Missstimmung herrscht auch 48 Stunden nach dem Ulf Thoresens Grand International (1,6 Mio. NKR = rd. 135.000 Euro), das am Sonntag im 100 Kilometer südlich von Oslo gelegenen Jarlsberg ausgetragen wurde, im schwedischen Fahrerlager.
Wegen einer Behinderung an Betting Pacer mit Björn Goop auf der Zielgeraden wurde der zweiteingekommene Get A Wish mit Robert Bergh im Nachgang disqualifiziert. Nun wirft Bergh seinem Konkurrenten vor, die Situation unnötig verschärft zu haben. „So etwas habe ich im Rennsport noch nie erlebt“, sagte er gegenüber Trav- og Galopp-Nytt.
Die Rennleiter überprüften die Situation im Gruppe-I-Rennen, das Don Fanucci Zet mit Örjan Kihlström durch die Todesspur gewann.
„Es gab keinerlei Berührung.“
Man ging davon aus, dass Bergh Betting Pacer im Einlauf zum Galoppieren gezwungen hatte. Bergh ist der Ansicht, dass er genügend Platz hatte und Björn Goop die Situation verschärft habe.
„Als ich nach außen ging, nutzte ich eine Lücke, die definitiv vorhanden war. Als ich rausfuhr, machte Goop ein Manöver, das den Anschein erweckte, als würde ich sein Pferd zum Galoppieren bringen. Es gab aber keinerlei Berührung zwischen meinem Sulkyrad und Betting Pacer. Es war wie eine Schwalbe im Fußball“, erklärt Bergh gegenüber tgn.no.
Goops Interpretation von Berghs Manöver
Die Rennleiter sahen das jedoch anders. In der V85 Live-Sendung am Sonntag schilderte Björn Goop seine Sicht der Dinge: „Es hätte sich eine Lücke ergeben. Ich verstehe, dass Robert unbedingt raus wollte. Betting konnte nicht mitziehen und gerade als er raus wollte, fiel Betting zurück. Die Lücke kam, verschwand aber wieder. Nun, es ist, wie es ist. Natürlich bin ich genervt, sie mussten ihn ja rausnehmen.“
Travronden hat Björn Goop und Robert Bergh Anfang der Woche nochmals um ein Statement gebeten. Letzterer schreibt in einer SMS: „Ich war es so leid, wenn sie im Hockey und Fußball schauspielerten. Endlich fangen sie dort an, es besser zu machen, und dann erlebt man es ausgerechnet in der eigenen Sportart.“
Durch die nachträgliche Disqualifikation von Get A Wish ging das zweite Geld, 400.000 norwegische Kronen, wie im Vorjahr an Lokalmatadorin Daim Brodda, mit der Eirik Høitomt im Fahrwasser von Robert Bergh lang festsaß, dann aber mit einer Slalomfahrt hart innen noch bis auf eine halbe Länge an Don Fanucci Zet herankam.
Dass der Redén-Schützling bei seinem 37. Treffer mit 1:12,0/2100 Meter auskam, der langsamsten Siegerzeit seit Tuonoblu Rex im Jahr 2015, lag vor allem daran, dass Alessandro Gocciadoro mit Executiv EK in Front streckenweise in 18er Tempo bummeln durfte, im Finish aber dennoch hinter einem geschlagenen Pferd saß, das noch hinter Außenseiter Powwow und Kentucky River zurückfiel.
Video: https://www.youtube.com/watch?v=DjGZKKGFyZM







