++ Heute: Tag zwei des Hooksieler Meetings - Acht Prüfungen ab 18:00 Uhr ++ ++ Enghien: Heinz Bergers Neo (Robbin Bot) 5. in 1:15,4/2875 Meter, Stall Germanias Ready Hill (Matthieu Abrivard) 1. in 1:13,9/2875 Meter vor Duke of New York (Mario van Dooyeweerd - 1:14,0), Stall A+S 2003's Charmy Charly AS (Gabriele Gelormini) 4. in 1:14,5/2875 Meter, Stall TippelToms Trogir (Benjamin Rochard) gerät eingangs der Zielgeraden an der Spitze von den Beinen - Der Sieg geht in 1:11,3/2150 Meter an Hans Sinniges Mercedes Star ( Pierre Yves Verva) - Mario van Dooyeweerd mit Nicou Chak dis.rot ++ ++ Heute: Gestüt Lasbeks Ultimus mit Örjan Kihlström in Skellefteå (Startzeit 21:46 Uhr) ++ ++ Straubing: Doppelerfolg der Auszubildenden Pinja Mäkinen - Drei Treffer für das Team Lila - Augustiner bleibt mit Conny Schulz zum fünften Mal in Folge ungeschlagen ++ ++ Donnerstag: Die nächste PMU-Matinée in Karlshorst - Sieben Rennen ab 12:22 Uhr - Gastspiel von Michael Nimczyk ++ ++ Samstag: Vier C-Bahn-Rennen in Erbach ++ ++ Sonntag: Sechs C-Bahn-Rennen in Arnstorf - Beginn 14:00 Uhr ++
Last Man standing: OUTLANDER SB
21. Juli 2026

(dk/MT) Das Bett war eigentlich gemacht für den Jahreshöhepunkt auf der Trabrennbahn Mönchengladbach, der an diesem Sonntag an der Niersbrücke mit viel lokalem Engagement und Sponsoring über die Bühne gehen sollte. Aber dann kam vieles anders.

Die Bahn war an den Rails zu Beginn so gut besucht, wie es selbst eingefleischte Beobachter der rheinischen Szene über viele Jahre nicht erlebt hatten. Das aber war nicht zuletzt der Tatsache geschuldet, dass die lokal überall ausgehängten Plakate versehentlich einen um Stunden vor dem tatsächlichen Rennbeginn liegenden Start des Events suggeriert hatten, der insbesondere die vielfach beobachteten Familien mit Kindern noch vor eine weitere Bewährungsprobe stellte, als zwischen dem vierten und fünften Rennen noch einmal eine über einstündige Pause eingezogen wurde.

Dass sich die Reihen danach zum eigentlichen Hauptrennen, das an siebter Stelle knapp vier Stunden (!) nach dem offiziellen Rennbeginn um 16:00 Uhr ausgetragen wurde, bereits wieder deutlich gelichtet hatten, war solchermaßen nur allzu verständlich.

Eine ähnliche Vorgeschichte begleitete aber leider gleichermaßen den mit 10.000 Euro dotierten »GP der Stadt Mönchengladbach«, dessen Sieganwärter sich peu à peu dezimierten wie die zehn Kleinen, die viele Leser aus einem populären Lied ihrer Kindheit noch kennen werden, deren nähere Spezifikation heutzutage unter Gesichtspunkten der Political correctness aber bereits umstritten ist.

Le Bron Boko und Nirvana Fashion mussten dem Start mit Attest fernbleiben, die kurzfristige Streichung von Velten Riesling weist der Rennbericht hingegen mit Reugeld aus. Damit aber nicht genug: mit Erreichen der Startmarke fiel auch der bis dahin unter Franzl-Regie noch ungeschlagene 14:10-Favorit After Dark Diamant (Tom Karten) aus, während sein Kompagnon George Gentley Mo von Lena Franzl wenig später nicht mehr zu regulieren war und aus dem Feld genommen wurde.

"Da waren's nur noch fünf" - und von denen entpuppte sich Outlander SB nicht unerwartet als "Last Man standing", mit dem Marciano Hauber an der sofort übernommenen Spitze förmlich spazieren fahren konnte. 1:17,5 / 2.100 Meter genügten dem bei 51:10 gehandelten Hengst der Ecurie Golden Sniper hernach, um Bismillah Face (Tim Schwarma), der diesmal für so manch' unglücklichen Run in letzter Zeit entschädigt wurde, und die nach einer anfänglichen Behinderung durch den nicht mehr steuerbaren George Gentley Mo sowie einem anschließenden Verlauf durch die Todesspur am Ende wieder etwas nachlassende Lake Louise (Jens Bergmann) überlegen abzukanzeln.

IMG_3783 (1280x854)

Stimmungsvolle Siegerehrung für Marciano Hauber (Foto: Dennis Kraum)

Für das Quartier aus Deurze bedeutete das bereits den zweiten Tagestreffer, nachdem die erstmals mit Nordin liierte Katharina Kramer mit dem kapitalen Regio-Sohn zum Auftakt keine Gefangenen gemacht und Gotta be Brilliant (Nick Schwarma) sowie den beharrliche außen herum stiefelnden Maverick (Marjolein Kruider) überlegen beherrscht hatte.

Vier Sieger kamen aus dem Willicher Championatsquartier, für das der Goldhelm mit KWMs Calgary-Games-Tochter Incantevole Luis bei deren Debüt den Trainingsgefährten Mon Royal (Robbin Bot) sicher auf Distanz hielt, bevor der Bronzehelm den Spieß gegenüber seinem Schwager umdrehte, als er den Bahnrekordler New Fine Edition in Tagesbestzeit von 1:16,5 / 2.100 Meter standesgemäß zum Erfolg über die lange führende Fit for Future führte.

mhg

New Fine Edition vor Fit for Future (Foto: Dennis Kraum)

Mit Stall Germanias Jaccomo, der als nächstes das Derby in Anlauf nehmen soll, ließ sich Michael Nimczyk bei seinem 100. Jahreserfolg (beim 230. Start) auch durch eine Störung in der ersten Gegenseite nicht aus dem Konzept bringen und hatte schnell gewonnenes Spiel, als er mit dem bei 12:10 als Tipp des Tages angetretenen Tactical-Landing-Sohn der Stacelita vor dem Schlussbogen aus sechster Position das große Blatt auflegte.

100

Saisonerfolg Nr. 100 für den Goldhelm mit Jaccomo (Foto: Dennis Kraum)

Den vierten Treffer für das Quartier vom Kaiserhof steuerte Rodegang Elkendorf bei seiner ersten Fahrt mit seinem Cast Iron bei, hinter dem er nervenstark und mit Übersicht agierte, als er im ersten Bogen einer allzu stark drückenden Außenseiterin das Kommando überließ, um dann nach gut 800 Metern wieder selbst das Zepter zu übernehmen und danach die Klasse seines Googoo-Gaagaa-Sohnes auszuspielen.

Unbenannt

Cast Iron mit Rodegang Elkendorf (Foto: Dennis Kraum)

Bemerkenswert schnitt dahinter der 1.116:10-Außernseiter Remco VL ab, dem Sara Oppoli zunächst mit einiger Verve trotz der äußeren Startposition ein Rennen an der Innenkante beschert hatte, bevor er dennoch auf der Schlussrunde außen auf sich allein gestellt war und nichtsdestotrotz Explosive Ris (Mario Zdziarstek) - immerhin schon Doppelsieger in dieser Saison - für den Ehrenplatz in Schach hielt.

Das aus den Bändern gestartete Franzosen-Rennen ging nicht unerwartet an Jailbird Hillperon (Jochen Holzschuh) der sich zuletzt in Drensteinfurt schon nachhaltig angekündigt hatte, als er nach einem durch eine Behinderung hervorgerufenen anfänglichen Rückstand von rd. 80 Metern dennoch den Ehrenplatz erreicht hatte, und diesen Formanstieg nun konsequent gegenüber dem auf den letzten 1.200 Metern wacker außen herum strampelnden Jeps de Gouz (Michael Nimczyk) fortsetzte.

Dass der heute verlangte Bänderstart allerdings nicht zurückgepfiffen wurde, obwohl der als einziger von der Grundmarke gestartete Monaco Jenilou (Tim Schwarma) anstatt der erlaubten 25 mit einigen Metern mehr Vorteil in die Partie startete, stieß indes nicht bei allen auf ungeteilte Zustimmung.

Das Amateurfahren zum Abschluss sah die diesmal für 70:10 zu habende Peregrin Boko erstmals in ihrer Karriere auf der Siegerstraße, mit der Nicole Saleh aus dem dritten Paar außen im Schlussbogen die Weichen schon auf Sieg gestellt hatte, als der bis dahin führende Favorit Fiobinho (Nick Schwarma) von den Beinen geriet.