++ Berlin: Major Ass gewinnt in bewährter Hand von Michael Hönemann den 7. Lauf der Gold-Serie in 1:16,0/2500 Meter vor Willow Bay Evert und River Flow - Emma Stolle punktet erneut mit Beppi Santana und verkürzt im Amateurfahrer-Championat auf 17:16 ++ ++ Paris: Cleangame (Jean-Michel Bazire) sichert sich trotz zweifacher Zulage in 1:12,0/2900 Meter das Finale zum Grand National du Trot (130.000 Euro) - Crack Money (Cedric Terry) endet unplatziert, bleibt in der Gesamtwertung aber vorn ++ ++ Wien: 13. Saisonerfolg für Stall Wieserhofs Giacomo Pastor - Rudi Haller auch mit Allegra Racings Clubs Deniro - Erich Kubes gewinnt für das "Team Lila" mit Stall Noahs Pralla Michi, endet mit Avanti Royal unplatziert, mit Serafino am Turm ++ ++ Trauer um Josef Bureik - Der einst erfolgreiche westdeutsche Besitzer und Züchter ist im Alter von 75 Jahren verstorben ++ ++ Montag: PMU-Abend in München - Sieben Rennen ab 18:30 Uhr ++
Monté-Meister verteidigt den silbernen Adler
17. Oktober 2021

Solänget, Samstag, 16. Oktober 2021. Wie die übrigen Bahnen in schwedischen Landen hat auch Solänget, das die zweite V75-Veranstaltung binnen 14 Tagen austrug, seinen „kleinen Elitloppet“. Die Dotierung des Silverörnen reicht mit der Gulddivisionen-Minimalsumme 329.000 Kronen nicht annähernd an den großen Namensgeber heran, doch das hindert die Quartiere nicht, hin und wieder echte Koryphäen in die Provinz rund 520 Kilometer nördlich von Stockholm zu schicken.

Zoogin 1995 und 1998, Hilda Zonett 2003, Victory Tilly 2004, Général du Lupin 2005, Elitloppet-Sieger Nahar 2014 - sie alle holten sich einen der silbernen Adler, die neben dem Eintrag in die seit 1967 geführte „Ahnentafel“ als Ehrenpreis vergeben werden. Den Vogel schoss dabei Beanie M.M. ab, dessen 1:10,7 über die Mitteldistanz Solänget 2009 für geraume Zeit als „Världrekords-Banan“ adelten.

So rasant ging’s zwölf Jahre später nicht zu, was zum Einen daran lag, dass die „Adler“ sonst im Hochsommer bei angenehmeren Bedingungen fliegen als an diesem frischen Samstagnachmittag, an dem die Piste ein wenig klebrig war. Zum Anderen hatte es Robert Bergh, nachdem er nach 700 Metern Eldorado B. die Führung abgeknöpft hatte, mit Mindyourvalue W.F. ebenso wenig eilig wie der ihn begleitende Milligan’s School, hinter dem sich der haushohe Favorit Seismic Wave vor Global Adventure und Selmer I.H. ein ausgezeichnetes Plätzchen gesucht hatte.

600 Meter vorm Ziel schnupperten der „Abenteurer“ und Selmer I.H. in Spur drei, doch wer erwartet hatte, Kihlström würde sich dadurch ebenfalls an die frische Luft locken lassen, wurde enttäuscht. Obwohl Milligan’s School bei Mindyourvalues plötzlichem Antritt den Kontakt verlor, blieb „ÖK“ in Deckung - aus gutem Grund, wie sich wenig später offenbaren sollte: Seismic Wave manschte derart miserabel, dass Kihlström („Ich habe recht früh gemerkt, dass er irgendwie nicht in Ordnung war.“) alle Mühe hatte, einen Fehler zu vermeiden. Die Quittung waren lediglich Rang sieben und ein von den Stewards verhängtes Startverbot für den Nurmos-Schützling bis zum 26. Oktober.

Wie geschmiert lief’s hingegen für Mindyourvalue W.F., dem Eric Raffin vor gerade mal einer Woche beim Sieg in der Svenskt Monté-Mästerskap neues Leben eingehaucht zu haben scheint. Berghs auch schon in Frankreich sehr erfolgreicher Wallach ließ sich vom prächtig nachsetzenden Global Adventure nicht mehr einfangen, machte 2½ Längen voraus den 19. Sieg aus 89 Versuchen perfekt und ist nun der Dritte im Bunde derer, die den Silverörnen direkt zu verteidigen vermochten. Bisher war dies nur Rodney Express 1983 und Shadow Woodland 2017 gelungen.

Silverörnen - Gulddivisionen - (int.)
2140m Autostart, 329.000 SEK
1.    Mindyourvalue W.F.    11,6    Robert Bergh    93
    8j.br. Wallach von Hövding Lavec a.d. Mind Your Manners von Dahir de Prélong
    Be: Christer Englund & Jacob Markström; Zü: WF Förvaltning AB; Tr: Robert Bergh
2.    Global Adventure    11,9    Erik Adielsson    79
3.    Selmer I.H.    12,2    Samu Sundqvist    330
4.    Milligan’s School    12,3    Ulf Eriksson    32
5.    Majestic Man    12,4    Rikard Skoglund    715
6.    Västerbo Grosbois    12,4    Rauno Pöllänen    492
7.    Seismic Wave    12,5    Örjan Kihlström    18
8.    Hard Times    12,6    Ulf Ohlsson    1013
9.    Eldorado B.    12,8    Magnus Djuse    704
Sieg: 93; Richter: leicht 2½ - 4 - 1 - ½ - ½ - 1 - 1 Länge; 9 liefen
Zw-Zeiten: 10,0/500m - 11,0/1000m
Wert: 150.000 - 75.000 - 40.000 - 25.000 - 15.000 - 11.500 - 7.500 - 5.000 SEK

Video: https://www.youtube.com/watch?v=G2n8GNCmbW8

TEKNO LYNET Pris

Månlykkes Parademarsch

Mit einem Elfmeter ging der Run auf die mit einem Jackpot von rund 19 Millionen Kronen aufgepeppte V75-Wette los, den Månlykke A.M. und Gunnar Melander (Foto: atg.se) umso leichter verwandelten, weil der als größter Widersacher des 13:10-Favoriten ausgemachte Tangen Haap sich im Nordgubbens Minne für die Kaltblüter einen kurzen Startfehler genehmigte, der ihn einige Meter und eine vernünftige Position kostete.

Ganz anders Melanders neues Aushängeschild, das der 74-jährige Altmeister sofort an der Tête installierte und dort einen gemütlichen Nachmittag verlebte. Angriffe erfolgten nicht, und als der siebenjährige Schwarzbraune 300 Meter vorm Ziel Ernst machte, fielen die Würfel rasch und endgültig zum überaus leichten 22. Volltreffer aus 36 Schüssen, mit dem sein Konto um 100.000 auf 2.445.593 Kronen sprang. Bei 1:25,2 für 2.640 Meter konnte Månprinsens Sohn reichlich Körner für kommende Aufgaben sparen.

Mann des Tages: Daniel Wäjersten

Danach war Schluss mit lustig, was Favoritensiege betrifft. Zweimal rupfte ausgerechnet Örjan Kihlström die V75-Systeme enorm, weil er in der Klass I mit 19:10-Chance Santos de Castella im ersten Bogen Galopp fuhr und wie beschrieben mit Seismic Wave einen nicht astreinen Partner zur Hand hatte, was System-Ausfälle in Hülle und Fülle nach sich zog.

Und schließlich schlug der „Iceman“ in der Diamant-Stoet - mal wieder nach Maßarbeit - für Daniel Wäjersten mit Bowling El Mar entschlossen gegen Racing Brodda zu und hievte die V75-Quote vor dem finalen Durchgang mit der „Sieben-Prozentigen“ jenseits der 200.000-Kronen-Auszahlung. Der ging in der Bronsdivisionen über 1.640 Meter erneut an Wäjerstens Quartier, der selbst mit Gooner die führende Isa erdrückte und dann von Stablemate Xanthis de Roi, den Mats Djuse für 242:10 hauchdünn vorbeischaukelte, erwischt wurde.

Das dürfte den aufstrebenden 31-jährigen aus Bergsåker nicht gewurmt haben, der als Fahrer (vor der V75) mit Grit Brodda, Algot Zonett und Nibali Vivantis (für Ricky Eklund) abräumte und als Trainer die Saisonsiege 95 bis 98 feierte. Ergab eine Tagesgage von 517.000 SEK, die das Jahreseinkommen seines Quartiers auf 9.876.050 SEK hob - den bei weitem höchsten Wert, seit er 2017 seine Pforten als Trainer geöffnet hat.

V75-Harry-Boy-in-Top-Form

Harrys nächster Knaller

Beim Reigen der Außenseiter kamen trotz des Ruhepols Månlykke A.M. nur fünf Systeme durch, die sich über mehr als neun Millionen Kronen für sieben Richtige freuen durften. Erneut schlug Harry Boy für kleines Geld kurz und zackig zu: In Solna, einem nördlichen Vorort von Stockholm, machte das elektronische Spielsystem aus 192 SEK Einsatz 9,7 Millionen Kronen - wenn das keine ordentliche Rendite ist.

V75-1 (Kallblod):    Månlykke A.M. / Gunnar Melander    13
V75-2 (Klass I):    Anchor Man / Troels Andersen    159
V75-3 (Guld):    Mindyourvalue W.F. / Robert Bergh    93
V75-4 (Kallblod):    Tekno Lynet / Gunnar Melander    47
V75-5 (Klass II):    Simb Zacky / Magnus Djuse    178
V75-6 (Diam-Sto):    Bowling El Mar / Örjan Kihlström    153
V75-7 (Brons):    Xanthis de Roi / Mats Djuse    242

Umsatz V75: 106.718.485 SEK

1. Rang: 5 Systeme à 9.354.556 SEK
2. Rang: 23.306 SEK
3. Rang: 1.166 SEK

Umsatz Top-7 (Klass II): 1.457.161 SEK