Daniel Wäjerstens überragende Form erreichte am Sonntag in St. Michel Ajo ihren vorläufigen Höhepunkt. Nach einem Rennen am Ende des Feldes überrannte Kuiper im Finish die Konkurrenz. „Auf den letzten 100 Metern spürte ich, dass es zu meinen Gunsten laufen würde“, sagte Wäjersten im Winnercircle.
Obwohl sich die beiden Favoriten Diva EK (Alessandro Gocciadoro) und Don Fanucci Zet (Örjan Kihlström) zu Beginn heftig um die Führung stritten und nach 500 Metern die erste Zwischenzeit mit 1:05,5 auslösten, wurden am Ende für den Sieger „nur“ 1:10,7/1609 Meter gestoppt, die langsamste Siegerzeit seit den 1:10,8 von Camilla Highness im Jahr 2007 und weit entfernt von den 8er Zeiten der drei vergangenen Jahre.
Das lag einerseits daran, dass Gocciadoro nach der harten Ouvertüre relativ kräftig auf die Bremse trat, anderseits daran, dass die Hochgeschwindigkeitspiste von Mikkeli diesmal infolge ausgiebiger Regenfälle keine war und am Sonntag auch nicht mehr für eine Rekordjagd präpariert werden konnte.
Die überragende Leistung des Siegers mindert dies nicht im Geringsten. Als Daniel Wäjersten 600 Meter vor dem Ziel in dritter Spur zum entscheidenden Angriff ansetzte, erhielt er in Combat Fighter (Santu Raitala) noch eine willkommene Lokomotive, die den 91:10-Außenseiter bis in die Spitzegruppe zog und an der letzten Ecke überdies verhinderte, dass Örjan Kihlström mit Don Fanucci Zet hinter Diva EK ausscheren konnte.
Als Wäjersten Kuiper nun in der Bahnmitte scharf machte, hatte er im Handumdrehen gewonnenes Spiel und verwies die tapfere Diva EK, Don Fanucci Zet und Combat Fighter souverän auf die Plätze.
Mit diesem Sieg hat Daniel Wäjersten nun alle vier Gruppe-I-Rennen für ältere Traber in Finnland gewonnen: Kymi Grand Prix, Finlandia-Ajo, Seinäjoki Race und St. Michel Ajo.
Kuiper, Sohn von Face Time Bourbon, ist erneut für das Wintermeeting in Vincennes vorgesehen. „Der letzte Winter hat ihm gutgetan, als er in Frankreich trainierte und Rennen bestritt. Er lief tatsächlich nur einmal mit optimalem Equipment. Aufgrund einer früheren Verletzung war er mit einer Ausnahme in allen Rennen beschlagen. Wahrscheinlich steht im August noch ein Rennen in Schweden an. Danach soll er sich im September ausruhen und dann auf Frankreich vorbereiten“, sagt Wäjersten.







