++ Vincennes: Im Prix Gelinotte (100.000 Euro/Gruppe II) für dreijährige Stuten endet die Serie von Cindy Truppo, die eingangs der Zielgeraden - bereits nicht mehr zwingend - von Pierre Vercruysse von den Beinen geholt wird - Leichte Siegerin ist in 1:16,3/2700 Meter die Prodigious-Tochter Inoubliable (Jean-Philippe Dubois) vor Cindy Truppos Trainingsgefährtin Idylle à Vie (Alexis Chéradame) - Im Prix de Croix (100.000 Euro/Gruppe II) für Fünfjährige "versenkt" Nivard-Ersatz Nico Ensch auch Gu d'Héripré, der bei der Amérique-Generalprobe über Rang fünf nicht hinauskommt - Erneut überrascht UET-Champion Power (1:16,2/2850 Meter) mit Catchdriver Eric Raffin im Speed vor Gelati Cut und Goldy Mary ++ ++ Jägersro: Susanne Auers Ornello (Conrad Lugauer) in 1:15,7/3160 Meter um den Sieg hauchdünn geschlagen - Gestüt Oesterdiekens Ofelia OE (Jörgen Sjunnesson) Vierte in 1:13,9/2140 Meter - Ulrich Mommerts Emilion (Björn Goop) nach zwei Fehlern Achter in 1:14,8/2140 Meter - Gävle: Überlegener Sechs-Längen-Erfolg von Günther Grubers Duglas (Klaus Kern) in 1:15,8/2140 Meter ++ ++ Sonntag: Die letzten Amérique-Tickets im Prix de Belgique (110.000 Euro/2850 Meter) - Italiener Vitruvio (Matthieu Abrivard) erstmals unter Regie von Jean-Michel Bazire, der selbst Davidson du Pont steuert - Die Weck/Wittmann-Schützlinge Idéal Ligneries (Nicolas Ensch) und Ole Bo (Alexandre Abrivard) im Prix Maurice de Gheest (100.000 Euro/2700 Meter/Gruppe II) gegen Jahrgangsprimus Italiano Vero - Stall Oberkrachers Dreambreaker (Jean Yann Ricart) mit einem neuen Versuch im Monté (Prix Djerd/90.000 Euro/2200 Meter) ++ ++ Sonntag: Elf Prüfungen in Gelsenkirchen mit dem Wettstar-Winter-Preis und dem Wettstar-Winter-Monté (ab 13:37 Uhr) ++ ++ Montag: PMU-Matinee in Straubing mit insgesamt sieben Rennen (ab 11:40 Uhr) ++
Comeback zum Saisonstart
12. Januar 2021

(HTZ-press) Die Rennsaison 2021 wurde mit einem echten Kompaktprogramm eröffnet, denn lediglich vier PMU-Prüfungen standen an einem trüben und nass-kalten Januar-Montag am späten Vormittag in Hamburg-Bahrenfeld auf der Karte. So ganz dran gewöhnen mag man sich unverändert nicht, doch natürlich waren auch zum Jahresauftakt keine Besucher zugelassen. Vom Rahmen her also alles andere als ideale Bedingungen, doch der Trabrennsport lässt sich davon natürlich nicht aufhalten und schreibt auch an solchen Tagen seine unvergleichlichen Geschichten.

 

Comeback

 

Zwar hatte Jani Rosenberg schon die eine oder andere Fahrt im Vorjahr absolviert, doch der passionierte Besitzer und Amateurfahrer griff erst zum Saisonstart 2021 so richtig wieder an. Nach krankheitsbedingter Zwangspause von rund sieben Jahren stieg er in allen vier Rennen des Tages hinter familieneigenen Pferden in den Wagen und kreuzte die Klingen mit den Profis. 

Dass er nichts verlernt hat, demonstrierte er gleich im ersten Rennen mit Caviar’s Dream, dem er alles perfekt einteilte. Aus zweiter Position wählte er den richtigen Moment zur Attacke Mitte gegenüber und war auch vom nachsetzenden Henri Buitenzorg nicht in Gefahr zu bringen. 

 

Zweimal Franzl

 

Dass die Bäume nicht in den Himmel wachsen, musste Rosenberg danach erfahren, doch der wiedergefundene Spaß am Trabrennsport dürfte darunter nicht gelitten haben. Spaß hatte einmal mehr auch Bahnchampion Josef Franzl, der beide Auftritte mit Lasbeker Trottern siegreich gestaltete. Mit Naama ließ er an der Spitze nichts anbrennen und wäre auch ohne den späten Fehler des Hauptkonkurrenten Jaxon Schermer wohl nicht in Bedrängnis geraten. 

Mit Maxi Cup brach er den ersten Bänderstartversuch ab, um auch beim gültigen Ab nicht ganz optimal ins Rennen zu gelangen. Dennoch ackerte der Raja-Mirchi-Sohn unverdrossen durch die Außenspur und ließ sich auch durch den ihm wie ein Schatten folgenden Undigious Diamant aus der Ruhe bringen. Gentle Yankee komplettierte die formgemäße Dreierwette.

 

Bot bleibt ruhig

 

Sieben Rennen hatte Robbin Bot am Vortag in Berlin gewinnen können, doch nach zwei fehlerhaften Auftritten zu Beginn schien die Form in Hamburg abhanden gekommen zu sein. Ausgerechnet mit dem Pulverfass Fakir di Quattro aber unterstrich der Holländer, dass er ein Händchen hat. Der laufgewaltige Fakir wurde ins Rennen „getragen“, und auch, als er im letzten Bogen wechselte und die führende Ondra es mit der Flucht versuchte, verlor Bot nicht die Nerven, sondern setzte erst nach, als der Fakir wieder lag und gewann sehr souverän gegen Ondra. Paula Ri und Issa Boko ergänzten die Viererwette, die 750,2.1 zahlte. 

Die wirklich recht leicht zu lösende V4-Wette zahlte noch lohnende 149,1:1.