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Der Jahres-Höhepunkt auf der Trabrennbahn Hamburg-Bahrenfeld: DAM + GPD

Einfach nur glücklich! Major Ass und Simon Siebert gewinnen die DAM

Sieger im "Grossen Preis von Deutschland" - Zarenne Fas mit Rikard Skoglund

Rennbericht:

Rikard Skoglund stimmt mit Zarenne Fas die italienische Hymne an

14.10.2019 - Nachschau

Eine schöne Idee - Mit dem Deutschland Dress werden die Paraden angeführt

Zarenne Fas mit seinem überglücklichen Besitzer

Zarenne Fas gewinnt mit Rikard Skoglund für italienische Farben den Großen Preis von Deutschland – Skoglund auch mit Dats so Cool im Deutschland-Cup – Rick Ebbinge gewinnt nicht nur mit Velten von Flevo – Zwei Siege auch für Jörgen Sjunnesson und Peter Untersteiner

Nahezu trocken blieb es am Renntag des Jahres, der den Großen Preis von Deutschland um 150.000 EUR Preisgeld im Mittelpunkt hatte. Deutschlands einziges internationales Gruppe I-Rennen bildete das Herzstück einer 12-Rennen-Karte, die es in sich hatte. Packende Rennen am Band vor gut gefüllten Rängen waren eine einzige Werbung für diesen faszinierenden Pferderennsport. Das Glanzlicht eines tollen Renntages setzte dann ein junger Mann aus Schweden, denn Rikard Skoglund gewann die beiden hochdotierten Vierjährigen-Rennen des Nachmittages.

Skoglund überlegen

Zweimal siegte der 30-jährige Shootingstar aus Bergsaker verblüffend überlegen, was so im Vorwege nicht hatte geahnt werden können. Zunächst fand sich der „Mann in blau“ im Winner-Circle wieder, als er mit Dats so Cool sich cool Scharmützel an der Spitze anschauen konnte, ehe er selbst mit dem 3,9:1-Favoriten zur Tat schritt und die Sache weit vor dem Pfosten leicht und locker klärte. Undigious Diamant und die dahinter auch per Zielfoto nicht zu trennenden Iwan Boko und Indy Flvo auf Rang drei strichen die besseren Platzgelder im Deutschland-Cup ein, den sich Rikard Skoglund mit Dats so Cool griff.

Ähnlich cool agierte Skoglund keine halbe Stunde später, als das Hauptereignis des Tages auf der Karte stand. Obwohl der Plan - „wir wollten eigentlich nach vorn gehen“ - schon bald nach dem Start Makulatur war, klappte es bestens für Skoglund, der aus der Not die Tugend machte und bei seinem ersten Besuch in der Hansestadt auch seine zweite Fahrt in einen Sieg ummünzte. Der durchgewinkte City Guide wirkte an der Spitze schon früh nicht mehr zwingend, der sich außen verausgabende Seismic Wave blies ebenfalls bereits im letzten Bogen zum Rückzug, als Skoglund im selben zu einer wuchtigen Attacke mit Zarenne Fas ansetzte. Der Italiener, im Vorjahr Orsi Mangelli-Sieger, ließ die Konkurrenten stehen wie nicht mehr benötige E-Scooter in der Hamburger Innenstadt und rannte auf und davon. Es wurde eine via triumphalis und schon klar vor dem Ziel konnte Skoglund ins Publikum grüßen. Hinter dem entfesselten Italiener rauften sich Maxus, Zabul Fi und Officer Stephen um die besseren Platzgelder. Der die Konkurrenz in 12,2 zerstörende Varenne-Sohn aber wurde zum Helden des Tages. Im Winner-Circle stimmte sein Besitzer in die italienische Hymne ein, während der Siegfahrer bescheiden blieb, denn er stehe weiterhin mit beiden Füßen fest auf dem Boden, wie Skoglund auch in der Stunde eines großen Triumphes bekannte.

Doppelschläge

Über die Open Stretch gewann Jörgen Sjunnesson das Orakel der Zweijährigen mit Tassilo. In fantastischen 14,6 schlug der Scarlet Hall-Sohn zu gegen die von Start weg führende Namanga Bo, die in Ehren unterlag. Dritte wurde Grace Keely, während die norddeutschen Hoffnungen Baltic Star kurz nach dem Ab und Kiwi T im Einlauf durch Galoppaden ausfielen. Seinen zweiten Treffer markeiret der Mann aus Südschweden dann mit Opalis im Rewe Dein Markt-Cup. Die Stute rasierte – diesmal nicht über die Open Stretch – auch die beste Stutengarnitur namens Hillary Queen, die eine Führung nicht nach Hause bringen konnte, und Celestial Light TK. Favoritin Goldy Stardust war eingangs des zweiten Bogens weggesprungen.

Peter Untersteiner war aus Halmstad angereist und konnte ebenfalls mit einem Doppelerfolg im Gepäck die Heimreise antreten. Zunächst gewann der gebürtige Österreicher mit Generaal Bianco wiederum das Banks-Rennen über den kurzen Weg in 11,6 und ließ Start-Ziel Halva von Haithabu und Tsunami Diamant keine Chance. Noch souveräner fiel dann der Triumph mit That‘s Art im Rikstoto-Vorlauf der Klasse I aus, denn der Wallach war vorn nicht im geringsten zu beeindrucken und gewann „überlegen Weile“.

Der Derbysieger

Velten von Flevo behält die Nase vorn

Ein strahlender Roland Hülskath (Fotos: U. Stelling)

Weitaus mehr als erwartet musste Velten von Flevo gegen fünf Konkurrenten leisten, um sich das Lord Pit-Rennen, gelaufen als Collatz und Schwartz-Rennen, zu sichern. Rick Ebbinge hatte es mit dem Derbysieger gegen Gladiateur nicht in Front geschafft, hinter dem sich der an diesem Tag völlig glücklos agierende Michael Nimczyk den Frust aus dem Leibe fuhr. Doch ein heldenhaft kämpfender Velten von Flevo bekam den Piloten genau auf der Linie doch noch soeben in den Griff. Da war dem Weltmeister der Triumph in der Steher-Trophy nach kontrollierter Offensive unterwegs mit Tuxedo Bi doch deutlich leichter gefallen.Die übrigen Rennen des Tages holten sich Roland Hülskath mit Newport Beach locker für das Gestüt Lasbek, Virginias Prime mit Thomas Panschow trotz Todesspur, Gustavson Be (Victor Gentz) nach einer starken Schlussrunde sowie Aragorn As mit Erwin Bot, der den Renntag mit einem überlegenen Sieg eröffnet hatte.

 

Vorbericht:

Großer Preis von Deutschland international wie nie

(HTZ-press) Hamburg-Bahrenfeld, Sonntag, 13.10.2019 - Es ist soweit: Der alles überstrahlende Höhepunkt des Bahrenfelder, für viele sogar des deutschen Rennjahres, ist am Sonntag der mit 150.000 Euro dotierte Große Preis von Deutschland. Beginn der insgesamt zwölf Prüfungen umfassenden Veranstaltung ist 13.00 Uhr. 14 vierjährige Spitzentraber aus ganz Europa wurden von dem zur Europa-Gruppe I, der höchsten denkbaren Kategorie überhaupt, zählenden Hauptereignis angelockt.

Gesucht wird auf der 2.200-Meter-Distanz der Nachfolger des Hengstes Hesiod, der 2018 nach einer rund 2.000 Kilometer weiten Anreise aus dem hohen Norden Schwedens in der Hand des schwedischen Champions Ulf Ohlsson die Konkurrenz düpierte. Elf hochkarätig besetzte Rahmenprüfungen mit alleine sieben Mal fünfstelligen Dotierungen bis zu 50.000 Euro verleihen dem Grand Prix-Renntag zusätzlichen Reiz. Wie in den vergangenen Jahren erfolgt die wetttechnische Organisation über die schwedische ATG, weshalb in Bahrenfeld an diesem Tag nicht die Zweier-, sondern die Zwillingswette gespielt wird. Wichtiger ist aber die „Grand Slam 75“, die in Schweden übliche Sonntags-Variante der Großwette V75, in der ein Jackpot von rund einer viertel Million Euro zur Verfügung steht und ein „only winner“ sogar mit garantierten eine Million Euro überschüttet würde. Und das für lediglich zwölf Cent Grundeinsatz!

Traber aus fünf Ländern

14 Pferde werden sich am Sonntag im Großen Preis von Deutschland hinter dem Startauto versammeln: sechs aus deutscher Zucht, drei Italiener, zwei Schweden, zwei Amerikaner und ein Norweger. Ähnlich groß ist die Bandbreite bei den Fahrern, deren Nationalität deutsch (4), schwedisch (5), holländisch (3), finnisch (1) und dänisch (1) ist. Welche Sprache bei der Siegerehrung gesprochen wird, gilt angesichts der breiten Favoritengruppe als ungewiss. Mit dem Niederländer Rick Ebbinge nimmt der aktuelle Fahrer-Weltmeister die Leine ebenso in die Hand wie mit den Deutschen Heinz Wewering und Roland Hülskath ehemalige Welt- und Europachampions. Amtierende Landesmeister sind neben Ebbinge auch Michael Nimczyk (Deutschland) und Ulf Ohlsson (Schweden). Das gewinnreichste Pferd im Rennen ist der Italiener Zarenne Fas, der im zarten Pferdealter von vier Jahren bereits mehr als 300.000 Euro verdient hat. Aber auch sechs weitere Kandidaten konnten bereits mehr als 100.000 Euro auf ihr Konto bringen. Deutsche Hoffnungen liegen auf Emilion (Michael Nicmzyk), doch mit einem Startplatz in der zweiten Reihe war der Hengst bei der Auslosung nicht besonders glücklich. Besser traf es der Breeders Crown-Sieger Inspector Bros (Wim Paa) mit der Nummer „eins“.

Internationale Klasse im Rahmenprogramm

Nicht nur der Große Preis von Deutschland beinhaltet an diesem Wochenende eine starke internationale Note. In etlichen hochdotierten Prüfungen sind nahezu alle Alters- und Gewinnklassen am Start. Den Auftakt machen im 3. Rennen in ihrem Orakel die Zweijährigen, bei denen u.a. die Breeders Crown-Zweite Namanga Bo (Jaap van Rijn) und der hocheingeschätzte norddeutsche Geheimtipp Kiwi T (Maik Esper) die Konkurrenz vor eine schwere Aufgabe stellen. Schon eine halbe Stunde später geht es, als Auftakt zur GS75, mit den Top-Sprintern weiter, wo im Banks-Rennen Titelverteidiger Generaal Bianco (Peter Untersteiner) gegen nationale Top-Stars wie Halva von Haithabu (Thorsten Tietz), Tsunami Diamant (Robin Bakker) und Cash Hanover (Michael Nimczyk) heranmuss. In der Stuten-Trophy (6. Rennen) könnte es auf ein Duell zwischen Goldy Stardust (Michael Nimczyk) und Celestial Light TK (Gerhard Biendl) hinauslaufen, während der nachfolgende Vorlauf zum schwedischen V75-Finale mit einer Vielzahl von Sieganwärtern von General Lee (Rob de Vlieger) bis zu Yen (Thomas Panschow) völlig offen scheint.

 

Sein Nachfolger wird im Lord-Pit-Rennen gesucht: Great Gatsby As

Der Spatz in der Hand

In Anbetracht der großartigen Besetzung des Hauptereignisses haben ein Dutzend Teilnehmer den ansonsten identisch ausgeschriebenen Deutschland-Cup bevorzugt. Sehr offen scheint auch diese „Entlastung“ zum Grand Prix, die mit 50.000 Euro selbst schon eine mehr als nur gehobene Dotierung aufweist. Das Lospech war erneut auf der Seite von Michael Nimczyk, denn aus erster Startreihe wäre Laurel Park möglicherweise deutlich favorisiert. So aber ergeben sich in dem Zwölferfeld alleine schon aufgrund der üblichen Unwägbarkeiten beim Rennverlauf viele Optionen. Nach dem Großen Preis, der als 10 Rennen der Karte und Entscheidendes der GS75 gelaufen wird, ist auch die Steher-Trophy über 2.720 Metern mit u.a. Windspeed (Roland Hülskath), Kiss me Bo (Michael Nimczyk) und Lucky Lady Blue (Hannu Voutilainen) im ersten und Tuxedo Bi (Rick Ebbinge) im zweiten Band attraktiv besetzt. Das abschließende Lord Pit-Rennen für die Dreijährigen mit Derbysieger Velten von Flevo und weiteren zur Jahrgangsspitze zählenden Teilnehmern wird dafür sorgen, dass niemand die Bahn vorzeitig verlässt.

Buntes Rahmenprogramm

Eine zweite Gewinnchance haben all diejenigen, die eine Wette mit mindestens zehn Euro Einsatz abgegeben und nicht gewonnen haben, egal in welcher Wettart. Die Wetter können auf der Rückseite des Tickets ihren Namen und Wohnort eintragen und es dann an am Counter in der Mitte der Tribüne abgeben. Für sie geht es in einer Sonderverlosung nach dem vorletzten Rennen um tolle Preise. Als Hauptgewinn winkt eine Flugreise nach Stockholm mit Übernachtung und Rennbahnbesuch für zwei Personen. Zwei Einkaufsgutscheine von REWE im Wert von 100,00 Euro, zwei VIP Karten für das Traber Derby in Berlin 2020 Euro oder Wettgutscheine als weitere Gewinne sind mehr als nur „Trostpreise“. Voraussetzung für den Gewinn ist die persönliche Abholung des Preises nach der Verlosung.

Damit die Eltern sich stressfrei um Trabrennsport und Wetten kümmern können, ist für die Jüngsten gesorgt: Das vielfach bewährte Angebot mit Ponyreiten, Hüpfburg, Schminken oder Kasperltheater steht vollumfänglich zur Verfügung, ebenso die kostenfreie fachliche Betreuung der Kleinsten im Flitzi-Club.

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Die Traber-Allianz informiert

Herzlichen Glückwunsch an unsere Mitglieder Simon Siebert und Cathrin Nimczyk, die sich als jeweils bestes männliches (und gleichzeitig Deutscher Amateurmeister) bzw. weibliches Mitglied der Traber Allianz bei der Deutschen Amateurmeisterschaft 2019 in Hamburg für die Europameisterschaften der FEGAT 2020 qualifiziert haben.

Simon Siebert darf zur EM der Herren nach Mallorca/Spanien reisen, Cathrin Nimczyk (rechts) zur EM der Damen nach Schweden. Genaue Zeiten und Orte werden noch bekannt gegeben.

Zur Weltmeisterschaft der Amateurfahrer im Frühjahr 2020, die in Florida/USA stattfindet, darf Deutschland leider keine/n Teilnehmer/in entsenden. Sina Baruffolo vertrat Deutschland bei der WM 2018 in Belgien, damit steht uns gemäß FEGAT-Regeln kein fester Startplatz in 2020 zu. Die drei verbliebenen freien Plätze sicherten sich auf sportliche Weise Schweden (bereits durch die Wildcard als Sieger des FEGAT-Cups in Wels/Österreich - der Sieg in der EM hat diesen Anspruch nur bestätigt) sowie Belgien und Österreich als zweit- und drittplatzierte Nation bei der Herren-EM in München vor zehn Tagen.

Die folgenden europäischen Länder nehmen an der WM 2020 teil:

  • Dänemark
  • Ungarn
  • Italen
  • Spanien
  • Schweiz
  • Schweden
  • Belgien
  • Österreich

Sieger-Party der Amateure mit Ehrung:

Peter Weihermüller im Gespräch mit...

Simon Siebert (Sieger Finale A)

Linda Matzky (Siegerin Finale B)

Hans Jürgen von Holdt

Peter Platzer

Siegerehrung DAM - Major ASS mit Simon Siebert

Rennbericht:

Simon Siebert überrascht als Deutscher Amateurmeister

13.10.2019 - Nachschau

Simon Siebert gewinnt mit Major Ass die Deutsche Amateurmeisterschaft - Lenders-Doppelschlag in den DAM-Vorläufen durch Zidane und Very Special One – Finale B an Ixpress und Linda Matzky - Championesse im Reiten mit Ramazotti Diamant im ersten Lauf zum Kombi-Cup – Zweiter Lauf an Merlin und Nicole Hildebrandt - Doppelerfolg für Hans-Jürgen von Holdt

Mit Verzögerung begann das Grand Prix-Meeting in Hamburg-Bahrenfeld. Am ersten Tag hatte eine Autobahnsperrung in der Nähe von Berlin die von dort anreisenden Gäste entscheidend aufgehalten. Also verschob man die erste Startzeit um eine Dreiviertelstunde, damit alle gleiche Bedingungen vorfanden. Auch der Wettergott hatte ein Einsehen am Tag der Deutschen Amateurmeisterschaft, denn nach ausgiebigen Regenfällen noch in der Nacht blieb es bis zwei Rennen vor Schluss trocken.

Mut zur Offensive

Im Finale zur Deutschen Amateurmeisterschaft setzte Simon Siebert mit Major Ass auf frühe Offensive und tauchte aus dem zweiten Band bereits im zweiten Bogen außen als Zweiter schräg hinter dem führenden Milkos auf. Hinter ihm aber lag mit Very Special One der Favorit, der scheinbar ein Traumrennen vorfand. Eine knappe Runde später Ende gegenüber aber hatte Major Ass nicht nur den Angriff von Very Special One gekontert, sondern nebenbei auch den Piloten erledigt. So sehr sich der Favorit in der Folge mühte, er kam einfach nicht an dem mutig vorwärts gefahrenen 21,1:1-Außenseiter Major Ass vorbei. Für Simon Siebert war der erst 19. Sieg der größte seiner Karriere, denn er avancierte zum Deutschen Amateurmeister und war nahezu sprachlos bei der Ehrung, der auch Vater Axel beiwohnte. Dieser hatte den Sohn zum Sport gebracht, gemeinsam durften die beiden nun diesen großen Erfolg feiern. „Unglaublich““, resumierte der Siegfahrer, der von seinem Schützling schwärmte, dessen Anreise länger als gedacht gedauert hatte, denn auch Major Ass hatte im „Berliner Stau“ gestanden, doch nicht nur da war es irgendwann weitergegangen, sondern auch auf der Piste, denn das war der Grund des Sieges, befand Siebert: „Er ging einfach immer weiter, das Pferd war super, und irgendwann dachte ich, das kann klappen!“ Tatsächlich klappte es gegen die beiden Vorlaufsieger Very Special One und Zidane.

Das B-Finale sicherte sich Linda Matzky aus der Radfahrerlage mit Ixpress über die Open Stretch gegen den von Start weg führenden Uno per te Diamant, der das Rennen im Schlafwagentempo offenbar auf eine zu leichte Schulter genommen hatte.

Sieger aus der Normandie

Den ersten Vorlauf sicherte sich Hans-Jürgen von Holdt mit dem Ultrafavoriten Zidane. Über weite Strecken mit Deckung unterwegs schaffte es der Vize-Europameister in der Entscheidung, den Piloten Milkos niederzuringen. Lange hatte der auf der ersten Überseite an Vampire Hunter vorbei nach vorn gezogene Lühring-Trotter das Zepter geschwungen und unterlag letztlich in allen Ehren. Mit viel Speed erreichten Admiral Rower und Red Lover ebenso das Finale wie die zum Schluss nicht mehr steigerungsfähigen Vampire Hunter und Fantomas. Züchter von Zidane ist Mike Lenders.

Lenders konnte sich in der Normandie auch nach dem zweiten Vorlauf über einen Volltreffer als Züchter freuen. Peter Platzer steuerte den Favoriten Very Special One umgehend an die Tete. Dort bekam er zweimal eine Massage, ließ sich aber davon nicht kirre machen und behielt immer das Heft des Handelns in der Hand. Geordie hielt sich als Protagonist der Außenspur gut genug, innen spritzte Vorjahressieger Pepper K.L. auf den dritten Platz vor Major Ass, während sich klar zurück Horatio Fortuna und Noelani die Finaltickets holten.

Mit Run for the Roses feierte Hans-Jürgen von Holdt in einer turbulenten Partie seinen zweiten Tageserfolg. Der von Start geflogene 11-Jährige ließ Samir passieren, der an der Spitze lange den Takt vorgab, dann aber die wuchtige Zwischenattacke von Iron Steel am 500-Meter-Pfosten nicht kontern konnte. Iron Steel aber war mit Erreichen der Zielgeraden müde und musste nicht nur den speedigen Run for the Roses vorbeilassen und den außen nachsetzenden Helios, sondern auch den letztlich unglücklichen Samir. Dieser hatte versucht, innen über die Open Stretch durchzustoßen, wurde dabei vom nach innen schwankenden Iron Steel entscheidend aufgehalten und musste letztlich mit dem Ehrenplatz zufrieden sein.

Championesse lässt es kesseln

Ronja Walter ließ sich vom Fleck weg nicht die Butter vom Brot nehmen mit Ramazotti Diamant. Der bis dato in diesem Jahr noch sieglose Wallach gewann den 18. Auftritt mit totaler Offensive. Niemand konnte sich ihm im ersten Lauf zum Kombi-Cup in den Weg stellen. In 14,5 demontierte Ramazotti die Gegnerschaft um Merlin, Los Vascos und Holly Star. Da kochten nach dem Triumph die Emotionen rund um das Ramazotti-Team im Winner-Circle hoch, der Stall Hamburger Jung ließ seiner Freude freien Lauf.

Den zweiten Lauf holte sich dann Nicole Hildebrandt in einer packenden Kampfpartie mit Merlin ganz knapp gegen eine verblüffend starke Holly Star und Los Vascos.

 

 
 

Vorbericht:
 Grand Prix-Auftakt mit Deutscher Amateurmeisterschaft

(HTZ-press) Hamburg-Bahrenfeld, Samstag, 12. Oktober 2019 - Der Eröffnungstag des großen Grand-Prix-Meetings bietet am Sonnabend in Bahrenfeld Außergewöhnliches: In den sieben Prüfungen, die ab 14.30 Uhr stattfinden, dreht sich alles um die Amateure, eine gerade heutzutage existenziell bedeutende Gruppierung im Trabrennsport. Rekordverdächtige sechs Mal dürfen sie in den Sulky steigen, in der siebten Prüfung sind die Trabreiterinnen aktiv. Mittel- und Höhepunkt der Karte, für viele Aktive sogar des gesamten Rennjahres, ist die in Vor- und Finalläufen entschiedene Deutsche Amateurmeisterschaft. Insgesamt stehen in zwei voll besetzten Vorläufen, dem alleine mit 14.000 Euro dotierten und wieder als Hans-Johann-Stamp-Memorial gelaufenen Finale sowie dem Finale B 27.000 Euro an Rennpreisen zur Verfügung. Am Abend treffen sich Sieger und Besiegte sowie alle Freunde des Trabrennsports zur großen Party mit der Ehrung der Erstplatzierten und jeder Menge Geselligkeit und guter Laune.

Zwei Dutzend Kandidaten

 

Vorjahressieger Pepper K.L. in der DAM dieses Mal mit Franz Klein

Beide Vorläufe zur Deutschen Amateurmeisterschaft sind mit je zwölf Kandidaten aus allen Landesteilen voll besetzt. Der Titelverteidiger ist nur „halb“ dabei, denn Vorjahressieger Pepper K.L. startet zwar, nicht aber sein damaliger Fahrer Jörg Hafer. Einen neuen DAM-Titelträger wird es somit auf jeden Fall geben, und der könnte Peter Platzer heißen. Mit Very Special One hat der engagierte Münchner Besitzer und Amateurfahrer ein ganz heißes Eisen im Feuer, denn seine beiden einzigen Saisonniederlagen kassierte der Hengst anlässlich der Derbymeisterschaft der Amateure in Berlin nach Meinung von Experten nur deshalb, weil die Rennverläufe für ihn völlig verkorkst waren. Somit hat der 2. Vorlauf, dessen Teilnehmer im Bänderstart-Finale später 20 Meter Vorgabe leisten müssen, seinen klaren Favoriten. Auch der muss aber erst einmal gewinnen, und Chancen auf die Endlauf-Teilnahme können sich ohnehin die meisten der übrigen elf Teilnehmer ausrechnen. Pepper K.L. (Franz Klein) muss im Gegensatz zum vergangenen Jahr allerdings die zweite Startreihe in Kauf nehmen, was die von Major Ass (Simon Siebert) angeführte Konkurrenz Morgenluft schnuppern lässt.

Im 1. Vorlauf steht der ebenso wie Very Special One in der Normandie von Mike Lenders gezüchtete und in Bayern von Josef Franzl trainierte Zidane (Hans-Jürgen von Holdt) läuferisch etwas heraus, doch muss der Wallach erst einmal fehlerfrei bleiben, was bei drei der letzten sieben Auftritte nicht der Fall war. In puncto Zuverlässigkeit haben somit die Nordlichter Vampire Hunter (Eyk Hilgen) mit fünf Top3-Leistungen in Serie und Milkos (Günther Lühring) mit deren vier, aber sogar drei Siegen bei den jüngsten fünf Auftritten, mehr zu bieten. Ähnlich gut empfohlen sind aus dem Westen Red Lover (Cathrin Nimczyk), aus Berlin G.G.‘s Victoria (Simon Siebert) und aus Bayern Uno per te Diamant (Andreas Schwarz).

Elf Kombinierer

In zwei Läufen wird der Kombi-Cup entschieden, wobei die elf Teilnehmer zunächst unter dem Sattel antreten, bevor später die Amateure hinter ihnen im Sulky Platz nehmen. Der Monté-Lauf könnte im Duell zweier Top-Reiterinnen münden, denn Championesse Ronja Walter hat in Ramazotti Diamant einen zuverlässigen, kampfstarken und in seltenen Auftritten in Trabreiten auch schon bewährten Wallach unter sich. Die Niederländerin Sytske de Vries sitzt dagegen auf einem absoluten Spezialisten in diesem Metier, denn El Raul war vor dem Sulky eigentlich erfasst, bevor er in der neuen Disziplin neue Motivation fand und dort schon mehr als ein halbes Dutzend. Rennen gewann. Die Sprintstrecke von 1.680 Metern wird dem flotten Beginner zusätzlich gefallen. Als chancenreiche Bewerber gelten auch Merlin (Nicole Hildebrandt), Los Vascos (Lesley Renner) oder Ete d’Ourville (Sina Baruffolo), deren Aussichten aber im zweiten Lauf noch besser sein könnten.

Großverdiener

Auch Pferde der höchsten Gewinnklasse werden von den Hobbyfahrern aufgeboten. Die Bandbreite der Gewinnsummen der elf Teilnehmer am 4. Rennen reicht von 40.000 bis 260.000 Euro, aufaddiert wird die Millionengrenze von ihnen locker überschritten. Die Gruppe der Chancenreichen ist groß und reicht erneut von Bayern (Samir/Peter Platzer) über Berlin (Iron Steel/Daniela Fellner) und den Norden (Irrwisch/Nicole Hildebrandt) bis in die Niederlande (Flashback/Yannick Mollema).

Party

Der aus dem Fußball sinngemäß bekannte Spruch „Nach dem Rennen ist vor dem Rennen“ wird am Sonnabend dahingehend abgewandelt, dass nach dem Rennen erst einmal Party angesagt ist. Gleich nach Ende des Renntags geht es für alle in der Sulkylounge im 1. Stock der Tribüne weiter, wo die Teilnehmer an der DAM ebenso zur stimmungsvollen Siegerehrung erwartet werden wie alle Freunde des Trabrennsports, die Lust auf einen launigen Abend und das Kennenlernen Gleichgesinnter haben . Der Eintritt ist frei, lediglich für ein feines Büffet ist ein Kostenbeitrag von 20 Euro zu leisten.

Keine 24 Stunden später steht dann das überragende Ereignis nicht nur des Hamburger Trabrennsports an: Ab 13.00 Uhr dreht sich am Sonntag in einem zwölf Rennen umfassenden Programm alles um den Großen Preis von Deutschland.

Das war die Liveübertragung der Startplatzauslosung für den 13. Oktober 2019:

Grossen Preis von Deutschland 

Deutschland-Cup 

Lord Pit-Rennen 

Banks-Rennen 

Orakel der Zweijährigen

Save the date: Der Jahres-Höhepunkt auf der Trabrennbahn Hamburg-Bahrenfeld rückt immer näher:

Am kommenden Wochenende vom 12. bis 13. Oktober steht das Grand-Prix-Meeting 20 auf dem Programm. Das bedeutet: zwei Tage Trabrennsport vom Feinsten.

Am Sonnabend wird die Deutsche Amateur-Meisterschaft ausgetragen. Am Abend wird es für alle Freunde des Trabrennsports eine Party geben. Die Veranstaltung findet im Anschluss an den Renntag in der Sulky Lounge im 1. Stock der Tribüne statt. Wir möchten gerne die drei Erstplatzierten der DAM ehren.

Es wird ein feines Buffet geben und für Getränke ist natürlich auch gesorgt. Der Eintritt ist frei. Das Buffet kostet 20 €. Die Teilnehmer an den Vorläufen der DAM und eine Begleitung sind für das Buffet eingeladen. Wir hoffen auf eine rege Beteiligung!