++ Berlin: Major Ass gewinnt in bewährter Hand von Michael Hönemann den 7. Lauf der Gold-Serie in 1:16,0/2500 Meter vor Willow Bay Evert und River Flow - Emma Stolle punktet erneut mit Beppi Santana und verkürzt im Amateurfahrer-Championat auf 17:16 ++ ++ Paris: Cleangame (Jean-Michel Bazire) sichert sich trotz zweifacher Zulage in 1:12,0/2900 Meter das Finale zum Grand National du Trot (130.000 Euro) - Crack Money (Cedric Terry) endet unplatziert, bleibt in der Gesamtwertung aber vorn ++ ++ Wien: 13. Saisonerfolg für Stall Wieserhofs Giacomo Pastor - Rudi Haller auch mit Allegra Racings Clubs Deniro - Erich Kubes gewinnt für das "Team Lila" mit Stall Noahs Pralla Michi, endet mit Avanti Royal unplatziert, mit Serafino am Turm ++ ++ Trauer um Josef Bureik - Der einst erfolgreiche westdeutsche Besitzer und Züchter ist im Alter von 75 Jahren verstorben ++ ++ Montag: PMU-Abend in München - Sieben Rennen ab 18:30 Uhr ++
Der Express rollt
15. November 2021

(HTZ-press/cb) Feucht-kühles und trübes Herbstwetter herrschte am ersten November-Renntag in Hamburg vor, doch zumindest fiel kein Regen aus dem grauen Himmel. Alles andere als trist war das , was die Vierbeiner auf der Hamburger Piste boten, allen voran die Zweijährigen, denn das, was die beiden Express-Hengste im Hamburger Winterfavoriten ablieferten, war schon allererste Klasse.

Der Express rollt

Favorisiert war Yahoo Diamant im Hamburger Winterfavoriten um ein Preisgeld von satten 20.000 EUR, doch der Express-Hengst musste nach einer Partie außen herum eine Niederlage quittieren. Die konnte man allerdings verschmerzen, war es doch der von Robbin Bot perfekt vorgetragene Stallgefährte Sir Express, der dafür verantwortlich zeichnete. Der Stall Express des Ehepaars Krogmann also eins-zwei, wobei nicht nur die Manier begeisterte, sondern auch die Kilometerzeit, denn der siegreiche Indigious-Sohn trommelte 13,8 auf die Piste. Hinter dem Express-Zug landete Jade Sisu nach langer Führung beim Debüt auf einem guten dritten Rang.

Winterfavorit

Immer wieder der Goldhelm

Hatte der Champion im Winterfavoriten noch einem Trainingsgefährten den Vortritt lassen müssen, so verhinderte er Ähnliches im zweiten Hochkaräter des Nachmittages. Im Halali, ebenfalls mit 20.000 EUR garniert, geriet die Sache dann aber eher langweilig, denn bereits am Start fiel eine Vorentscheidung, als Michael Nimczyk mit Cassiel Font unblutig nach vorn kam und in der Folge schalten und walten durfte. Stallgefährte Lancaster Newport blitzte in der Distanz mit einer Schlussattacke umgehend ab, während hart innen Indoor von einem defensiven Vortrag profitierte.

Halali

Zwei weitere Male fuhr Michael Nimczyk zur Siegerehrung vor. Mit Kaiserhof Newport schlug er gleich zu Beginn aus der Radfahrerlage zu und nagelte The Natural genau auf der Linie fest. Ähnlich gestaltete sich dann der Treffer mit Maxville, der den Piloten Beppi Santana in der Distanz einsammelte. Anio C.K. als Dritter, aber vor allem der viertplatzierte Jacuzzy Camaro hinter den Favoriten sorgten für eine fette Viererwettquote in Höhe von 1.159,6:1.

Weiße Weste für de Jong

Zum Auftakt der V7-Wette allerdings lief es nicht wie geplant für den Champion, denn Ultra-Favorit Brady kam bereits hinter dem Startwagen aus dem Takt. So war der Weg frei für Floris van Egmont und Jan Thijs de Jong, der den Piloten Milkos im letzten Bogen erdrückt hatte, um sich dann zu lösen. Auch seinen zweiten Starter brachte Jan Thijs de Jong als Sieger ins Ziel. Hier hatte er die Fahrleine jedoch Samantha Stolker überlassen, die mit der Taktik des nie abflauenden Tempos an der Spitze mit Ann Boleyn den Gegnern den Zahn zog. 

Überlegen

Andere Ware war Kind of Steel in der Hand von Dion Tesselaar. An die Spitze geschnellt kam er niemals in irgendeine Gefahr und legte in flotten 1:16,0 die Maidenschaft ab.

Night fever Bo wirkte lange gleichfalls sehr souverän mit Per Nordström an der Tête, doch auf der Endgeraden wurde es noch einmal spannend, denn die Gegner setzten bedrohlich nach, doch die aus einer langen Pause kommende Stute behielt die Oberhand. 

Spannender als möglicherweise geplant machte es Marco Schindler zum Abschluss, als ihm sein erster Hamburger Sieg gelang. Mit Always a Pleasure fuhr er durch nach vorn und ließ es arg ruhig angehen. Doch nachdem Ouverture aus dem Takt kam, war auch Waikiki Fortuna als übrig bleibende Konkurrentin nicht stark genug, so dass Schindler im Ziel jubeln konnte. 

Abschied

O’Sunday gab seinen Ausstand und wurde noch einmal Vierter zum Abschied. Doch mit dem Sieg hatte er nichts zu tun. Der ging an eine starke Gaststute, denn Tour Eiffel war mit Robin Bakker nach etwas verhaltenem Beginn stärker als Kiss me Bo und Windspeed.

Verabschiedet wurde auch Maxi Cup. Beide Traber wurden noch einmal geehrt, und es wurde mit Videoeinspielern an ihre Karriere erinnert. Sie gehen nun in „Rente“ und genießen den Ruhestand, doch in Hamburg geht es für alle anderen am 28. November weiter.