++ Herzliche Glückwünsche gehen heute nach Berlin, wo die langjährige HVT- und OBT-Mitarbeiterin Marcelle Krause runden Geburtstag feiert - In Saarbrücken begeht Hans-Walter Bobenrieth sein 90. Wiegenfest ++ ++ Berlin: Mit dem Buddenbrock-Rennen (25.000 Euro) holt sich Blizzard Diamant in der Hand von Robin Bakker in 1:12,4/1900 Meter auch den zweiten Zacken der Dreifachen Krone - Der Stutenlauf geht in 1:13,3 an die überlegene Mille Fleurs mit Michael Nimczyk - Goldie Home (Thorsten Tietz), Carpendale und Honey Bear qualifzieren sich im 2. Lauf für das Super-Trot-Cup-Finale ++ ++ Heute: PMU-Rennen in Baden mit Sheldrake, Aconcagua (Rudi Haller), Postillion (Peter Platzer) und Hulken Sisu (Hans Hellmeier) - Im Rahmen Rudi Haller mit Gersh Win und L'Amour, Marcus Gramüller mit Debütantin Filippchen - Ab 15:45 Uhr ++ ++ Heute: Elf C-Bahn-Rennen in Drensteinfurt ab 14:00 Uhr ++ ++ Budapest: Im 112. Magyar Ügetöderby (14 Mio. Forint = ca. 40.000 Euro/2500 Meter) bezwingt Imre Fazekas mit der Owen-CR-Stute Ginevra in 1:19,4/2500 Meter seine Tochter Andrea mit Get Lucky - Christoph Schwarz mit dem Favoriten Greenback nach verunglücktem Rennverlauf Vierter ++ ++ Cesena: Alexander Van Dijks Jimmy Ferro BR (Giampaolo Minnucci) im Gran Premio Riccardo Grassi (Gruppe III - 37.400 Euro) aus zweiter Reihe und nicht störungsfreiem Rennverlauf 4. in 1:13,2/1660 Meter - Stallgefährtin Regina Wescco springt beim Saison- und Italieneinstand in ersten Bogen an der Spitze ++
Nimczykscher Doppelschlag
01. März 2025

Vincennes, Freitag, 28. Februar 2025. Lange Zeit hatte es ganz danach ausgesehen, als würde der deutsche Trabrennsport dem berühmtesten und lukrativsten Traber-Meeting des Globus die kalte Schulter zeigen. Wenn überhaupt, so kreuzten deutsche Traber, Fahrer und Trainer nur in homöopathischer Dosierung im Temple du Trot auf - mit ebensolchem Erfolg. Seit dem 31. Dezember ist das völlig anders.

Gewiss, die klangvollen Gruppe-Prüfungen fanden ohne deutsche Beteiligung statt. Dort hielt Roger Wittmanns Franzose Idéal Ligneries als Einzelkämpfer die schwarz-rot-goldene Flagge hoch. Doch speziell die Nimczyks haben seit Staccato HLs Ehrenplatz an Silvester, der so etwas wie ein Tür-Öffner zu häufigeren und größeren Taten war, Geschmack an der Reise nach Vincennes gefunden und wurden für ihren Mut mit reicher Ernte belohnt.

Je drei erste (Jimmy Ferro BR, Yahoo Diamant, Cosmea) und zweite Ränge (Staccato HL, Yahoo Diamant, Sangria Pellini) aus elf Versuchen hatten seitdem reichlich Knete in die Stallkasse gespült, und auch der Nasenstüber, den ihnen Yahoo Diamant mit seinem durch einen Startfehler bedingten zehnten Platz vor fünf Tagen verpasst hatte, hielt sie nicht davon ab, es am Freitag in einem Satteltraben gleich doppelt zu wagen.

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Kate Baldwin und Staccato HL mit Begleiterin und Vorbereiterin Hannah Schmitz (Foto: Instagram)

Es lief im Prix d’Alençon von Beginn an prächtig für das Willicher Duo: Mittig drehte Kate Baldwin ein und schnappte sich im Sauseschritt die Spitze, weit außen donnerte Staccato HL los und löste sie Ende der Startgeraden ab, und weil Hiro de l’Ormerie den äußeren Drücker spielte, musste sich Benjamin Rochard keine Gedanken machen, ob und wann er mit der Stute des Stalles Habo die Traumlage aufgeben sollte.

Bergauf forderte Cheyenne Lux mit einem kapitalen Zwischenspurt mehr Tempo ein, doch kaum hatte der von Adrien Lamy gesteuerte Italiener kurz nach dem Gipfel den Leader erreicht, als er aus dem Rhythmus und sich hochkantig zur roten Karte sprang.

Als Hiro de l’Ormerie zu Beginn der Zielgeraden, die Luft ausging, stand die Tür für Kate Baldwin sperrangelweit offen. Benjamin Rochard ließ sich diese Okkasion nicht zweimal offerieren, dirigierte die Virgill-Boko-Tochter nach außen, rang Trainingskumpel Staccato HL nieder und war längst im sicheren Hafen, als die knapp zur Favoritin erkorene Illusive Glory aus hinteren Tiefen weit außen förmlich Flügel bekam.

Staccato HL überrannte sie um eine Länge, doch an Kate Baldwin kam sie um eine halbe Länge nicht mehr heran. Wenn’s läuft, kommt auch das nötige Quantum Glück hinzu: Weil Illusive Glory  den Herren „Commissaires“ im Einlauf in der Gangart nicht mehr genügte, wurde sie nach „Enquête“ disqualifiziert, so dass Staccato HL mit dem 14.750 Euro wertvollen zweiten Rang heimreisen durfte. Kate Baldwin legte beim 17. Versuch ihre „Frankreich-Maidenschaft“ ab und kletterte um 26.550 Euro auf 188.275 Euro.

Prix d’Alençon - Monté - (int., Sieben- bis Zehnj., keine 181.000 Euro)

2175m Bänderstart o.Z., 59.000 Euro

1.      Kate Baldwin                 12,0     Benjamin Rochard                   122

         7j.br. Hengst von Virgill Boko a.d. Bordeaux Baldwin von Zerberus

         Be: Stall Habo (Hans Ulrich Bornmann), DE; Zü: A. Ebbinge, NL; Tr: Wolfgang Nimczyk

2.      Staccato HL                   12,1     Paul-Philippe Ploquin                32

3.      Hana d‘Occagnes        12,3     Tamara Mathias-Maisonnette 410

4.      Greyson                          12,5     Marine Beudard                        850

5.      G.K.Justus                      12,8     Pierre-Yves Verva                       77

6.      Ignace Gueneserie      16,8     Anthony Barrier                         220

         Illusive Glory                  2.dai    Alexandre Abrivard                    28

         Hiro de l‘Ormerie          dis.r.    Mathieu Mottier                           98

         Cheyenne Lux              dis.r.    Adrien Lamy                                80

Sieg: 122; Richter: sicher (½) - 1 - 2½ - 2½ - 3 Längen; 9 liefen

Zw-Zeiten: 07,9/675m - 09,2/1175m - 11,3/1675m

Wert: 26.550 - 14.750 - 8.260 - 4.720 - 2.950 - 1.180 (- 590) Euro

Video (inkl. Enquete-Entscheidung): https://www.letrot.com/courses/2025-02-28/7500/3