++ Heute: PMU-Abend in Wolvega ab 18:10 Uhr ++ ++ Åby: Kerstin Walters Ebba nach Fehler 8. in 1:15,8/2140 Meter - Karin Walter-Mommerts Frankie Godiva (Markus Waldmüller), Eugenius Face 2. in 1:14,9/2140 Meter, Don Quijote Face (Adrian Kolgjini) ++ ++ Treviso: Stall M.S. Diamantens Yucatan Diamant (Pietro Gubellini) 4. in 1:16,6/2060 Meter Bänderstart - Karin Walter-Mommerts Gaudi' Bi (Roberto Vecchione) ++ ++ Sonntag: Vier PMU-Rennen sowie die ersten Läufe zur Newcomer- und Silber-Serie ab 10:45 Uhr - Utkieker bereits gestrichen ++ ++ Sonntag: Prix Comte Pierre de Montesson (Critérium des Jeunes), Gruppe I um 200.000 Euro für Frankreichs Dreijährige in Vincennes - Zum Auftakt greift Stall Germanias Staccato HL mit Benjamin Rochard nach seinem ersten Monté-Sieg im Wintermeeting - Beginn 12:48 Uhr ++ ++ Sonntag: PMU in Wien mit Christian Strobls Miramax BR (Erich Kubes), Rolf Dürrs Tyron Hill (Lasse Grundhöfer) und Stall Old Englishs Major Ass (Carsten Milek) im 6.000-Euro-Frei-für-Alle - Startzeit 18:25 Uhr ++ ++ Donnerstag: Abschluss des Straubinger Wintermeetings mit fünf PMU- und einem Rahmenrennen ab 11:00 Uhr ++
Robert & Magnus - die Männer des Nachmittags
26. Dezember 2020

Umeå, Freitag, 25. Dezember 2020. Allzu viele der großen Namen lockte es nicht, in Umeå rund 635 Kilometer nördlich von Stockholm den ersten Weihnachtsfeiertag beim Winter Trotting Classic, der zweiten Etappe des diesjährigen V75 Winter Burst, zu verbringen. Eine gute Gelegenheit folglich für jene, die sonst nicht so sehr im Blickpunkt der sulkysportlichen Öffentlichkeit stehen, kurz vor Ultimo ein wenig „Window Dressing“ zu betreiben, was die Saisonbilanz betrifft.

Am besten gelang dies Magnus Djuse und Robert Dunder, die sich je zwei der begehrten V75-Schleifen sowie die dazugehörigen 100.000 Kronen Siegpreis, die es in allen sieben „kategorielosen“ Prüfungen der Königswette gab, sicherten. Für Magnus, den jüngeren der beiden Djuse-Brüder, die seit zwei Jahren für Furore sorgen und der bereits im Vorjahr als jüngster Bahnchampion aller Zeiten ein Zeichen gesetzt hatte - er hatte sich mit 19 Jahren die Meisterschaft von Umeå gesichert und damit Stefan Söderkvist als jugendlichen Himmelsstürmer abgelöst -, waren es die V75-Treffer 16 und 17 der laufenden Saison. Insgesamt fuhr der mittlerweile in Solvalla lizenzierte junge Mann heuer 195 Mal - nein, nicht in einen Winner Circle, sondern an ihnen, die heuer die meiste Zeit des Jahres wegen der Corona-Pandemie und leerer Ränge versperrt waren, vorbei und ist damit wie im Vorjahr erster Anwärter auf den Titel des Shootingstars des Jahres 2020.

Noch mehr dürfte den 15 Jahre älteren Robert Dunder der Besuch der alten Heimat - erst in diesem Sommer hatte er mit seinem derzeit 29 Köpfe umfassenden Lot die Fronten von Umeå nach Matfors ein paar Kilometer von Bergsåker bzw. Sundsvall entfernt gewechselt - gefreut haben: Weder als Fahrer noch als Trainer hatte er sich bislang in die V75-Historie einschreiben können. Nun gelang ihm das dank eines starken Quartetts, das die 250 Kilometer weite Reise angetreten hatte, gleich zweimal. Dazu kam ein zweiter und ein dritter Platz - ergab insgesamt 275.000 Kronen Beute.

„Ich bin auf jenem Anwesen stationiert, von dem aus kein Geringerer als Åke Svanstedt einst Schweden erobert hat. Hier haben wir ideale Trainingsbedingungen, können die Pferde bergauf, bergab ganz anders vorbereiten. Das trägt jetzt Früchte. Meine Pferde sind körperlich wie mental wesentlich stärker und frischer geworden. Es scheint, dass 2021 ein höchst interessantes Jahr für mich werden könnte“, so der 35-jährige. Bei den Rössern, die bis zu 320.000 Kronen gewonnen haben durften (etwa die Klass II), gelang ihm gar ein „halber“ Doppelschlag. Er selbst hatte sich für Lupin Håleryd entschieden, mit der er aus der Frontlage zwei Längen besser war als der von Magnus Djuse gesteuerte Just Celebration - und dann kam schon sein zweiter Schützling Shut up and Dance mit Catchdriver Rikard Skoglund als Dritter ins Ziel.

Bärenstark auch, wie Albert Zonett, ein Sohn der legendären, 15,4-fachen Kronen-Millionärin Hilda Zonett, den führenden Ants in the Pants am Ende der 2640 geforderten Meter um 1½ Längen erlegte. Mit dem von Love You gezeugten Fuchs hat Dunder ein kleines Meisterstück vollbracht; seit er ihn im August von Daniel Wäjersten übernommen hat, hat der vierjährige Wallach erst einen seiner fünf Auftritte nicht auf Platz eins beendet: In Romme hatte ihn die Galopp-Hexe erwischt. Kleiner Wermutstropfen in Dunders Erfolgsstory: Wegen zweier Fahrstrafen muss er vom 29. Dezember bis 4. Januar und vom 6. bis 12. Januar zuschauen.

In die Röhre schauten auch die ATG-Verantwortlichen: Obwohl die ersten sechs V75-Sieger sämtlich im 30:10-Bereich notierten und auch Nummer sieben Vestpol Gladiator bei 8,8fachen Odds kein Unding war, erfüllte sich die Hoffnung auf einen ersten Jackpot fürs Finale des Winter Burst am 31. Dezember nicht. 18 Kronen gab’s noch für fünf Richtige - die Auszahlgrenze liegt bei 15.

V75-1 (Sto):              Mellby Guava / Magnus Djuse                 31

V75-2 ( - ):                 Lupin Håleryd / Robert Dunder                34

V75-3 (Kallblod):     Pyckolina / Magnus Jonsson                    35

V75-4 ( - ):                 Albert Zonett / Robert Dunder                   39

V75-5 ( - ):                 Walther På G. / Magnus Djuse                 35

V75-6 ( - ):                 Willmer Gel / Ulf Ohlsson                          31

V75-7 (Kallblod):     Vestpol Gladiator / Per Linderoth            88

 

Umsatz V75: 43.600.141 SEK

1. Rang: 1.551 Systeme à 7.305 SEK

2. Rang: 113 SEK

3. Rang: 18 SEK

 

Umsatz Top-7 ( - ): 1.165.666 SEK