gegenüber war dann die attackierende Mistral Ricardo bereits stärker und löste sich mit dem holländischen Nachwuchsmann Björn van den Berg zu einem überlegenen Sieg. Bei der ersten Fahrt in Deutschland gelang gleich ein Volltreffer, der dritte insgesamt. Niki Lauda C und Don Timoko kamen auch noch am entkräfteten Favoriten vorbei.
Noch mehr starker Nachwuchs
Zum Auftakt der V6-Wette ließ Lehrlingschampion Kalle Krohmer vom Fleck weg keine Zweifel aufkommen. Von ganz außen stürmte er mit Pour Moi in Front und war fortan andere Ware. Im Schlussbogen verabschiedeten sich die beiden und ließen es dann geruhsam enden. Hinter der austrudelnden Siegerin schnappte sich Duval di Masi das zweite Geld vor dem seine Form auslaufenden Hoss Power.
Die Etablierten
Der kurzfristig eingesprungene Thorsten Tietz verwandelte seine „Kistenfahrt“ mit Nelson in perfekter Manier. Mit einer wuchtigen Schlussattacke überrannte die 11,1:1-Chance die heiß favorisierte Slightly Love AS. Dritte wurde Omani.
Das Startduell hatte Fredrik Plassen mit Vermithrax gegen Take Five und Michael Nimczyk noch für sich entschieden, doch gegen die Konterattacke des Favoriten aus seinem Rücken heraus hatte Vermithrax im Einlauf dann keine Möglichkeiten und musste mit dem Ehrenplatz zufrieden sein. Dritter wurde Loric Runancy.
Seinen zweiten Punkt verbuchte der Champion dann zum Abschluss, als er mit der favorisierten Harmony eine langgezogene Schlussattacke gegen die von Start weg führende Destiny für sich entschied. Dritte wurde die sich anzeigende Birdy.








