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Stimmungsvolle Championatsfeier - mit Bildergalerie

Bis auf den letzten Platz gefüllt war das Obergeschoss des Mariendorfer Teehauses anlässlich der HVT-Championatsfeier am Samstagabend.

Auch die Titelträger waren vollzählig erschienen, lediglich der Besitzer- und Züchterchampion Günter Herz (Gestüt Lasbek) ließ sich von seinem Sohn Christian vertreten. Der erzählte am Mikrofon von Moderator Peter Weihermüller von den ersten Erfahrungen mit dem neuen Trainer Sepp Franzl und dessen FC-Bayern-affinen Mitarbeitern. Überzeugt waren damit wohl auch die letzten Zweifler an der neuen Koalition Lasbek/Franzl.

Franzl selbst, der den Bronzehelm im Empfang nahm, bekannte sich zu seiner Heimat („Ich werde immer in Bayern leben“), betonte aber auch, die Teilzeit-Tätigkeit auf dem Gestüt Lasbek als interessante Herausforderung anzunehmen. Erstmals das deutsche Vize-Championat der Berufsfahrer und damit den Silberhelm ergatterte Rudi Haller, dessen Ausführungen über Vergangenes und Neues seines Superstars Orlando Jet man gespannt lauschte.
Ein Abo auf den Goldhelm hat mittlerweile Michael Nimczyk, der erst bei Halbzeit zur Feier stieß und gleich frische Eindrücke aus Vincennes schildern konnte, wo wenige Stunden zuvor die Disqualifikation von Emilion für Verwirrung gesorgt hatte. Der nunmehr achtfache deutsche Champion, der 2018 erstmals die Marke von 200 Siegen knackte, wurde nicht müde, immer wieder die Unterstützung seines Teams und den großen Rückhalt der Familie zu würdigen.
Apropos Familie: In der vergangenen Saison gingen gleich zwei weitere Titel nach Willich. Zum dritten Mal in Serie der des siegreichsten Trainers an Wolfgang Nimczyk und - eine Premiere - der des Champions der Amateurfahrer an dessen Schwager Thomas Maaßen, der offen bekannte, seit Beginn seiner Laufbahn im Jahr 1985 davon geträumt zu haben, einmal auf der Bühne der Meister zu stehen („Dafür musste ich fast 50 Jahre alt werden, jetzt habe ich es endlich geschafft!“). Nach dem offiziellen Teil führte die rheinische Frohnatur nicht nur einen Freudentanz auf.
Einen Löwenanteil am Erfolg des „Team Nimczyk“ hatten freilich die Schützlinge von Ulrich Mommert. Zwar ging das monetäre Besitzerchampionat an Gestüt Lasbek verloren, das größere Einnahmequellen in Schweden weidlich zu nutzen wusste, beim Besitzertitel nach Siegen waren die 76 Treffer der Mommert-Traber jedoch absolute Spitze.
Ulrich Mommert und Michael Nimczyk taten sich sodann auch bei der Benefizaktion von Uwe Zevens zugunsten der Elterninitiative Kinderkrebshilfe Düsseldorf e.V. hervor. Bei jeweils 1.500 Euro erhielten sie den Zuschlag bei der Versteigerung von Original-Hufeisen der legendären Amérique-Sieger Abano As und Varenne.
Emotionen weckte ebenso die Verleihung des Lifetime Award für Reado, den stellvertretend Anja Sokollis entgegennahm, die sich bis zum letzten Tag liebevoll um das „Eiserne Pferd“ kümmerte, bevor es im Vorjahr im biblischen Alter von 36 Jahren für immer die Augen schloss. 
Als viel zu lang bezeichnete Peter Weihermüller völlig treffend die Liste der im Jahr 2018 verstorbenen Mitglieder der Trabergemeinde, denen man schweren Herzens gedachte.
„Keine falsche Bescheidenheit“ hätte man am liebsten dem sympathischen Jan Thirring zugerufen, der aus schwierigen Pferden immer wieder das Optimum herausholt und sich den Titel des Lehrlings-Champions hart erarbeitet und verdient hat.
Begonnen hatte die Zeremonie mit der Ehrung von Ronja Walter für das fünfte Trabreit-Championat in Serie und ihr Paradepferd Zauni, der bei der Wahl zum Traber des Jahres für das Novum sorgte, ausschließlich wegen Leistungen unter dem Sattel gewählt zu werden. Die Geschichte hinter dem Märchen erzählte Manni Walter, stolzer Vater von Ronja und Trainer von Zauni.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Fotos: Steffi Christoph. DANKE für die großartige Unterstützung!