++ Vincennes: 42:10-Favoritin Stonehillpearl (Eric Raffin) in einem 46.000er für vierjährige Stuten in 1:15,1/2850 Meter unplatziert ++ ++ Eskilstuna: Stall Franziskas Slave to Love Cal mit Wim Paal 5. in 1:13,6/1640 Meter ++ ++ Gävle: Gestüt Lasbeks Ultimus mit Örjan Kihlström 1. in 1:15,7/3180 Meter ++ ++ Samstag: Stall Wieserhofs Orlando Paladino mit Roberto Vecchione in einem 8.800-Euro-Rennen für Vierjährige in Montecatini (Startzeit 20:08 Uhr) ++ ++ Sonntag: Auftakt zur Dreifachen Krone in Berlin mit dem Adbell-Toddington-Rennen (20.000 Euro) - Saisoneinstand von Blizzard Diamant mit Robin Bakker - Dazu Stutenlauf, 2. Lauf zur Gold-Serie und 4. Lauf zur Newcomer-Serie - Beginn 13:00 Uhr ++ ++ Sonntag: Karl Bürger-Gedenkrennen (15.000 Euro) und Derby-Versuchsrennen (10.000 Euro) in Wien mit den Gramüller-Schützlingen Wilander, Golda Meir (Christoph Schwarz) und M Eck Gyver (Marisa Bock) - Der Silberhelm im Rahmen auch mit Indy, Christoph Fischer mit Hello Sport, Barolo Rosso - Beginn 14:00 Uhr ++ ++ Sonntag: Die Gramüller-Schützlinge Gino, Foxtrott Jet und Indianajones Treb mit Manuel Pistone, Ultrablue mit Enrico Ramazzina im Amateurfahren sowie Karin-Walter Mommerts Innamorata Grif mit Francesco Pettinari in Triest - Beginn 19:20 Uhr ++ ++ Sonntag: Auftakt der bayerischen C-Bahn-Saison in Velden - Vier Rennen ab 14:00 Uhr ++
70-jähriges "Dienstjubiläum" von Heinz Kuhsträter
02. April 2017

Während man über das Renteneintrittsalter von 67 (wohlgemerkt Lebens-, nicht Berufs-)Jahren diskutiert, erscheint das Lebensarbeitszeitkonto von Heinz Kuhsträter geradezu überfüllt: Seit 70 Jahren ist der Trabertrainer in seinem Beruf aktiv. Und erfolgreich, denn erst vor wenigen Tagen holte er mit Katan am Gelsenkirchener PMU-Renntag seinen aktuellsten Sieger vom Geläuf. Deutschlands wohl dienstältester Trabertrainer kann es also immernoch. Und fährt weiterhin täglich von Krefeld zu seinem Stall auf der Gelsenkirchener Trabrennbahn, um die ihm anvertrauten Pferde zu versorgen. Darüber hinaus stellt er an Renntagen seine Boxen für auswärtige Gastpferde zur Verfügung, so auch den letzten großen Sieger in Gelsenkirchen (Popeye Diamant im Marathon-Pokal am 27.11.2016).

1947 begann er seine Lehre bei Ernst Jung in Gelsenkirchen, 1951 wurde Heinz Kuhsträter mit 13 Siegen deutscher Champion der Lehrlingsfahrer. Nur sechs Jahre später machte er sich selbständig und betreibt seit 1957, also seit ebenfalls stolzen 60 Jahren, einen Stall in Gelsenkirchen. In einigen Wochen jährt sich Heinz Kuhsträters größter Erfolg zum 40. Mal, am 30. Mai 1977 gewann er mit Viterbo den Deutschland-Pokal. Insgesamt zehn Zuchtrennsiege konnte Kuhsträter erzielen.

Heinz Kuhsträter begann seine Lehre zu einer Zeit, als "man mit seinem Pferd vor dem Sulky in Gelsenkirchen aufbrach, um zu Fuß ein, zwei Tage später zum Rennen in Mönchengladbach anzukommen. Wenn wir in Hamburg einen Starter gemeldet hatten, mussten wir mit dem Zug dorthin. Das hat gedauert!" Heute unvorstellbar, gehören doch auch weite Reisen zum Alltag der Aktiven im Trabrennsport.

Selbst saß Heinz Kuhsträter noch am zweiten Weihnachtstag 2016 im Rennsulky, in einer Qualifikation. Im Rennen überlässt er die Fahrleine nun lieber den jüngeren Kollegen, wie Roland Hülskath, der Katan zum Sieg steuerte. Insgesamt mehr als 3.300 Rennen fuhr Kuhsträter selbst, knapp 800 Siege stehen zu Buche. Als Trainer waren es über 5.000 Starter und mehr als 300 Siege. Der letzte datiert vom 23.03.2017 - der vorletzte aus dem Jahr 2012, dem Jahr, in dem Kuhsträter seinen 80. Geburtstag feierte.

Neben seiner Tätigkeit als Trainer war Kuhsträter in den vergangenen Jahren auch als Trainervertreter an der Amateurfahrerprüfungen in Gelsenkirchen beteiligt und engagierte sich so auch in der Nachwuchsarbeit des deutschen Trabrennsports. Sein Alter von 84 Jahren merkt man dem Jubilar dabei nicht an - und Kuhsträter weiß selbst, warum: "Die Arbeit mit den Pferden hält mich fit!"

 

Foto: GelsentrabPR

(02.04.2017)