Wer dachte, Schampus wäre am Samstag in seinem Hamburger Probelauf mit 1:12,6/2200 Meter außerordentlich schnell gewesen, der wurde wenige Stunden später rund 1300 Kilometer weiter südlich erst recht in Staunen versetzt.
Der fünfjährige Falco Killer Gar absolvierte auf der 1000-Meter-Bahn von Florenz die Meile mit Enrico Bellei im Alleingang in 1:51,5, was einem Kilometerschnitt von 1:09,7 entsprach. Eine beeindruckende Zeit, die in einem offiziellen Rennen einen neuen Bahnrekord für Florenz bedeutet hätte.
Falco Killer Gars Leistung war eine Symphonie aus Kraft und Präzision. Enrico Bellei fuhr von Anfang bis Ende ein atemberaubendes Tempo. Diese Zeit bestätigt, dass Alessio Di Bascos Schützling nach seinem Einsatz in Frankreich mit Thierry Duvaldestin nicht nur seine Form wiedergefunden hat, sondern sich nun in absoluter Topverfassung befindet und Zeiten unter 1:10 Minuten laufen kann, ohne dabei Schwächen zu zeigen.
Das Ergebnis bestätigte die sorgfältige Entscheidung des Teams vollauf. Nach dem ersten Test am 3. März entschied man sich klugerweise, den Druck nicht zu forcieren und auf den Gran Premio Duomo zu verzichten, um dem Sohn von Varenne weitere fünfzehn Tage zur Feinabstimmung zu geben. Diese Geduld wurde nun mit perfekter Technik und einer überragenden körperlichen Leistung belohnt, wodurch die Erfolgsserie des Teams nach Banderas Bis zweitem Platz im Duomo fortgesetzt wurde.
Trotz der überragenden Leistung sind die Bedenken bezüglich des nächsten Starts noch nicht endgültig ausgeräumt. Laut Trainer Alessio Di Basco rückt die Möglichkeit, den Premio Costa Azzurra auszulassen und direkt den Gran Premio Lotteria anzupeilen, immer näher.
Die Strategie sieht in zwei Wochen einen weiteren öffentlichen Probelauf vor, um die Form des Pferdes zu optimieren. Die endgültige Entscheidung fällt jedoch erst nach einem Treffen mit den Besitzern. Florenz hat das Comeback eines Champions miterlebt; Turin und Neapel seien gewarnt: Falco Killer Gar ist zurück – und er ist furchteinflößend.





