(dk) Mit hohen Favoriten kann man es als Fahrer nie richtig, sondern eigentlich nur falsch machen. Wenn man gewinnt, hat einen nach herrschender Meinung vor allem das Pferd ins Ziel gezogen, wenn man verliert, ist man schnell der vielgescholtene Depp.
Solchermaßen hatte Lasse Grundhöfer am Sonntagabend keine leichte Bürde zu tragen, als ihn sein selbst in Berlin engagierter Chef Seppi Franzl mit Tyron Hill in Wien in die mit 6.000 Euro höchstdotierte Prüfung der Tageskarte in der österreichischen Hauptstadt entsendete.
Der junge Mann, dessen Coolness einen bisweilen sogar ein klein wenig an Örjan Kihlström erinnert, schüttelte vermeintlichen Druck aber von Beginn an wie eine lästige Fliege ab, übernahm mit seinem 16:10-Favoriten beizeiten das Kommando und bestimmte den Verlauf des Rennens in der Folge nach Belieben.
In 1:16,3/2600 Meter verlor er mit dem Hengst von Züchter und Besitzer Rolf Dürr, der in der vergangenen Woche seinen 80. Geburtstag gefeiert hatte, auf den letzten 500 Metern seine von Global Braveheart (Hubert Brandstätter) sowie dem ebenso aus München entsandten Miramax BR (Erich Kubes) angeführte Konkurrrenz, während der Gentz-Schützling Major Ass (Carsten Milek) einem Run durch die Todesspur schon 600 Meter vor dem Ziel gründlich Tribut zollen musste.





