Am Freitagabend fanden in Paris-Vincennes mehrere hochkarätige Gruppe-II-Reiten statt, doch das größte Interesse weckte ein Wallach im Training.
„Sehr gut, das Pferd hat sich prächtig angeboten. Der Autostart ist kein Problem für ihn. Er sieht okay aus, war aber nicht besonders schnell. Heute ging es vor allem darum, ihn wieder an das Auto zu gewöhnen, da er seit November kein Rennen mehr hinter dem Auto bestritten hat“, sagte Alexandre Abrivard nach den Heats gegenüber Travronden.
Eines der Hauptprobleme von Inexess Bleu ist seine Startgeschwindigkeit. Genau das bereitet den Besitzern des „weltbesten Wallachs“ vor dem Start in Solvalla am letzten Sonntag im Mai Kopfzerbrechen. Unter anderem Mitbesitzer Michel Gallier war skeptisch und schätzte die Chancen auf einen Start in einem Elite-Rennen auf 60 zu 40 Prozent, also eher negativ.
Zusammen mit seinem Trainingsgefährten Indigo de la Fontaine absolvierte er zwei schnellere Läufe hinter dem Startwagen, einen zwischen den letzten beiden Rennen des Abends und einen im Anschluss. Alexandre Abrivard saß hinter Inexess Bleu, sein Bruder Léo hinter seinem Trainingspartner.
Im ersten Lauf stürmte Inerxess Bleu außen vorbei und überholte seinen Teamkollegen mühelos. Anschließend absolvierten beide eine komplette Bahnrunde, sprich 2000 Meter.
Beim zweiten Durchgang stand das Auto in der Mitte der Kurve nach der Ziellinie, also etwa dort, wie beim Meilenstart in Solvalla. Indigo de la Fontaine startete in dritten Spur, Inerxess Bleu eine Spur weiter außen.
Alexandre Abrivard schien vor dem Start nichts Besonderes unternommen zu haben, um Inexess Bleu zu fordern, doch der Wallach wirkte im zweiten Heat von Beginn an deutlich träger als im ersten. Auf den letzten 150 Metern verschärfte Léo Abrivard die Fahrt, Inexess Bleu machte einen guten und flotten Eindruck, ohne dabei unter Druck zu geraten.
„Kein Grund zur Sorge“
Es war nie Abrivards Absicht, Zeiten zu fahren, die Aufsehen erregen würden. „Ich hatte keine bemerkenswerten Zeiten geplant. Ich wollte einfach nur die ersten 200 Meter mit ihm flott fahren. Es war keine große Anstrengung.“
Travronden: Ändert der heutige Test etwas für die Zukunft? Haben Sie die gewünschte Antwort erhalten und ist es hundertprozentig sicher, dass Sie zum Elitloppet kommen werden?
„Stand heute wird er nach Solvalla kommen. Wenn ihm bis dahin nichts passiert, wird er dabei sein. Wir starten im Prix des Ducs de Normandie (Caen, Samstag, 9. Mai, Anm. d. Red.) und sein Rennen dort muss auch gut sein, aber es gibt keinen Grund zur Sorge. Ich möchte einfach, dass wir einen guten Eindruck machen. Dann wird das Ergebnis schon kommen.“
Insgesamt drei Pferde von Abrivard
Travronden: Werden wir in Solvalla weitere Pferde aus dem Stall Abrivard sehen?
„Inmarosa startet wie im Vorjahr im Harper Hanover. Danach folgt Elegance Kronos. Sie ist für drei Rennen gemeldet: den Sweden Cup, Stoeliten und Montéeliten. Wir haben uns aber noch nicht entschieden, in welchem Rennen wir sie starten lassen“, so Alexandre Abrivard abschließend.







